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Konflikt spitzt sich zu: Huthis drohen, UNO warnt vor globalen Folgen

EdenMoon (CC0), Pixabay
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Der Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran droht sich weiter auszuweiten. Die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen kündigten an, militärisch einzugreifen, sollte sich der Konflikt weiter eskalieren. Insbesondere dann, wenn weitere Staaten an der Seite der USA und Israels in den Krieg eintreten oder das Rote Meer für Angriffe gegen den Iran genutzt werde.

Als mögliches Ziel nannten die Huthis die strategisch extrem wichtige Meerenge Bab al-Mandab – eine der zentralen Handelsrouten der Welt. Bereits während des Gaza-Krieges hatten Angriffe der Miliz auf Schiffe im Roten Meer massive Störungen im globalen Handel ausgelöst.

Parallel dazu bemüht sich die UNO um eine Entschärfung der wirtschaftlichen Folgen. Generalsekretär António Guterres will einen Mechanismus schaffen, um zumindest lebenswichtige Güter durch die blockierte Straße von Hormus zu bringen. Im Fokus stehen dabei vor allem Nahrungsmittel, Düngemittel und Medikamente. Ein entsprechendes Modell könnte sich an der Schwarzmeer-Initiative orientieren, die während des Ukraine-Krieges einen Getreidekorridor ermöglichte. Die UNO warnt eindringlich vor Hunger- und Gesundheitskrisen, insbesondere in ärmeren Ländern, sollten die Handelswege weiter blockiert bleiben.

Während diplomatische Lösungen gesucht werden, gehen die militärischen Auseinandersetzungen weiter. Nach iranischen Angaben wurden mehrere Atomanlagen, darunter ein Schwerwasserreaktor bei Arak sowie Anlagen in Buschehr und Ardakan, Ziel von Angriffen durch die USA und Israel. Teheran betonte, es habe weder Verletzte noch radioaktive Freisetzungen gegeben, auch seien keine größeren Schäden entstanden. Unabhängig überprüfen lassen sich diese Angaben bislang nicht. Israel bestätigte die Angriffe und begründete sie mit iranischen Versuchen, zerstörte Anlagen wieder aufzubauen.

Auch im Libanon verschärft sich die Lage. Israelische Bodentruppen sind nach Angaben aus Beirut mehrere Kilometer tief in den Süden des Landes vorgedrungen. Gleichzeitig kam es zu Luftangriffen, unter anderem im Raum Beirut. Die Hisbollah-Miliz meldete Gefechte mit israelischen Einheiten und reklamierte eigene Angriffe für sich.

Zusätzliche Brisanz erhält der Konflikt durch Berichte über einen Angriff auf eine Unterkunft iranischer Diplomaten im Libanon, bei dem mehrere Menschen ums Leben gekommen sein sollen. Teheran verurteilte dies scharf, eine unabhängige Bestätigung steht jedoch aus.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kündigte unterdessen die mögliche Einrichtung einer erweiterten Pufferzone im Süden des Libanon an, um die Hisbollah weiter zurückzudrängen. In der Region wächst die Sorge vor einer groß angelegten Bodenoffensive – und vor einer weiteren Ausweitung des ohnehin bereits hochgefährlichen Konflikts.

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