Lombardium, Geld verlieren wollte hier bestimmt kein Anleger

„Auch ich habe in diese Lombardiumfonds investiert, natürlich nicht um damit Geld zu verlieren, sondern um das Geld sicher anzulegen. Da war sicherlich auch das Interesse vieler anderer Anleger, da bin ich mir sicher.“ So fängt unser Gespräch mit einer Anlegerin an, die sich nach unseren Berichten bei uns gemeldet hat.

„Ich hatte gerade erst 30.000 Euro mit der Anlage in Schiffsfonds verloren, die mir von meiner Bank empfohlen wurden, als ich über einen Bekannten ein „todsicheres Investment“ angeboten kam. Er habe selber gerade erst 50.000 Euro dort angelegt, so berichtete er mir ganz stolz. Sicherlich auch, um mich von dem Investment zu überzeugen, denn wie er mir erzählte, würde er das Investment auch an gute Bekannte und Freunde empfehlen. Das Investment wäre sicher wie Gold, würde aber Zinsen bringen. Nun, das hatte mich dann doch neugierig gemacht und ich machte dann einen Termin mit meinem Bekannten und einem weiteren Berater aus, der „mir besonders viel zu dem Produkt erläutern könnte“. Besagter Beratungstermin kam, und man stellte mir in einer zweistündigen Beratung das „Pfandgeschäft“ vor. Pfand gegen Geld, das leuchtete dann auch mir ein. Um dem Ganzen dann noch das i-Tüpfelchen aufzusetzen, übergab man auch mir dieses Rating vom Unternehmen Checkanalyse aus Hamburg, sogar mit dem Hinweis, dass auch der Analyst selber dort Geld angelegt habe. Nun, was gab es da für mich noch selber zu überlegen. 80.000 Euro habe ich dann in die Beteiligungen investiert. Nun droht mir ein Totalverlust, denn die führenden Personen in dem Unternehmen waren wohl nicht ehrlich und haben das Geld für viele andere Dinge ausgegeben, die nichts mit Pfändern zu tun hatten. Es ist gut, dass hier die Staatsanwaltschaft ermittelt, aber auch ich verstehe nicht, wieso die Staatsanwaltschaft Hamburg die kriminellen Verantwortlichen nicht in Haft nimmt. Was hat die Hamburger Staatsanwaltschaft zu verbergen? Waren einige dieser Damen und Herren dann Gast des Lombardiumcups in Hamburg, diesem großen Tennisevent in Hamburg? Auch mir hatte man vier Karten dazu zur Verfügung gestellt. Ich konnte dann aber terminlich nicht dort als Besucher teilnehmen. Vielleicht hat ja auch die Hamburger Politik und Justiz da Freikarten bekommen. Man weiß es ja nicht.

Von meiner Bank wurde ich derweil für mein Schiffsfondsdesaster entschädigt. Da habe ich mein Geld wiederbekommen. Ich habe mir auch hier einen Rechtsanwalt genommen um wenigstens einen Teil meines Geldes wiederzubekommen.

Ich finde es beschämend, dass Menschen offensichtlich von Beginn an bereit waren, nicht ehrlich zu arbeiten. Da verliert man dann sein Vertrauen in Menschen. Ich will hier auch nicht jammern, aber manchmal hilft es sich den Frust von der Seele zu schreiben bzw. zu erzählen.“

 

2 Kommentare

  1. BaFinFan 7. August 2017
  2. JS 7. August 2017

Kommentar hinterlassen