Also ehrlich…
Während andere Vereine ihre Neuzugänge mit Lasershow, Instagram-Livestream, Nebelmaschine und einem dreiteiligen Imagefilm präsentieren, macht Lok Leipzig das wie ein echter Traditionsverein.
Der Neue spielt einfach schon mal mit.
14:0 gewonnen.
Irgendwo zwischen dem achten und zwölften Tor schaut einer auf den Spielbericht und fragt:
„Sag mal… wer ist eigentlich der Schierack?“
Antwort:
„Na unser Neuer!“
„Seit wann?“
„Seit eben…“
Herrlich!
Genau so muss Fußball sein.
Keine wochenlangen Gerüchte.
Keine „Here we go“-Experten.
Keine Flughafenbilder.
Keine „medizinischen Checks“, die länger dauern als eine Herztransplantation.
Einfach Trikot anziehen, auflaufen und Fußball spielen.
Simon Schierack kommt aus der Nachwuchsschule von RB Leipzig. Das muss man als Lok-Fan natürlich erst einmal verdauen. Aber anschließend ging’s nach Breslau – und jetzt eben nach Probstheida. Also alles wieder im grünen Bereich.
Und wenn Toni Wachsmuth sagt, man habe ihn zwei Jahre beobachtet, dann glaube ich das sogar.
Bei Lok wird eben noch gearbeitet.
Andere scouten mit Algorithmen.
Wir mit Fernglas.
Besonders sympathisch:
Der Junge sagt nicht, dass Lok für ihn der „nächste Karriereschritt“ oder die „perfekte Plattform“ sei.
Nein.
Er spricht von Tradition.
Von Fans.
Von Stolz.
Allein dafür hat er sich schon die erste Bratwurst verdient.
Und während andere Vereine wegen 30 Grad ihre Testspiele absagen, diskutieren irgendwo wieder Funktionäre über Reformen, Aufstiege und Sitzungsprotokolle.
In Probstheida interessiert viel mehr:
Kann der Junge einen vernünftigen Pass spielen?
Ja?
Na dann herzlich willkommen!
Fazit eines Lok-Fans:
Wenn einer klammheimlich kommt, Fußball spielen kann und sich nicht wichtiger nimmt als der Verein, dann passt das schon.
Jetzt noch den Regionalliga-Irrsinn abschaffen, Meister aufsteigen lassen und irgendwann wieder dahin, wo Lok hingehört.
Denn eines ist sicher:
In Probstheida wird nicht nach Instagram-Followern gespielt.
Sondern für das blau-gelbe Trikot.
Und das ist auch gut so.
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