Der vielfach ausgezeichnete Journalist und langjährige New Yorker Nachrichtensprecher Ernie Anastos ist im Alter von 82 Jahren gestorben. Das bestätigte der Fernsehsender WABC, nachdem seine Familie den Tod des Moderators mitgeteilt hatte. Weitere Details zu den Umständen wurden zunächst nicht bekannt gegeben.
Während einer Nachrichtensendung würdigte WABC-Moderator Bill Ritter seinen ehemaligen Kollegen und Freund als eine prägende Persönlichkeit des Journalismus in New York. „Er war eine Nachrichtenlegende in New York und im gesamten Tri-State-Gebiet“, sagte Ritter. „Er war etwas Besonderes – unabhängig von politischen Ansichten.“
Anastos war über viele Jahre eine feste Größe im New Yorker Fernsehen. Von 1978 bis 1989 moderierte er die Nachrichten bei Channel 7 Eyewitness News. Zuvor und danach arbeitete er unter anderem bei den Sendern WWOR, WCBS und WNYW (Fox 5).
Neben seiner Fernseharbeit moderierte er auch die Radiosendung „Positively Ernie“ beim Sender WABC 770 AM.
In seiner jahrzehntelangen Karriere berichtete Anastos über zahlreiche prägende Ereignisse der US-Geschichte. Dazu gehörten unter anderem:
die Terroranschläge vom 11. September 2001
die COVID-19-Pandemie
der Mord an John Lennon im Jahr 1980
Anastos befand sich damals sogar in der Nähe des Wohnhauses des Beatles-Stars, kurz bevor dieser erschossen wurde. Später trat er auch in der Dokumentation „Eyewitness to the Death of John Lennon“ (2020) auf.
Für seine journalistische Arbeit erhielt Anastos mehr als 30 Emmy-Auszeichnungen und Nominierungen sowie einen Lifetime Emmy Award für sein Lebenswerk.
Er studierte Soziologie an der Northeastern University und erhielt später mehrere Ehrendoktorwürden, unter anderem vom New York Institute of Technology, vom Marist College, vom Manhattanville College, vom Curry College und von der Sacred Heart University.
Seine ersten journalistischen Stationen hatte er in Boston und Providence (Rhode Island), bevor er zu einem der bekanntesten Nachrichtensprecher New Yorks wurde.
In einem Interview sprach Anastos einmal darüber, was ihm seine Arbeit als Nachrichtenmoderator bedeutete. Besonders bewegend seien für ihn Begegnungen mit Zuschauern gewesen.
„Manchmal erzählen sie dir von einem Kommentar, den du gemacht hast – etwas sehr Persönliches“, sagte er. „Dann merkt man, dass sie wirklich zugehört haben und nicht einfach nur weitergezappt haben.“
Mit seinem Tod verliert New York eine der prägendsten Stimmen des lokalen Fernsehjournalismus der vergangenen Jahrzehnte.
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