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ChristopherPluta (CC0), Pixabay
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Im Korruptionsprozess um Silvio Berlusconis „Bunga-Bunga-Partys“ hat die Anklage in Italien eine Haftstrafe von sechs Jahren gegen den ehemaligen Ministerpräsidenten gefordert. In ihrem Plädoyer forderten die Staatsanwälte in Mailand heute zudem, ein Vermögen von 10,8 Millionen Euro von dem Politiker und Unternehmer zu beschlagnahmen. Dem 85-Jährigen wird in dem Verfahren unter anderem Zeugenbestechung vorgeworfen.

In der Causa geht es um als „Bunga-Bunga-Partys“ bekannt gewordene Feiern mit jungen Frauen, die mehr als zehn Jahre zurückliegen. Der Prozess in Mailand ist schon der dritte im Nachgang zu dem Skandal von 2010. Berlusconi war bereits wegen Amtsmissbrauchs und Förderung von Prostitution Minderjähriger angeklagt und aus Mangel an Beweisen am Ende freigesprochen worden.

Im jetzigen Verfahren geht es darum, ob Berlusconi die jungen Frauen zu Falschaussagen vor Gericht gedrängt hatte. Der Medienunternehmer bestreitet die Vorwürfe.

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Verwandte der entmachteten, myanmarischen De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi haben bei der UNO Beschwerde gegen ihre Inhaftierung nach dem Militärputsch im vorigen Jahr eingelegt. Die im Namen von Suu Kyis Familie agierenden Menschenrechtsanwälte Francois Zimeray und Jessica Finelle bezeichneten den Umgang mit der Friedensnobelpreisträgerin heute als „gerichtliche Entführung“. Sie reichten den Antrag bei der UNO-Arbeitsgruppe für willkürliche Inhaftierung ein.

„Ihre Verhaftung war rechtswidrig, ihre Inhaftierung entbehrt jeglicher Rechtsgrundlage, und ihre verschiedenen Gerichtsverfahren verstoßen gegen die Grundregeln jedes Rechtsverfahrens“, hieß es in der Beschwerde. Es handle sich um eine als Prozess getarnte Entführung. „Dies ist ein tragischer Rückschritt für Myanmar.“ Mit der 76-Jährigen werde zugleich auch „das gesamte burmesische (myanmarische, Anm.) Volk zum Schweigen gebracht und seine demokratischen Bestrebungen werden zerstört“.

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Nach einem Schiffsunglück werden vor der Küste Tunesiens UNO-Angaben zufolge 75 Migranten vermisst. 24 Menschen seien gerettet worden, teilte die Internationale Organisation für Migration (IOM) heute auf dem Kurznachrichtendienst Twitter mit. Die Rettungsoperation nahe der Stadt Sfax laufe weiter. Die Küstenwache hat eine Leiche geborgen, sagte ein tunesischer Sicherheitsbeamter der Nachrichtenagentur Reuters heute.

Das Boot habe aus der Stadt Suwara im Westen Libyens abgelegt. IOM-Sprecher Flavio Di Giacomo twitterte, mittlerweile seien in diesem Jahr 650 Menschen im Mittelmeer gestorben. „Und dennoch wird der Appell, das System der Patrouillen zur Suche und Rettung im Meer zu stärken, nicht gehört“, schrieb er.

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