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Mercedes & Geely klagen gegen EU-Zölle – Weil fairer Wettbewerb einfach unfair ist

Mejval (CC0), Pixabay
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Skandal! Die EU hat tatsächlich die Dreistigkeit besessen, Strafzölle auf chinesische Elektroautos zu verhängen – und das nur, weil sie massiv subventioniert sind und europäische Hersteller alt aussehen lassen. Das geht natürlich gar nicht, finden Mercedes-Benz und ihr chinesischer Partner Geely, und ziehen deshalb mit wehenden Anwaltsschriftsätzen vor den Europäischen Gerichtshof.

„Wir wollen weiterhin konkurrenzlos günstige Elektroautos aus China nach Europa bringen, ohne dass lästige Zölle unsere Gewinnmargen schmälern“, heißt es sinngemäß aus der Mercedes-Zentrale. Klar, dass man da solidarisch mit Geely in die Klageschlacht zieht – schließlich baut das Gemeinschaftsunternehmen die elektrischen Smarts in China und muss die irgendwie nach Europa bekommen.

Tesla, BMW & Co.: Ein elitärer Club der Empörten

Doch Mercedes ist nicht allein in seinem edlen Kampf gegen die Ungerechtigkeit dieser Welt. Neben Geely haben auch BMW und Tesla Klage eingereicht. Bei BMW geht es um den Mini – ein britisches Kultauto, das in China gebaut wird. Man sieht, Globalisierung kann verwirrend sein.

Und Tesla? Nun, Elon Musk hat sich wahrscheinlich kurz überlegt, ob er lieber gegen die EU oder gegen die Realität klagt – und sich dann einfach für die EU entschieden.

Warum die EU so gemein ist

Die bösen Bürokraten in Brüssel führten die Zölle ein, um „fairen Wettbewerb“ zu sichern. Angeblich, weil chinesische Autobauer mit massiven staatlichen Subventionen arbeiten und damit europäische Hersteller in die Ecke drängen. Ein völlig überbewertetes Argument, finden die deutschen Premiumhersteller. Denn wer braucht schon Marktwirtschaft, wenn man sich einfach günstig in den globalen Produktionsketten einkaufen kann?

Chinas mögliche Retourkutsche – Deutsche Hersteller schwitzen schon jetzt

Doch die deutsche Autoindustrie zittert. Warum? Weil China ja auch Zölle verhängen könnte – und dann wären plötzlich die in China gebauten, aber für den Weltmarkt gedachten Luxus-Karossen von Mercedes, BMW & Co. betroffen. Das wäre dann tatsächlich ein Problem.

Bleibt also abzuwarten, ob der Europäische Gerichtshof die Zölle als ungerecht empfindet oder einfach nur als das, was sie sind: ein Versuch, Europa vor der kompletten industriellen Selbstaufgabe zu bewahren. Mercedes und Co. hoffen jedenfalls, dass sie auch weiterhin unter „Made in China“ verkaufen dürfen – nur bitte ohne diesen lästigen Zoll.

 

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