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Marokko marschiert, Frankreich zittert – und jetzt wartet ein Viertelfinal-Kracher

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Die K.o.-Phase der WM hat einmal mehr gezeigt, dass Ergebnisse oft ihre ganz eigene Geschichte erzählen. Marokkos 3:0 gegen Kanada klingt nach einem Spaziergang – war aber lange Zeit alles andere als das. Die Kanadier hatten in der ersten Halbzeit mehr Ballbesitz, mehr Initiative und wirkten dem Führungstreffer näher. Doch Fußball bleibt eben ein Spiel der Effizienz. Ein Standard von Achraf Hakimi genügte den Atlaslöwen, um die Partie auf den Kopf zu stellen. Danach spielte Marokko genau den Fußball, der diese Mannschaft so gefährlich macht: tief stehen, blitzschnell umschalten und eiskalt zuschlagen. Azzedine Ounahi schnürte einen Doppelpack, Amir Richardson setzte mit dem dritten Treffer den Schlusspunkt – und plötzlich stand ein Ergebnis auf der Anzeigetafel, das Kanada härter bestraft, als es der Spielverlauf über weite Strecken verdient hatte.

Noch deutlich mühsamer musste sich Frankreich sein Viertelfinalticket erarbeiten. Gegen Paraguay entwickelte sich kein fußballerischer Leckerbissen, sondern ein echter Abnutzungskampf. Die Südamerikaner verteidigten leidenschaftlich, gingen dabei allerdings mehrfach weit über die Grenze des Erlaubten hinaus. Der Schiedsrichter ließ erstaunlich viel laufen und verlor die Kontrolle über die zunehmende Härte der Begegnung. Erst der VAR griff entscheidend ein, als Désiré Doué im Strafraum gefoult wurde. Kylian Mbappé übernahm die Verantwortung und verwandelte den Strafstoß souverän zum goldenen 1:0. Danach spielte Frankreich seine Routine aus und brachte den knappen Vorsprung ohne größere Probleme ins Ziel.

Damit ist das Viertelfinale perfekt – und was für eines. Marokko reist mit breiter Brust und jeder Menge Selbstvertrauen an, Frankreich mit der Gewissheit, auch schwierige Aufgaben lösen zu können. Die Atlaslöwen werden erneut auf ihre Kompaktheit und ihr gnadenloses Umschaltspiel setzen, während die Équipe Tricolore hoffen dürfte, diesmal etwas mehr Räume für ihre Offensivkünstler zu bekommen. Eines steht schon jetzt fest: Dieses Duell verspricht deutlich mehr Fußball als das zähe Achtelfinale der Franzosen – und könnte zu den Höhepunkten dieser Weltmeisterschaft gehören.

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