In Washington wird offenbar an einem geopolitischen Kunststück gearbeitet: Wie erklärt man einen Sieg, während der Krieg noch läuft – und kommt dabei halbwegs elegant aus der Nummer raus? Genau das prüfen US-Geheimdienste derzeit laut Insidern. Die Frage: Was passiert, wenn Donald Trump einfach „Gewonnen!“ ruft und sich verabschiedet?
Die Analyse kommt nicht von ungefähr. Hinter den Kulissen wächst die Sorge, dass der Dauerkonflikt mit dem Iran politisch zum Bumerang werden könnte – pünktlich zu den Kongresswahlen im Herbst. Denn während im Weißen Haus noch von Stärke gesprochen wird, scheint die US-Bevölkerung eher genervt: Nur rund ein Viertel hält den Einsatz für sinnvoll oder sicherheitsfördernd. Der Rest vermutlich für teuer und unerquicklich.
Das Problem: Ein Abzug mit Siegespose könnte in Teheran ganz anders ankommen als in Trumps Timeline. Frühere Einschätzungen legen nahe, dass die iranische Führung genau das als eigenen Triumph verkaufen würde. Bleiben die US-Truppen hingegen präsent, wirkt das eher wie ein schlecht getarntes Druckmittel in zähen Verhandlungen. Kurz gesagt: Egal wie man’s dreht – irgendwer erklärt sich am Ende zum Gewinner.
Offiziell gibt man sich in Washington betont gelassen. Man verhandle weiter, heißt es aus dem Weißen Haus, und lasse sich nicht zu einem schlechten Deal drängen. Die CIA wiederum weiß – zumindest offiziell – von alldem nichts. Was in Washington ungefähr so glaubwürdig klingt wie „Wir haben das Internet gelöscht“.
Trump selbst sieht die Sache ohnehin klar: Der Sieg ist längst errungen. Dass der Krieg deutlich länger dauert als ursprünglich angekündigt und der Iran sich von Drohungen wenig beeindruckt zeigt, wird dabei großzügig ignoriert.
So bleibt am Ende eine klassische Washingtoner Frage: Wie beendet man einen Krieg, den man schon gewonnen hat – ohne dass es jemand merkt?
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