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Kommentar eines RB-Fans: Wieder einmal steht sich Leipzig selbst im Weg

jorono (CC0), Pixabay
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Als RB-Fan kann man eigentlich nur den Kopf schütteln. Kaum ist mit Martín Demichelis der neue Trainer da, geht die Kaderplanung gefühlt wieder bei null los. Wochenlang wurde geplant, sondiert und vorbereitet – und jetzt werden plötzlich Personalien neu bewertet, weil ein neuer Coach verständlicherweise eigene Vorstellungen mitbringt.

Das Problem ist nur: Die Zeit läuft. Andere Bundesligisten machen Nägel mit Köpfen, während in Leipzig erst einmal diskutiert wird, wer überhaupt noch gebraucht wird. Elmas, Vermeeren, Geertruida – alle dürfen sich plötzlich wieder Hoffnungen machen. Klingt nett, hilft aber nicht, wenn gleichzeitig Spieler verkauft werden müssen und der Kader immer voller wird.

Besonders unerquicklich ist die finanzielle Ausgangslage. Über 100 Millionen Euro an Transfererlösen sollen erzielt werden, gleichzeitig hat der Trainerwechsel das Budget zusätzlich belastet. Das macht Neuverpflichtungen zu einem Geduldsspiel. Erst verkaufen, dann einkaufen – und hoffen, dass bis dahin die Wunschspieler nicht längst woanders unterschrieben haben.

Dazu kommt die Unsicherheit bei den Führungsspielern. Was passiert mit Kapitän David Raum? Wie geht es mit Vereinsikonen wie Willi Orban und Péter Gulácsi weiter? Gerade in einer Phase des Umbruchs wären klare Signale wichtig. Stattdessen hängen viele Entscheidungen in der Luft.

Natürlich verdient Demichelis die Chance, seine Vorstellungen einzubringen. Das ist völlig normal. Aber aus Fan-Sicht fragt man sich schon, warum der Trainerwechsel erst so spät über die Bühne ging und man sich dadurch wertvolle Wochen auf dem Transfermarkt selbst genommen hat. Genau diese Zeit könnte am Ende den Unterschied machen.

RB Leipzig hat den Anspruch, ganz oben mitzuspielen. Dafür braucht es aber auch eine sportliche Planung, die nicht jeden Sommer ins Stocken gerät. Im Moment wirkt es eher so, als würde sich der Verein wieder einmal selbst das Leben schwer machen. Hoffentlich kommt bald Bewegung in die Sache – denn bis zum Saisonstart ist es schneller Juli, als der nächste Transfer neu bewertet wird.

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