Donald Trump hat mal wieder die diplomatische Feinschmeckerei ausgepackt – diesmal serviert gegen Friedrich Merz. Nachdem der deutsche Kanzler den USA im Iran-Konflikt mangelnde Strategie attestiert hatte, griff Trump zur Tastatur und zur gewohnten Eleganz: Merz habe „keine Ahnung“ und finde es offenbar völlig okay, wenn Iran an Atomwaffen bastelt. Klar, warum differenzieren, wenn man auch einfach draufhauen kann?
Merz hatte zuvor bei einer Schulveranstaltung versucht, die Lage etwas nüchterner einzuordnen. Sein Fazit: Die USA wirkten planlos, während der Iran geopolitisch die Muskeln spielen lasse. Ein Satz, der in Washington offenbar etwa so gut ankam wie ein Veggie-Burger auf einem Texas-Barbecue.
Der Hintergrund: Der Konflikt eskalierte Ende Februar, als die USA gemeinsam mit Israel Angriffe auf iranische Ziele flogen. Teheran reagierte wenig überraschend nicht mit einem Dankesbrief, sondern mit Gegenangriffen auf Israel sowie US-Stützpunkte in der Golfregion. Seitdem herrscht zwischen den westlichen Partnern nicht nur militärisch, sondern auch rhetorisch ein reger Schlagabtausch.
Kurz gesagt: Während Raketen fliegen, fliegen auch die Worte – und manchmal trifft Letzteres sogar schneller.
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