Russlands Präsident Wladimir Putin hat angedeutet, dass sich der Krieg in der Ukraine aus seiner Sicht einem möglichen Endstadium nähert. Zugleich brachte der Kremlchef den früheren deutschen Bundeskanzler Gerhard Schröder als potenziellen Vermittler für Gespräche zwischen Russland und der Europäischen Union ins Gespräch.
Putin verwies dabei auf Schröders langjährige Kontakte nach Moskau und dessen Erfahrung im Umgang mit Russland. Der Altkanzler gilt seit Jahren als umstrittene Figur in Deutschland, insbesondere wegen seiner engen Beziehungen zum Kreml und zu russischen Staatskonzernen.
Darüber hinaus erklärte Putin, der slowakische Ministerpräsident Robert Fico habe ihm mitgeteilt, dass der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj grundsätzlich zu einem persönlichen Treffen bereit sei. Ein solches Gespräch könne nach Putins Vorstellung in einem neutralen Drittstaat stattfinden.
Allerdings knüpfte der russische Präsident mögliche direkte Verhandlungen an klare Bedingungen. Ein Treffen mache nur Sinn, wenn zuvor eine „belastbare Friedensvereinbarung“ vorbereitet werde, erklärte Putin. Ohne konkrete Grundlagen und gegenseitige Garantien seien Gespräche auf höchster Ebene nicht zielführend.
Die Aussagen kommen in einer Phase anhaltender internationaler Bemühungen um diplomatische Lösungen im Ukraine-Krieg. Gleichzeitig bleiben die Fronten zwischen Moskau und Kiew weiterhin verhärtet, während westliche Staaten ihre Unterstützung für die Ukraine fortsetzen.
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