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Lok Leipzig muss in Halbzeit zwei endlich mutiger werden – sonst droht wieder das bittere Ende

geralt (CC0), Pixabay
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Noch steht es 0:0 zwischen Lok Leipzig und den Würzburger Kickers im Hinspiel der Aufstiegsrelegation zur 3. Liga. Doch schon nach den ersten 45 Minuten ist klar: Wenn Blau-Gelb heute nicht deutlich zulegt, könnte der Traum vom Aufstieg erneut zur Zitterpartie werden.

Die Stimmung im Bruno-Plache-Stadion ist überragend, die Fans peitschen ihre Mannschaft nach vorn, doch auf dem Platz wirkte Lok in vielen Szenen noch zu nervös und teilweise zu passiv. Würzburg zeigte von Beginn an, warum diese Mannschaft alles andere als ein angenehmer Gegner ist. Vor allem offensiv machten die Gäste immer wieder deutlich, dass sie brandgefährlich werden können.

Besonders die Szenen in der 24. und 25. Minute dürften vielen Lok-Fans einen kleinen Schock versetzt haben. Erst rettete Keeper Naumann mit einer Weltklasse-Parade gegen Nischalke, Sekunden später krachte ein Kopfball von Bonga sogar an die Latte. Da hatte Lok Leipzig richtig Glück, nicht plötzlich hinten zu liegen.

Und genau das ist der Punkt:
Lok spielt bislang zu vorsichtig.

Natürlich merkt man beiden Teams die Bedeutung dieses Spiels an. Niemand will den ersten Fehler machen. Doch wer aufsteigen will, muss solche Spiele irgendwann auch mutig annehmen.

Immerhin:
Nach etwa 25 Minuten wurde Lok stärker. Vor allem Öztürk sorgt immer wieder für Gefahr, sucht die Eins-gegen-Eins-Situationen und bringt Tempo ins Leipziger Spiel. Auch Adetula kam zuletzt besser in die Partie. Doch insgesamt fehlt noch zu oft die letzte Konsequenz im letzten Drittel.

Die Würzburger wirken aktuell abgeklärter, körperlich robust und gefährlich bei schnellen Umschaltsituationen. Lok dagegen leistet sich noch zu viele einfache Ballverluste und spielt manche Angriffe nicht sauber zu Ende.

Dabei darf man eines nicht vergessen:
Heute geht es nicht darum, Meisterschaftspunkte zu sammeln.
Heute geht es darum, sich eine richtig gute Ausgangsposition für das Rückspiel in Würzburg zu erarbeiten.

Denn eines ist jetzt schon sicher:
In Würzburg wird die Hütte genauso brennen wie heute in Leipzig.

Und genau deshalb muss Lok jetzt in der zweiten Halbzeit einen Zahn zulegen.

Mehr Mut.
Mehr Tempo.
Mehr Zug zum Tor.

Mit einem harmlosen 0:0 oder gar einer Niederlage fährt man sonst mit enormem Druck nach Franken. Und die Erinnerungen an vergangene verpasste Aufstiegschancen schweben ohnehin schon über diesem Verein.

Lok hat die Qualität, dieses Spiel zu gewinnen.
Aber dafür muss die Mannschaft jetzt endlich zeigen, dass sie wirklich in die 3. Liga will.

Die Fans liefern längst Drittliganiveau.
Jetzt müssen die Spieler nachziehen.

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