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Visa-Vendetta: USA streichen brasilianischen Top-Richtern den Zutritt – weil Trump sauer ist

MIH83 (CC0), Pixabay
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Zwischen den USA und Brasilien kracht es derzeit ordentlich – und diesmal geht’s nicht um Samba, Fußball oder Sojabohnen. Sondern um Donald Trump, Fußfesseln und ein Hörbuch voller unangenehmer Wahrheiten.

Am Wochenende verkündete US-Außenminister Marco Rubio im besten Wildwest-Stil: Acht Richter*innen des brasilianischen Obersten Gerichts dürfen ab sofort nicht mehr in die USA einreisen. Die Begründung? Sie seien Teil einer „politischen Hexenjagd“ gegen den brasilianischen Ex-Präsidenten Jair Bolsonaro – so Rubio. Und wenn jemand weiß, wie sich das anfühlt, dann wohl sein Chef: Donald J. Trump, König der juristischen Verstrickungen.

Rubio erklärte auf X (ehemals Twitter, aber immer noch toxisch):

„Ich habe die Visa für Moraes und seine Anti-Bolsonaro-Bande gestrichen – inklusive Familien. Sorry, Brasilien, no Disney World for you.“

Wen genau er mit „Verbündeten“ meinte, blieb offen – außer natürlich, sie tragen Roben und mögen keine Putschversuche.

Putsch, Popcorn, Prozente

Der Hintergrund: Bolsonaro steht in Brasilien wegen versuchtem Umsturz vor Gericht. Und das gefällt weder ihm noch Trump – der mit seinem eigenen Kapitol-Sturm 2021 ein inoffizielles DIY-Handbuch dazu verfasst hatte.
Zur Erinnerung: Bolsonaro-Fans stürmten im Januar 2023 gleich drei Regierungsgebäude in Brasília – inklusive kreativer Performance-Kunst mit Lippenstift auf Justiz-Statuen. Kunstkritikerin Debora Rodrigues bekam dafür 14 Jahre Knast – das nennt man Konsequenz mit Stil.

Trump findet das alles natürlich „völlig unfair“ – und hat deshalb nicht nur die Richter ausgeladen, sondern gleich noch mit 50 % Strafzöllen ab 1. August gedroht. Betroffen: vor allem Brasiliens Kaffeebauern und Rinderfarmer, also genau jene, die Bolsonaro lieben und beim nächsten Barbecue wählen würden. Cleverer Schachzug!

Brasilien schäumt – Latte statt Latte macchiato

Präsident Lula da Silva ist empört. Die Entscheidung sei „willkürlich, grundlos und diplomatisch ein Totalschaden“, ließ er verlauten. „So geht man nicht mit einem Freund um – und schon gar nicht mit einem, der euren Soja-Hunger stillt!“

Auch seine Ministerin Gleisi Hoffmann legte nach: „Das ist keine Außenpolitik, das ist Kindergarten mit Passkontrolle.“ Sogar konservative Medien schütteln den Kopf – die Zeitung „Estado de Sao Paulo“ nannte Trumps Verhalten „inakzeptabel“ und eine „Beleidigung für alle Grillfans mit Demokratieverständnis“.

Bolsonaro kämpft mit Fußfessel – aber ganz tapfer

Der Ex-Präsident selbst zeigt sich derweil von Fußfessel, Ausgehverbot und Social-Media-Verzicht unbeeindruckt. Ob er ins Ausland fliehen will? „Natürlich nicht“, versicherte er. „Ich liebe mein Land! Vor allem von meinem Wohnzimmer aus.“

Sein Sohn Eduardo Bolsonaro lebt übrigens schon seit Februar in den USA und betreibt dort diplomatische TikTok-Strategie – mit Dankesgrüßen an Rubio und patriotischen Selfies unter der Freiheitsstatue.

Fazit:

Ein geopolitisches Drama mit Fußfesseln, TikTok und Visa-Verbot – irgendwo zwischen Telenovela, Tarantino und Talkshow. Bleibt zu hoffen, dass niemand Brasilien das nächste Mal auch noch das Rezept für Caipirinha sperrt.

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