Na also, geht doch. Eintracht Frankfurt holt Noel Aseko — und der FC Bayern darf sich mal wieder fragen, ob man da gerade clever kassiert oder den nächsten Spieler ziehen lässt, der anderswo plötzlich regelmäßig Fußball spielen darf.
Erst nach Hannover verleihen, dann für kleines Geld zurückholen, dann für zehn bis zwölf Millionen nach Frankfurt verkaufen: In München nennt man das vermutlich Kaderplanung. Bei uns heißt das: Danke für den vorbereiteten Transfer, wir kümmern uns dann um die Entwicklung.
Aseko soll also bis 2030 unterschreiben, mit Option auf ein weiteres Jahr. Klingt nach einem klaren Plan. Und genau das dürfte auch der Grund sein, warum sich der Junge für die Eintracht entschieden hat. In Frankfurt bekommt man nicht nur schöne Worte, sondern im besten Fall auch Spielzeit, Vertrauen und eine Bühne, auf der man mehr sein darf als Trainingsgruppen-Dekoration an der Säbener Straße.
Natürlich ist die Ablöse kein Taschengeld. Zehn bis zwölf Millionen für einen 20-Jährigen sind eine Ansage. Aber wenn die Eintracht von einem Spieler überzeugt ist, dann hat das in den letzten Jahren ja häufiger ganz ordentlich funktioniert. Während andere Talente sammeln wie Panini-Bilder, versucht Frankfurt, daraus echte Profis zu machen.
Also willkommen, Noel Aseko. Hier gibt es keine Garantie auf Stammplatz, aber immerhin eine realistische Chance. Und falls du einschlägst, können wir uns schon mal auf die ersten Schlagzeilen freuen: „Warum ließ Bayern ihn gehen?“
Ach, diese Fragen beantworten sich manchmal ganz von selbst.
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