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Nachhaltiges Banking als Crowdinvestment – doch auch bei Tomorrow droht Anlegern der Totalverlust

Mohamed_hassan (CC0), Pixabay
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Nachhaltigkeit verkauft sich. Gerade junge FinTechs und sogenannte „Social Businesses“ setzen gezielt auf Klimaschutz, Transparenz und gesellschaftliche Verantwortung. Genau darauf baut auch das Berliner Unternehmen Tomorrow, das über die Plattform WIWIN erneut Kapital von Privatanlegern einsammelt. Angeboten werden 5 Prozent Zinsen pro Jahr sowie mögliche Bonuszahlungen und eine Exit-Beteiligung. Doch trotz idealistischer Botschaften, großer Community und Nachhaltigkeitsversprechen bleibt auch dieses Investment hochriskant. Anleger müssen sich bewusst sein: Ein vollständiger Verlust des eingesetzten Kapitals ist ausdrücklich möglich.

Banking mit gutem Gewissen

Tomorrow versteht sich als nachhaltige Banking-Alternative. Das Unternehmen wirbt damit, Kundengelder nicht in:

  • fossile Energien,
  • Rüstung,
  • Massentierhaltung,
  • problematische Industrien

zu investieren. Stattdessen sollen nachhaltige Projekte wie:

  • erneuerbare Energien,
  • bezahlbarer Wohnraum,
  • Klimaschutzmaßnahmen

finanziert werden.

Die Botschaft lautet:
Geld soll „positiven Impact“ erzeugen.

Große Vision – aber kein klassisches Sparprodukt

Tomorrow spricht gezielt Menschen an, die:

  • nachhaltig investieren möchten,
  • gesellschaftlichen Wandel unterstützen wollen,
  • Teil einer Bewegung sein möchten.

Doch Anleger sollten dabei eines nicht vergessen:
Das Crowdinvesting ist keine sichere Geldanlage und auch kein Sparkonto.

5 Prozent Zinsen plus Bonus

Angeboten werden:

  • 5 Prozent Festzins pro Jahr,
  • mögliche Gewinnausschüttungen,
  • potenzielle Exit-Beteiligungen,
  • Laufzeit bis 2035.

Das Investment erfolgt über ein Kryptowertpapier nach dem eWpG.

Die lange Laufzeit bis 2035 zeigt bereits:
Anleger binden ihr Kapital über viele Jahre an ein wachstumsorientiertes Unternehmen.

FinTechs bleiben riskante Geschäftsmodelle

Gerade junge Finanzunternehmen stehen unter erheblichem wirtschaftlichem Druck:

  • hoher Wettbewerb,
  • regulatorische Anforderungen,
  • teure Kundengewinnung,
  • schwankende Finanzierungsmärkte,
  • Abhängigkeit von Wachstum und Investorenvertrauen.

Auch bekannte FinTechs haben in den vergangenen Jahren gezeigt, wie schnell sich Marktbedingungen verschlechtern können.

Community ersetzt keine Sicherheit

Tomorrow verweist stolz auf:

  • rund 10.000 Crowdinvestoren,
  • über 14 Millionen Euro eingesammeltes Kapital,
  • eine aktive Community,
  • hohe Nachhaltigkeitswerte.

Doch viele Investoren bedeuten nicht automatisch wirtschaftliche Stabilität.

Gerade Crowdinvesting lebt oft stark von Emotionen, Identifikation und Markenimage.

Warnhinweis eindeutig formuliert

Der Anbieter weist ausdrücklich darauf hin:

„Der Erwerb dieses Wertpapiers ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen.“

Das Risiko wird damit klar benannt.

Nachhaltigkeit schützt nicht vor Insolvenz

Viele Anleger verbinden nachhaltige Unternehmen automatisch mit Sicherheit oder moralischer Überlegenheit. Wirtschaftlich spielt das jedoch keine Rolle.

Auch ein Unternehmen mit guten Absichten kann scheitern:

  • durch fehlende Gewinne,
  • steigende Kosten,
  • Marktprobleme,
  • Finanzierungsengpässe,
  • regulatorische Veränderungen.

Kryptowertpapier klingt modern – bleibt aber Risikokapital

Die digitale Struktur als Kryptowertpapier wirkt innovativ. Für Anleger entscheidend bleibt jedoch:
Sie tragen unternehmerisches Risiko.

Kommt das Unternehmen wirtschaftlich in Schwierigkeiten, drohen Verluste bis hin zum Totalverlust.

Fazit

Tomorrow präsentiert sich als nachhaltige Alternative im Finanzsektor und spricht gezielt Anleger an, die Geld mit gesellschaftlichem Wandel verbinden möchten.

Doch auch bei nachhaltigem Crowdinvesting gilt:
Emotionen und gute Absichten ersetzen keine Risikoprüfung.

Wer investiert, sollte sich bewusst sein:
Das eingesetzte Kapital kann vollständig verloren gehen.

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