Es gibt Niederlagen, die tun weh. Und es gibt Auftritte wie diesen in Fürth, bei denen man sich als Fortuna-Fan irgendwann nur noch fragt: Hat diese Mannschaft eigentlich verstanden, worum es geht?
Abstiegskampf. Existenzkampf. Zweite Liga. Zukunft des Vereins.
Doch auf dem Platz wirkte Düsseldorf über weite Strecken wie eine Mannschaft, die zufällig in dieses Spiel geraten ist.
Früher Rückschlag – und danach nur noch Verunsicherung
Zwei Minuten waren gespielt, da klingelte es bereits im Düsseldorfer Tor. Felix Klaus durfte nach einem simplen Angriff völlig ungestört abschließen – 0:1. Wieder einmal pennte die Fortuna vom Anpfiff weg. Wieder einmal keinerlei Aggressivität, keinerlei Körpersprache, keinerlei Widerstand.
Und was kam danach?
Nervosität. Fehlpässe. Verunsicherung.
Eine Mannschaft, die offenbar selbst nicht mehr an sich glaubt.
Fürth kämpft ums Überleben – Fortuna schaut zu
Man muss es leider so deutlich sagen:
Fürth wollte dieses Spiel einfach mehr.
Die Franken warfen alles rein, gingen in jeden Zweikampf, liefen, kämpften, grätschten. Düsseldorf dagegen wirkte wie ein Team im Sommerschongang.
Besonders bitter:
Ausgerechnet Ex-Fortune Felix Klaus führte die Fürther Offensive phasenweise nach Belieben vor.
Beim 2:0 ließ sich die Fortuna erneut viel zu einfach auskontern. Klaus marschierte durch die Abwehr, Egouli fälschte unglücklich ab – aber auch dieses Tor fiel nicht aus Pech, sondern weil Düsseldorf defensiv völlig unsortiert wirkte.
Keine Mentalität, keine Führungsspieler
Was besonders schockiert:
Auf dem Platz war niemand zu sehen, der das Team wachrüttelt.
Keiner, der mal dazwischenhaut.
Keiner, der Verantwortung übernimmt.
Keiner, der zeigt:
„Heute steigen wir hier nicht kampflos unter.“
Stattdessen ließ sich die Fortuna immer weiter hinten reindrängen. Das Selbstvertrauen war spätestens nach dem zweiten Gegentor komplett verschwunden.
Und als Fürth dann auch noch das 3:0 nachlegte, wurde es endgültig peinlich. Wieder verteidigte Düsseldorf schläfrig, wieder durfte Klaus ungestört vorbereiten, wieder war Futkeu am Ende völlig frei.
Relegation? Vielleicht. Aber mit solchen Auftritten?
Das eigentlich Erschreckende:
Trotz dieser Katastrophenleistung steht Fortuna zwischenzeitlich noch auf dem Relegationsplatz, weil die Konkurrenz ebenfalls patzt.
Doch mal ehrlich:
Wer so auftritt, hat weder den direkten Klassenerhalt noch eine erfolgreiche Relegation verdient.
Denn Relegation bedeutet Kampf.
Leidenschaft.
Nervenstärke.
Von all dem war in Fürth erschreckend wenig zu sehen.
Die Fans kämpfen mehr als die Mannschaft
Während die Mannschaft auseinanderfiel, feuerten die Fortuna-Fans ihr Team trotzdem weiter an. Der Gästeanhang hielt die Stimmung hoch, obwohl auf dem Platz kaum Gegenwehr kam.
Und genau das macht viele Fans so wütend:
Die Kurve kämpft.
Die Fans leiden.
Die Fans glauben noch.
Aber glaubt diese Mannschaft überhaupt noch an sich selbst?
Zwischen Relegation und Absturz
Die Realität ist brutal:
Fortuna Düsseldorf steckt tief im Schlamassel.
Und aktuell wirkt es eher so, als würde die Mannschaft auf den Abstieg warten, statt ihn verhindern zu wollen.
Vielleicht reicht es irgendwie noch zur Relegation.
Vielleicht rettet man sich mit Glück.
Aber wer so emotionslos und mutlos auftritt wie in Fürth, der muss sich irgendwann gefallen lassen, dass Fans die ganz grundlegende Frage stellen:
Weiß diese Mannschaft eigentlich noch, was Kämpfen bedeutet?
Ja, aber das ist das Ergebnis von einem katastrophalen Management. Thioune entlassen war ok. Aber Anfang zu holen war der erste große Bock. Warum nicht erst einmal eine Interimslösung wenn der Markt keinen besseren hat?
Das sah dann Allofs ein und ging mit der Hoffnung, dass Mislintat den Trainer raus wirft. Tat der aber nicht bzw. Erst als es zu soät war. Dann einen Ende in dieser Situation zu holen, war der dritte große Bock.
Heute dasselbe wie sein erstes Spiel in Magdeburg…den Start völlig verpennt… wieder die Mannschaft falsch eingestellt…
Aber natürlich: Ende muss mit diesem Kader leben… Ich bin seit über 50 Jahren dabei und leidensfähig… aber kaum ein Abstieg war so vermeidbar wie dieser… wenn es dazu kommt