Österreich macht es mal wieder vor: Wenn Bürger wegen Inflation, Energiepreisen und steigenden Lebenshaltungskosten ohnehin schon kaum wissen, wie sie ihre Pakete noch bezahlen sollen, kommt die Politik natürlich auf die einzig logische Idee — eine neue Paketsteuer. Zwei Euro extra pro Paket. Genial einfach.
Man muss solche kreativen Belastungsideen einfach lieben. Während andere Länder versuchen, Bürokratie abzubauen und den Handel zu entlasten, denkt man in Wien offenbar: „Wie könnten wir Onlinehandel noch komplizierter und teurer machen?“
Und jetzt wird’s spannend:
280 Millionen Euro pro Jahr sollen dadurch eingenommen werden. Natürlich alles angeblich für den guten Zweck. Denn wie immer gilt: Neue Steuern sind niemals Belastungen — sondern „wichtige Lenkungsinstrumente“.
Besonders schön ist die Logik dahinter:
Man senkt die Mehrwertsteuer auf Lebensmittel, damit Bürger entlastet werden… und holt sich das Geld dann über Paketlieferungen einfach wieder zurück. Das nennt man moderne Umverteilung mit Lieferschein.
Die Wirtschaft läuft bereits Sturm. Selbst das Wirtschaftsministerium warnt vor Imageschäden, rechtlichen Problemen und jeder Menge Bürokratie. Amazon spricht von Diskriminierung, Otto droht mit Klagen, Händler fürchten Kaufkraftverluste und der Rechnungshof sieht steigende Verwaltungskosten. Aber keine Sorge: Wenn genügend Stellen Formulare kontrollieren, entsteht wenigstens irgendwo neues Beschäftigungswachstum.
Natürlich gibt es auch Befürworter. Irgendwer findet neue Abgaben schließlich immer gut — solange andere sie zahlen. Manche hoffen sogar, dass dadurch der stationäre Handel gerettet wird. Als ob Kunden plötzlich wieder begeistert samstags Innenstädte stürmen, nur weil das Paket künftig zwei Euro teurer wird.
Besonders faszinierend:
Selbst Retouren, Ersatzlieferungen und Rückabwicklungen werfen laut Wirtschaftsministerium „offene Auslegungsfragen“ auf. Übersetzt heißt das vermutlich: Keiner weiß so genau, wie das Chaos am Ende praktisch funktionieren soll. Aber Hauptsache, die Steuer steht erstmal im Gesetzblatt.
Und jetzt stellt sich natürlich die Frage:
Wann entdeckt Lars Klingbeil diese brillante Idee für Deutschland?
Denn rechnen wir mal hoch:
Bei deutlich höherem Paketvolumen in Deutschland könnte so ein Modell locker rund 8,6 Milliarden Euro zusätzlich in die Staatskasse spülen. Da dürfte in manchen Ministerien bereits hektisch der Taschenrechner glühen.
Vielleicht kommt dann demnächst die:
Der Fantasie sind bekanntlich keine Grenzen gesetzt, wenn irgendwo noch Geld bei Bürgern liegt.
Und falls sich jemand wundert, warum immer mehr Menschen genervt auf Politik reagieren:
Vielleicht liegt es daran, dass inzwischen selbst das Bestellen von Socken politisch zum Hochsteuerprojekt erklärt wird.
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