Mitleid?

Soll man Mitleid haben mit dieser IS-Kämpferin? Soll man sich jetzt für die Frau einsetzen und die Begnadigung fordern? Soll der deutsche Außenminister jetzt intervenieren bei der irakischen Regierung? Nein, denn sie hat sicherlich gewusst, worauf sie sich einlässt, als sie sich für diesen Weg entschieden hat. Jetzt muss sie mit den Konsequenzen umgehen können. Es geht um eine deutsche Staatsbürgerin, die im Irak wegen der Zugehörigkeit zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zum Tode verurteilt wurde. Die Frau mit marokkanischen Wurzeln war der Stellungnahme eines Gerichts in der Hauptstadt Bagdad zufolge von Deutschland aus nach Syrien und später in den Irak gereist, um sich der Terrororganisation anzuschließen. Außerdem habe sie ihre beiden Töchter in die Region mitgebracht und mit IS-Kämpfern verheiratet.

Die Angeklagte habe dem IS bei seinen Taten geholfen und sei an einem Angriff auf irakische Sicherheitskräfte beteiligt gewesen, hieß es heute in einer Mitteilung. Dem Gericht zufolge soll die Dschihadistin in Übereinstimmung mit dem irakischen Anti-Terror-Gesetz gehängt werden. Es besteht allerdings noch eine Möglichkeit zur Berufung.

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