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Krisendiplomatie

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Einen Tag vor dem EU-Gipfel laufen heute in Europa die Krisengespräche wegen des britischen „Brexit“-Votums auf Hochtouren. In Brüssel berät die EU-Kommission am Nachmittag über Konsequenzen aus dem Referendum, bei dem knapp 52 Prozent der Briten für einen EU-Austritt ihres Landes gestimmt hatten. Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini trifft US-Außenminister John Kerry, der am selben Tag in London auch noch mit seinem Amtskollegen Philip Hammond über den Brexit sprechen will.In den EU-Institutionen laufen bereits auf hohen diplomatischen Ebenen Gespräche zur Vorbereitung des „Brexit“ – ohne britische Vertreter. Das sei „normal“, ist aus EU-Kreisen zu vernehmen. „Wir bereiten uns auf die Verhandlungen mit Großbritannien vor. Das sind Informelle Treffen, zu denen selbstverständlich keine Vertreter Großbritanniens eingeladen werden“, so ein Vertreter der Union gestern. Der britische Premier David Cameron verstehe das, hieß es.

Die großen Notenbanken stellen sich nach der Entscheidung der Briten für einen EU-Ausstieg auf anhaltende Turbulenzen auf den Finanzmärkten ein. Großbritannien sei eng in die Weltwirtschaft integriert und beherberge auch einige der weltweit wichtigsten Finanzzentren, sagte der Generaldirektor der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), Jaime Caruana, gestern auf der Jahresversammlung in Basel. „Es wird wahrscheinlich eine Zeit der Unsicherheit und Anpassung geben.“ Er sei aber zuversichtlich, dass sich die Unsicherheit durch Zusammenarbeit auf globaler Ebene eingrenzen lasse und Anpassungen so reibungslos wie möglich erfolgten.

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