Lombardium Skandal:Die BaFin hat sich nicht bereichert

Irgendwie, Herr Riedlinger, geht die gesamte Diskussion um das Thema Lombardium doch völlig am Thema vorbei, denn wir sollten uns einig sein darüber, dass die BaFin weder Geld geklaut hat, Vermögen unterschlagen hat oder sich an irgendwelchen Vermögenswerten von Anlegern bereichert hat. Die BaFin hat genaue Regularien, wann sie wie handeln darf. Das wird hier sicherlich nicht anders gewesen sein. Es mag durchaus sein, dass ein Gericht im Nachgang zu einer völlig anderen Einschätzung einer Sachlage kommt, wie die Damen und Herren der BaFin. Die BaFin aber als „den Hauptschuldigen hinzustellen“ im Vorgang Lombardium, geht völlig am Thema vorbei. Sie waren über Jahre in viele Vorgänge im Hause Lombardium eingebunden. Sie haben das Konstrukt nach eigenen Angaben einst konzipiert, wobei ich Ihnen niemals unterstellen würde, auch den Verlust der Anlegergelder in dieser Größenordnung konzipiert zu haben. Im Gegenteil, ich kann mir vorstellen, dass Sie selber über die Entwicklung des gesamten Vorganges nicht glücklich sind, um das mal milde auszudrücken. Letztlich hatten Sie über Jahre eine gute Position mit guter, angemessener Bezahlung in dem Unternehmen. Davon darf ich sicherlich ausgehen. Was mir fehlt, sehr geehrter Herr Riedlinger, ist ganz einfach die kritische Auseinandersetzung von Ihrer Seite her mit den Personen, die dort im Unternehmen Vermögen geklaut, Anleger betrogen haben und Ihr wohlgemeintes Konstrukt zu ihrem finanziellen Vorteil ausgenutzt haben.

Hier sind Gelder zum Beispiel für Kunstwerke bezahlt worden in Höhe von 1 Million Euro (wohlgemerkt, das was an Geld herausgegangen ist) für Künstler, deren Werke bis zu diesem Zeitpunkt einen maximalen Marktwert von 20.000 Euro hatten. Unterstellt man einmal das Sicherheitskonzept des Pfandhauses, dann müsste dieses exemplarisch genannte Kunstwerk, einen Schätzwert von 2 Millionen Euro gehabt haben. Mit Verlaub Herr Riedlinger, solcher Fälle gibt es einige, und nicht wenige.

Je mehr man dort in die Tiefe der Aufklärung einsteigt, umso haarsträubender werden manche Geschäfte dann im Nachhinein. Erklären Sie mir doch einmal, warum zum Beispiel aus Anlegergeldern einem Ehepaar Stammkapital bzw. im weiteren dann Kapital für eine Kapitalerhöhung zur Verfügung gestellt wird? Genau dieses Ehepaar zeichnet dann in der Folge scheinbar für die Werteinschätzung der Kunstwerke verantwortlich. Hat das nicht ein „Geschmäckle“, was meinen Sie? Auch die Geschichte mit den Oldtimern, die Ihnen sicherlich bekannt ist, wie auch die Geschichte mit der Kiesgrube und die Sache mit dem „Berliner Griechen“. Mensch Herr Riedlinger, Sie beschimpfen eine Mücke und lenken von Elefanten und Nilpferden ab. Ist das wirklich Ihr Ernst? Sagen Sie doch mal dem Anleger, seit wann die Vermittler zum Beispiel wussten, dass es im Pfandhaus nicht so lief, wie man es dem Kunden verkauft hatte! Nochmals Herr Riedlinger, jetzt ist Aufklärung angesagt, nicht Schuldzuweisung. Wer Schuld an was hatte, soll dann bitte ein deutsches Gericht in einem Urteil feststellen.

16 Kommentare

  1. Chris 17. Oktober 2017
  2. Ingeborg 11. Oktober 2017
    • Roberto Rastapopoulos 16. Oktober 2017
  3. Karl-Reiner Riedlinger 9. Oktober 2017
    • Roberto Rastapopoulos 9. Oktober 2017
    • Michael aka "Fake-Fuzzi" 10. Oktober 2017
  4. Der tut hier nichts zur Sache 6. Oktober 2017
    • Karl-Reiner Riedlinger 6. Oktober 2017
    • Chris 10. Oktober 2017
  5. Karl-Reiner Riedlinger 5. Oktober 2017
    • Arbab 6. Oktober 2017
      • Karl-Reiner Riedlinger 6. Oktober 2017
        • 123 8. Oktober 2017
          • Karl-Reiner Riedlinger 9. Oktober 2017
          • Roberto Rastapopoulos 9. Oktober 2017
      • Roberto Rastapopoulos 6. Oktober 2017

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