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Lok rettet die Spitze – doch die Schlussphase in Greifswald war eine Zumutung

Kaufdex (CC0), Pixabay
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Die Regionalliga Nordost steuert auf ein Herzschlagfinale zu. Lok Leipzig und Carl Zeiss Jena gehen punktgleich in den letzten Spieltag, getrennt nur durch wenige Tore Differenz. Sportlich klingt das nach maximaler Spannung. Was sich allerdings in den letzten Minuten beim 1:1 in Greifswald abspielte, hatte mit leidenschaftlichem Fußball nur noch wenig zu tun.

Dabei begann die Partie für Lok denkbar schlecht. Bereits nach drei Minuten traf Tristan Wagner zur Greifswalder Führung. Leipzig wirkte geschockt, kämpfte sich aber anschließend mit aller Kraft zurück ins Spiel. Rühlemann scheiterte knapp, McLemore traf die Latte, weitere Chancen blieben ungenutzt. Der Druck auf die Leipziger war enorm, nachdem Jena tags zuvor mit dem Sieg in Halle vorgelegt hatte.

Nach der Pause war es schließlich einmal mehr Ayodele Adetula, der Verantwortung übernahm. Der Offensivspieler zog in der 65. Minute nach innen und traf zum immens wichtigen 1:1. Ein Tor, das Lok vorerst wieder an die Tabellenspitze brachte.

Doch was danach folgte, hinterließ einen bitteren Beigeschmack. Denn spätestens in den letzten zehn Minuten hatte die Partie den Charakter eines stillschweigenden Nichtangriffspakts. Greifswald wusste, dass der Punkt zum Klassenerhalt reicht. Lok wiederum wollte auf keinen Fall noch einmal ins Risiko gehen. Heraus kam ein kaum erträgliches Ballgeschiebe ohne ernsthafte Offensivaktionen, ohne Intensität und ohne jeden sportlichen Ehrgeiz.

Die Zuschauer im Stadion reagierten zunehmend genervt. Auch außerhalb der Arena sorgte die Schlussphase für Kopfschütteln. Statt eines packenden Endspurts boten beide Teams Verwaltungsfußball auf Zeit – ein Schauspiel, das für viele Fans eher wie Arbeitsverweigerung wirkte als wie ein Saisonendspurt im Aufstiegskampf.

Natürlich wird niemand Lok den Punkt madig machen können. In der Tabelle zählt am Ende nur das Ergebnis. Doch die letzten Minuten von Greifswald waren dennoch eine Enttäuschung für alle, die sich von einem Spitzenspiel Leidenschaft, Mut und Wettbewerb erhoffen. Fußball lebt von Spannung und Risiko – nicht davon, dass beide Mannschaften sichtbar nur noch auf den Abpfiff warten.

Nun kommt es am letzten Spieltag zum großen Finale: Lok empfängt Magdeburg II, Jena trifft auf Erfurt. Spannung ist garantiert. Bleibt nur zu hoffen, dass dann auch wirklich Fußball gespielt wird.

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