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Kraft, Krimi, Keksnerven: Deutschland wirft Frankreich raus – trotz Haarzieherei und Fußdrama

aescdtle_art (CC0), Pixabay
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Wer braucht Elf Freunde, wenn man Ann-Katrin Berger im Tor hat? Deutschland hat sich am Samstag in einem dramatischen EM-Viertelfinale gegen Frankreich durchgesetzt – inklusive roter Karte, verschossenem Elfer, 120 Minuten Krampf und einem Elfmeterschießen, das sich wie ein Netflix-Thriller anfühlte. Endstand: 1:1 nach Verlängerung, 6:5 im Elfmeterschießen, Schweiß überall.

Was wie ein gemütlicher Fußballabend begann, verwandelte sich schnell in ein haariges Spektakel – wortwörtlich: Kathrin Hendrich zerrte Frankreichs Griedge Mbock Bathy im Strafraum an den Haaren. Die VAR-Kamera sah alles. Rot. Elfmeter. 0:1. 13. Minute. Kein guter Start, dafür ein exzellenter Beitrag zur EM-Highlight-Compilation 2025.

Nüsken auf, Nüsken ab

Doch die DFB-Elf, ohne Kapitänin Gwinn und Power-Teen Wamser, schüttelte sich kurz, spielte weiter – und schlug zu: Sjoeke Nüsken nickte in der 25. Minute nach Ecke von Bühl zum Ausgleich ein. Ihr Motto: Wenn schon Unterzahl, dann wenigstens Gleichstand.

Danach: Frankreich mit viel Ball, wenig Plan. Die beste Szene? Ein Hacken-Tor von Cascarino – leider knapp im Abseits. Als wäre das nicht genug Pech, zählten gleich zwei weitere französische Treffer nicht. Der VAR war offensichtlich kein Fan von „Les Bleues“.

In Minute 69 dann die große Wendechance: Elfmeter für Deutschland, Nüsken tritt an – und verballert. Ja, man kann auch mit der Torfrau warmherzig Bekanntschaft machen, statt das Netz zu zersägen. Peyraud-Magnin sagt Merci.

Verlängerung: Mehr Krampf als Glanz

Mit einer Spielerin weniger und ungefähr acht Pflastern pro Kopf, rettete sich das deutsche Team in die Verlängerung. Dort zeigte sich Frankreich wieder gefährlich – allerdings nur in Form eines Fast-Eigentors von Minge (wäre eine Bewerbung für „Pleiten, Pech & Pannen“) und eines Latteknallers von Malard.

Elfmeterschießen: Berger macht den Neuer

Im Elfmeterschießen wurde dann Ann-Katrin Berger zur menschlichen Wand mit Torinstinkt und Beinschusspräzision. Sie parierte nicht nur zwei Elfer, sondern traf selbst – die Manuel Neuerin, die wir brauchen, wenn es zählt.

Auch wenn Sara Däbritz mal kurz die Latte prüfte – sonst trafen alle. Und Nüsken, eben noch Pechvogel des Spiels, verwandelte eiskalt zum 6:5. Frankreichs Sombath scheiterte – und Deutschland war im Halbfinale.

Fazit:

  • Deutschland ungeschlagen gegen Frankreich bei Großturnieren? ✔️

  • Heldin Berger mit Flugeinlagen wie aus dem Marvel-Universum? ✔️

  • Nerven aus Stahl – oder mindestens aus gut gekühltem Marzipan? ✔️

  • Halbfinale gegen Spanien am Mittwoch um 21:00 Uhr? ✔️

Trainer Christian Wück darf sich also freuen – auch wenn er sicher gehofft hatte, nicht vor dem Halbfinale bereits ein komplettes Drama in Spielfilmlänge serviert zu bekommen.

Deutschland lebt – mit Herz, Haar und Happy End.

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