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Lebensversicherungen

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Die Lebensversicherung ist ein Versicherungsvertrag, der bei Eintreten eines bestimmten Ereignisses die Zahlung einer Leistung vorsieht. Dies können zum Beispiel der Todesfall der versicherten Person oder das Erleben eines bestimmten Zeitpunkts wie des 65. Geburtstages sein. Zwei Formen der Lebensversicherung sind in Deutschland weit verbreitet: die Risikolebensversicherung und die Kapitallebensversicherung.

Die Risikolebensversicherung sichert ausschließlich das Leben der versicherten Person ab. Stirbt diese während der Vertragslaufzeit, erhält die begünstigte Person die vereinbarte Leistung. Dies ist besonders bei Familien wichtig, damit im Todesfall die Situation nicht durch finanzielle Sorgen zusätzlich belastet wird.

Die Kapitallebensversicherung kombiniert die Risikolebensversicherung mit einem Sparvertrag. Dies bedeutet, dass die vertragliche vereinbarte Leistung nicht nur beim Tod der versicherten Person ausbezahlt wird, sondern auch, wenn diese ein bestimmtes Alter erreicht. Damit ist die Kapitallebensversicherung Risikovorsorge und Instrument der Altersvorsorge zugleich. Denkbar ist sie zum Beispiel in konventioneller Form, aber auch als Fondsgebundene Lebensversicherung.

Die Kapitallebensversicherung wird immer wieder aus verschiedenen Gründen kritisiert. Zum einen gehört sie nicht zu den flexiblen und transparenten Produkten, insbesondere bei den erzielten Überschüssen. Aufgrund der zum Teil sehr langen Laufzeit existiert das Risiko, dass externe Änderungen (Krankheit, Arbeitslosigkeit, Scheidung oder andere) dazu führen, dass eine Kapitallebensversicherung nicht länger fortgeführt werden kann. Dann erhält der Verbraucher den Rückkaufswert ausbezahlt, der insbesondere in den ersten Jahren zum Teil deutlich kleiner ist als die gezahlten Beiträge. Dies liegt daran, dass der Beitrag nur einen bestimmten Sparanteil hat, aber eben auch einen Kostenanteil. Gerade die Abschlusskosten sind zu Beginn des Vertrages zu entrichten und sorgen für die geringen Rückkaufswerte in den ersten Jahren.

Quelle:VBZ NRW

1 KOMMENTAR

  1. Auch wenn Lebensversicherungen längst nicht mehr so häufig abgeschlossen werden, wie es noch vor einigen Jahren der Fall war, so besitzt fast jeder zweite Bürger eine Kapitallebensversicherung. Die meisten Versicherungspolicen werden bis an das Ende ihrer Laufzeit bespart, so dass im Anschluss eine Auszahlung an den Versicherungsnehmer erfolgen kann. Allerdings gibt es zunehmend mehr Menschen, die an einer vorzeitigen Auszahlung interessiert sind und deshalb ihre Kapitallebensversicherung kündigen möchten. Die Gründe, aus welchen sich die Versicherungsnehmer für eine Kündigung der Kapitallebensversicherung entscheiden, können ganz unterschiedlich sein. Sehr häufig ist es so, dass die Menschen in finanziellen Schwierigkeiten stecken und sich Kapital beschaffen möchten. Sie kündigen die Lebensversicherung damit ihnen das eingezahlte Kapital bzw. ein Teil davon ausgezahlt wird. Des Weiteren entscheiden sich auch etliche Menschen für die Lebensversicherungskündigung, weil sie der Meinung sind, dass sie den Versicherungsschutz nicht benötigen oder mit anderen Finanzprodukten bessere Renditen erzielen können. Die vorzeitige Kündigung bzw. Auszahlung einer Lebensversicherung stellt im Normalfall überhaupt kein Problem dar. Je nach Versicherungsgesellschaft können die Policen innerhalb kürzester Zeit gekündigt werden. Zwar müssen im Rahmen der Kündigung die jeweiligen Kündigungsfristen beachtet werden, doch diese erstrecken sich über keinen besonders langen Zeitraum. Sollte man den Versicherungsbetrag jedoch umgehend benötigen, so sollte man im Vorfeld mit der Versicherungsgesellschaft klären, ob eine ausreichend schnelle Auszahlung überhaupt vorgenommen werden kann.

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