Startseite Allgemeines Life Forestry Switzerland AG :Was für eine Überraschung: 200 Millionen weg – aber die Bäume wachsen ganz wunderbar
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Life Forestry Switzerland AG :Was für eine Überraschung: 200 Millionen weg – aber die Bäume wachsen ganz wunderbar

GiselaFotografie (CC0), Pixabay
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Es gibt Mails, die liest man zweimal.
Nicht, weil sie so kompliziert sind – sondern weil man hofft, sie beim ersten Mal falsch verstanden zu haben.

Doch nein:
Hier schreibt eine Gesellschaft, die rund 200 Millionen Euro von 7.000 Anlegern eingesammelt hat, und erklärt jetzt – mit bemerkenswerter Gelassenheit – warum am Ende wohl… nicht mehr viel übrig bleiben dürfte.

Die gute Nachricht: Die Bäume wurden liebevoll behandelt

Zunächst einmal Entwarnung:
Die Teakbäume wurden selbstverständlich nach internationalen Standards bewirtschaftet.

Man hat sogar Bäume gefällt – allerdings nur aus reiner Fürsorge.
„Sanitäre Ausforstung“ nennt sich das.

Übersetzt heißt das ungefähr:
Die Bäume, die weg sind, bringen kein Geld, aber dafür haben die anderen jetzt mehr Platz zum Wachsen.

Das ist doch schön.

350 von 1.100 – klingt irgendwie vertraut

Besonders beruhigend ist auch die Logik der Plantage:
Von rund 1.100 gepflanzten Bäumen pro Hektar bleiben am Ende nur 350 bis 400 übrig, die überhaupt wirtschaftlich interessant sind.

Oder anders gesagt:
Zwei Drittel der Investition waren von Anfang an eher… dekorativ.

Aber keine Sorge:
Das stand ja alles irgendwo in einer Broschüre.

Und dann kam… die Realität

Leider – völlig überraschend natürlich – kam dann die Realität dazwischen:

  • Corona
  • fallende Holzpreise
  • Iran-Krise
  • steigende Ölpreise

Kurz gesagt:
Alles, nur nicht die versprochenen Renditen.

Dass Märkte schwanken, ist ja bekannt.
Dass sie aber immer genau dann schwanken, wenn Anleger Geld zurückhaben wollen, ist schon fast eine Naturkonstante.

Ernte? Ja… irgendwann vielleicht

Die Bäume sind übrigens fast erntereif.
Also eigentlich.
Vielleicht.
Eventuell nächstes Jahr.

Oder doch erst später – wegen „Erntestau“.

Man kennt das ja:
Wenn 200 Millionen Euro im Spiel sind, kann es schon mal etwas dauern.

Und dann noch die Kleinigkeit mit der Insolvenz

Ach ja – das Unternehmen ist übrigens insolvent.

Aber keine Panik:
Es gibt schon eine neue Gesellschaft!

Die übernimmt jetzt alles.
Und das Beste:
„Soweit ich weiß, fallen keine Kosten an.“

Dieser Satz ist wahrscheinlich der ehrlichste in der ganzen Mail.
Denn wenn jemand „soweit ich weiß“ schreibt, weiß man:
Er weiß es selbst nicht so genau.

Fazit

Unterm Strich bleibt eine Botschaft, die man selten so charmant verpackt liest:

  • Das Geld ist investiert
  • die Bäume wachsen
  • die Preise sind schlecht
  • die Firma ist pleite
  • aber irgendwie geht’s weiter

Oder, etwas direkter formuliert:

Ihr Geld steht jetzt im Wald.
Und der Wald hat Zeit.

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