In der westfranzösischen Stadt Nantes ist ein 15-jähriger Junge bei einer Schießerei getötet worden. Zwei weitere Jugendliche im Alter von 13 und 15 Jahren wurden verletzt. Die französische Staatsanwaltschaft geht von einer Tat im Zusammenhang mit Drogenkriminalität aus.
Laut Innenminister Laurent Nuñez eröffneten mehrere maskierte Täter mit Sturmgewehren das Feuer auf die Jugendlichen. Die Angreifer trugen Sturmhauben und flüchteten anschließend.
Der 15-Jährige starb noch am Tatort. Die beiden verletzten Jungen befinden sich inzwischen außer Lebensgefahr.
Der Staatsanwalt von Nantes sprach von einer möglichen „Abrechnung“ im Zusammenhang mit Drogengeschäften. Gleichzeitig betonte Innenminister Nuñez, dass bislang nicht feststehe, ob die Opfer selbst in kriminelle Aktivitäten verwickelt gewesen seien.
„Das bedeutet nicht automatisch, dass die Jugendlichen Teil des Drogenhandels waren“, sagte er.
Die Familie des getöteten Jungen weist jeden Zusammenhang mit Drogenkriminalität entschieden zurück.
Seine Tante erklärte gegenüber französischen Medien, ihr Neffe sei „kein Krimineller“ gewesen. Er habe lediglich einen Freund besuchen wollen und sei „zur falschen Zeit am falschen Ort“ gewesen.
Die Tat ereignete sich im Arbeiterviertel Port-Boyer in Nantes. Augenzeugen berichteten von zwei längeren Salven mit jeweils etwa zehn Schüssen.
Eine Anwohnerin schilderte, mehrere schwarz gekleidete und vermummte Personen seien nach den Schüssen durch die Grünanlagen geflüchtet.
Die Mutter eines verletzten Jugendlichen brach laut Berichten am Tatort zusammen und schrie verzweifelt aus ihrem Auto heraus.
Besonders alarmierend: Bereits Ende vergangenen Monats war im selben Viertel ein Mann bei einer ähnlichen Schießerei getötet worden. Auch damals vermuteten Ermittler einen Zusammenhang mit dem Drogenhandel.
Die Bürgermeisterin von Nantes, Johanna Rolland, sprach von einem Land, das zunehmend unter der Gewalt des Drogenmilieus leide. Sie forderte massive Polizeieinsätze, um die Täter schnell zu finden.
Frankreich verzeichnet seit Jahren einen deutlichen Anstieg von Gewalt im Zusammenhang mit Drogenbanden – auch außerhalb klassischer Brennpunkte wie Marseille.
Nach Angaben des französischen Justizministeriums hat sich die Zahl minderjähriger Beteiligter im Drogenhandel in den vergangenen acht Jahren mehr als vervierfacht.
Mehrere französische Städte führten zuletzt nächtliche Ausgangssperren für Jugendliche ein, um der eskalierenden Gewalt entgegenzuwirken.
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