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Mordanklagen gegen mutmaßlichen Serienmörder in Oregon ausgeweitet

OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay
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Gegen den 41-jährigen Jesse Lee Calhoun aus Oregon werden immer mehr Mordvorwürfe erhoben. Die Staatsanwaltschaft im Multnomah County wirft ihm inzwischen vor, zwischen 2022 und 2023 fünf Frauen getötet zu haben. Die Ermittlungen dauern weiter an.

Der jüngste Anklagepunkt betrifft den Tod der 22-jährigen Ashley Real. Sie wurde zuletzt im März 2023 in einem Schnellrestaurant in Portland gesehen. Wochen später fand man ihre Leiche in einem dicht bewaldeten Gebiet bei Eagle Creek.

Für ihre Familie bedeutet die neue Anklage zumindest einen ersten Schritt in Richtung juristischer Aufarbeitung. Ashleys Schwester sprach von einem langen, schmerzhaften und traumatischen Weg. Drei Jahre auf Antworten zu warten, sei kaum zu ertragen gewesen.

Neben Ashley Real soll Calhoun auch für den Tod von Charity Lynn Perry, Kristin Smith, Joanna Speaks und Bridget Leann Webster verantwortlich sein. Alle Opfer waren Frauen unter 35 Jahren. Ihre Leichen wurden zwischen Februar und Mai 2023 an verschiedenen Orten im Nordwesten Oregons gefunden, teils fast 160 Kilometer voneinander entfernt.

Calhoun bestreitet die Vorwürfe und hat auf nicht schuldig plädiert.

Besonders brisant ist seine Vorgeschichte. Vor den mutmaßlichen Taten saß Calhoun wegen anderer Delikte im Gefängnis. Seine Strafe wurde 2021 durch die damalige Gouverneurin Kate Brown vorzeitig umgewandelt, nachdem er wie andere Häftlinge bei der Bekämpfung von Waldbränden geholfen hatte.

Nach Angaben der Familie Real soll Ashley Real bereits im November 2022 berichtet haben, von Calhoun gewürgt und angegriffen worden zu sein. Die zuständigen Behörden bestätigten, dass damals ein Bericht zu einem Vorwurf häuslicher Gewalt eingegangen war, in dem Calhoun als Verdächtiger genannt wurde.

Die Ermittlungen erstrecken sich inzwischen über mehrere Bezirke und Bundesstaaten. Einige der Opfer wurden in abgelegenen oder schwer zugänglichen Gebieten gefunden. Bei Joanna Speaks stellten Gerichtsmediziner stumpfe Verletzungen an Kopf und Hals fest. In anderen Fällen sprechen Ermittler von verdächtigen Umständen.

Die Behörden betonen, dass der Fall weiterhin offen ist. Ob es weitere Opfer geben könnte, wird derzeit nicht bestätigt. Die Staatsanwaltschaft erklärte jedoch, man werde „keinen Stein auf dem anderen lassen“.

Der Fall wirft nicht nur Fragen nach den mutmaßlichen Taten selbst auf, sondern auch danach, ob frühere Warnsignale rechtzeitig erkannt und ausreichend ernst genommen wurden.

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