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Milliardär Leon Black verlässt Epstein-Anhörung – Streit um Geheimverträge eskaliert

1778011 (CC0), Pixabay
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Der US-Milliardär und frühere Chef des Private-Equity-Giganten Apollo Global Management, Leon Black, hat eine geschlossene Anhörung des US-Kongresses zur Epstein-Ermittlung vorzeitig verlassen. Auslöser war offenbar eine Konfrontation über sogenannte Non-Disclosure Agreements (NDAs), also Verschwiegenheitsvereinbarungen.

Abbruch nach Fragen zu Geheimverträgen

Laut Mitgliedern des House Oversight Committee verließ Black den Raum, nachdem er sich geweigert hatte, Fragen zu möglichen NDAs zu beantworten. Der Ausschussvorsitzende James Comer erklärte, Black sei gegangen, nachdem die Befragung genau diesen Punkt erreicht habe.

Black war freiwillig erschienen, wurde jedoch gleichzeitig per Subpoena (Vorladung) verpflichtet, Dokumente zu NDAs vorzulegen und unter Eid auszusagen.

„Wir wollten Antworten zu den NDAs“

Der Ausschuss zeigt sich insbesondere daran interessiert, ob Jeffrey Epstein selbst in solche Verschwiegenheitsverträge involviert war oder ob Zahlungen an Frauen über solche Vereinbarungen geregelt wurden.

„Wir wollen wissen, welche Rolle Epstein bei diesen NDAs gespielt hat“, so Comer. „Wer hat sie erstellt, wer hat sie finanziert, und warum überhaupt?“

Black weist Vorwürfe zurück

Black bestreitet jegliches Fehlverhalten und erklärt, Epstein lediglich als Vermögensberater genutzt zu haben. Insgesamt habe er über die Jahre rund 158 Millionen Dollar für angeblich legitime Dienstleistungen gezahlt.

Seine Anwälte betonen, eine interne Untersuchung habe bestätigt, dass diese Zahlungen rechtmäßige Steuer- und Finanzberatung betroffen hätten.

Black selbst erklärte in seiner Stellungnahme, er habe Epstein „nur die eine Seite gekannt“ – und erst im Nachhinein das Ausmaß seiner Verbrechen erkannt. Von illegalen Aktivitäten will er nichts gewusst haben.

Streit um Zahlungen und frühere Beziehungen

Im Zentrum der Ermittlungen steht auch eine frühere Beziehung Blacks zu einem russischen Model, die in Gerichtsunterlagen und einer später abgewiesenen Klage thematisiert wurde. Dort war von einer NDA und Zahlungen in Millionenhöhe die Rede.

Die Anwältin des Milliardärs bezeichnete die Vorwürfe als „falsch“ und sprach von einer politischen Inszenierung.

Ermittlungen mit politischer Sprengkraft

Während die Republikaner im Ausschuss weiter Aufklärung fordern, sprechen die Anwälte von Black von einem politischen Vorgehen. Demokratische Abgeordnete werfen dem Unternehmer hingegen vor, sich der vollständigen Aufklärung zu entziehen.

Ob Black seiner Vorladung vollständig nachkommt oder weitere Dokumente liefert, ist derzeit offen. Sicher ist nur: Der Fall Epstein bleibt ein politisch und gesellschaftlich hochbrisantes Thema – und zieht weiterhin prominente Namen in die Ermittlungen hinein.

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