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Labour nach Wahlklatsche im Panikmodus: Wird Starmer jetzt selbst zum Problem?

Foto-Rabe (CC0), Pixabay
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Die Stimmung innerhalb der britischen Labour-Partei kippt offenbar dramatisch. Nach den verheerenden Ergebnissen bei den jüngsten Regional- und Kommunalwahlen wächst der Druck auf Premierminister Keir Starmer massiv. Hinter den Kulissen wird längst nicht mehr nur über Kurskorrekturen gesprochen – sondern offen über einen möglichen Abgang des Parteichefs.

Mehr als 20 Labour-Abgeordnete sollen inzwischen öffentlich oder intern gefordert haben, Starmer müsse entweder zurücktreten oder zumindest ein Ablaufdatum für seine Amtszeit nennen.

„Die Leute hassen Keir“

Besonders brisant: Viele Labour-Abgeordnete machen laut britischen Medien inzwischen nicht mehr die Partei selbst für das Wahldesaster verantwortlich – sondern Starmer persönlich.

„An den Haustüren gab es nur ein Thema: Keir“, soll ein Labour-Abgeordneter erklärt haben. „Wenn er uns in die nächste Wahl führt, sind wir tot.“

Ein anderer Parlamentarier aus einem Gebiet, in dem die Reform-Partei massive Gewinne einfahren konnte, wird noch deutlicher: Die Wähler würden Labour gar nicht grundsätzlich ablehnen – „aber sie hassen Keir“.

Damit wird sichtbar, was in Westminster seit Wochen hinter vorgehaltener Hand diskutiert wird: Starmer könnte vom Hoffnungsträger zur Belastung geworden sein.

Loyalitätsbekundungen wirken wie Alarmzeichen

Offiziell geben sich führende Labour-Minister weiter demonstrativ loyal. Wirtschaftsminister Peter Kyle erklärte etwa, man dürfe „nicht nur dem Chef die Schuld geben“.

Doch genau diese öffentlichen Treueschwüre gelten in London bereits als Warnsignal. Denn normalerweise müsse man die Unterstützung eines Premierministers gar nicht ständig betonen.

Mehrere Beobachter sprechen inzwischen von echter Nervosität innerhalb der Downing Street.

Wartet Labour auf Andy Burnham?

Besonders interessant: Innerhalb des linken Parteiflügels scheint sich bereits ein möglicher Nachfolger herauszukristallisieren – Andy Burnham, derzeit Bürgermeister von Greater Manchester.

Das Problem: Burnham sitzt aktuell gar nicht im britischen Parlament und kann deshalb formal nicht Labour-Chef werden.

Deshalb fordern manche Parteimitglieder offenbar keinen sofortigen Sturz Starmers, sondern lediglich einen Zeitplan für seinen Rückzug. Damit hätte Burnham genug Zeit, nach Westminster zurückzukehren.

Sollte die Parteiführung ihm erneut eine Kandidatur verwehren, könnte die Lage eskalieren. Ein Labour-Abgeordneter warnte bereits vor „meuterungsähnlicher Stimmung“ in der Fraktion.

Historische Verluste erschüttern Labour

Die Wahlergebnisse haben die Partei bis ins Mark getroffen.

In Wales verlor Labour erstmals seit Jahrzehnten seine dominante Stellung. In einzelnen Kommunen verloren sogar die lokalen Spitzenpolitiker aller großen Parteien gleichzeitig ihre Sitze.

Während Labour abstürzte, profitierte vor allem die rechte Reform-Partei massiv. Die Konservativen wiederum wurden vielerorts regelrecht marginalisiert.

Das politische System Großbritanniens wirkt zunehmend fragmentiert – und Labour steckt mitten im Chaos.

Starmer setzt alles auf die nächste Woche

Noch denkt Starmer offenbar nicht an Rücktritt. Für kommende Woche plant er eine große Grundsatzrede sowie ein neues Gesetzespaket.

Doch selbst enge Vertraute räumen inzwischen ein: Sollte auch dieser Auftritt scheitern, könnte die Diskussion über seine politische Zukunft endgültig außer Kontrolle geraten.

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