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König Charles von Demonstrant wegen Prinz Andrew und Epstein-Verbindung ausgebuht

rachelmatthews7 (CC0), Pixabay
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Bei einem öffentlichen Auftritt in Lichfield (Grafschaft Staffordshire) ist König Charles III. am Montag von einem Demonstranten lautstark mit Fragen zur Epstein-Affäre seines Bruders Prinz Andrew konfrontiert worden. Der Zwischenruf ereignete sich vor dem Lichfield Cathedral, wo der Monarch zu einem offiziellen Besuch erwartet wurde.

Zwischenruf über Andrews Epstein-Verbindungen

Der Mann rief dem König zu:

„Wie lange wussten Sie von Andrew und Epstein? Haben Sie die Polizei gebeten, Andrew zu decken?“

Er fügte hinzu, dass das britische Parlament, das House of Commons, über die Rolle der Royals debattieren sollte. Während Charles die Fragen ignorierte und gelassen weiter Hände schüttelte, reagierten die Umstehenden empört: Eine Frau rief dem Mann zu, er solle „den Mund halten“, während andere lautstark „Three cheers for the King!“ und „God Save the King!“ skandierten.

Neuer Wirbel um Prinz Andrew

Die Zwischenrufe kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Prinz Andrew erneut stark in der Kritik steht. Der Bruder des Königs steht wegen seiner Verbindungen zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein seit Jahren unter Druck. Zuletzt wurde die Affäre durch die posthum erschienenen Memoiren von Virginia Giuffre neu entfacht.

Giuffre, die Andrew in der Vergangenheit beschuldigte, sie als Minderjährige missbraucht zu haben, schildert darin erneut, sie habe dreimal Sex mit dem Prinzen gehabt – einmal gemeinsam mit Epstein und „acht weiteren jungen Mädchen“. Andrew bestreitet die Vorwürfe entschieden und betont, er könne sich nicht an ein Treffen mit Giuffre erinnern. Im Jahr 2022 hatte er eine finanzielle Einigung mit ihr erzielt, ohne ein Schuldeingeständnis abzulegen.

Kritik an Andrews Lebensstil

Neben den Missbrauchsvorwürfen sorgt auch Andrews Lebensstil für Kritik. Obwohl er seit seinem Rückzug aus dem öffentlichen Dienst kein arbeitender Royal mehr ist, lebt er weiterhin auf dem prachtvollen Anwesen Royal Lodge in Windsor – angeblich zu symbolischer Jahresmiete. Die Enthüllung, dass er dort praktisch mietfrei residiert, löste Empörung im Parlament aus.

Die Liberaldemokraten forderten, Andrew müsse sich vor Abgeordneten zu den Einzelheiten seines Mietvertrags äußern. Die Regierung verweigerte jedoch bislang eine parlamentarische Debatte über den Fall.

König schweigt – Palast hält Distanz

Der Buckingham Palace kommentierte weder den Vorfall in Lichfield noch Andrews Wohnsituation. König Charles selbst blieb während des Zwischenrufs unbeeindruckt – er lächelte, winkte und setzte seinen Rundgang fort.

 

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