Prinz Harry und Herzogin Meghan werden auch nach ihrer Rückkehr nach Großbritannien keine offiziellen Aufgaben für das britische Königshaus übernehmen. Das geht aus einem Schreiben hervor, das im Namen von König Charles verschickt wurde und den Status des Paares ausdrücklich klarstellt.
Harry und Meghan waren im vergangenen Monat gemeinsam mit ihren Kindern Archie und Lilibet aus Kalifornien nach Großbritannien zurückgekehrt. An ihrer Stellung innerhalb der königlichen Familie ändert dieser Schritt jedoch nichts.
Wie aus dem Schreiben hervorgeht, gelten der Herzog und die Herzogin von Sussex weiterhin nicht als sogenannte „Working Royals“, also als Mitglieder des Königshauses, die im Auftrag des Monarchen offizielle Termine und repräsentative Aufgaben übernehmen.
Auch die Anrede „His Royal Highness“ beziehungsweise „Her Royal Highness“, kurz HRH, dürfen Harry und Meghan weiterhin nicht verwenden.
In dem Schreiben werden beide vielmehr als Privatpersonen mit eigenen wirtschaftlichen und wohltätigen Interessen bezeichnet.
Verfasst beziehungsweise versandt wurde die Mitteilung im Auftrag des Königs vom Lord Chamberlain, einem der ranghöchsten Beamten des königlichen Haushalts.
Nach Angaben aus Palastkreisen ging das Schreiben sowohl an das Team von Prinz Harry als auch an Regierungsstellen, das Militär und sogenannte Lord Lieutenants, die den Monarchen in verschiedenen Regionen Großbritanniens vertreten.
Damit soll insbesondere verhindert werden, dass bei künftigen öffentlichen Auftritten der Eindruck entsteht, Harry und Meghan würden wieder im Namen der königlichen Familie handeln.
Sollten sie Veranstaltungen besuchen oder eigene Termine wahrnehmen, geschieht dies ausdrücklich in privater Funktion.
Vereinbarung von 2020 bleibt bestehen
Der Palast verweist in dem Schreiben auf die Vereinbarung aus dem Jahr 2020, die nach dem Rückzug von Harry und Meghan aus der ersten Reihe des Königshauses getroffen wurde.
Diese Regelung wird häufig als „Sandringham Agreement“ bezeichnet.
Damals war festgelegt worden, dass es für das Paar kein Modell geben werde, bei dem sie einerseits eigene kommerzielle Projekte verfolgen und andererseits gleichzeitig offizielle Vertreter des Königshauses bleiben.
Ein sogenanntes „halb drin, halb draußen“-Modell wurde damit ausgeschlossen.
In dem aktuellen Schreiben heißt es sinngemäß, es sei allgemein bekannt, dass der Herzog und die Herzogin von Sussex im Januar 2020 ihre repräsentativen Aufgaben im Namen des Monarchen niedergelegt hätten und seitdem keine arbeitenden Mitglieder der königlichen Familie mehr seien.
Diese Regelung gelte weiterhin.
Auch das wohltätige Engagement von Harry und Meghan wird demnach ausdrücklich als persönliche Angelegenheit des Paares bezeichnet.
Rückkehr nach Großbritannien ändert nichts am Status
Die Klarstellung des Palastes dürfte vor allem deshalb erfolgt sein, weil die Rückkehr der Sussexes nach Großbritannien neue Spekulationen über eine mögliche Annäherung an das Königshaus ausgelöst hatte.
Doch Buckingham Palace macht deutlich, dass ein Wohnortwechsel nicht automatisch eine Veränderung ihrer offiziellen Stellung bedeutet.
Harry und Meghan können weiterhin eigene Projekte verfolgen, sich gesellschaftlich engagieren und öffentlich auftreten.
Sie tun dies jedoch nicht als offizielle Repräsentanten von König Charles oder der britischen Monarchie.
Damit bleibt die grundlegende Trennung bestehen, die seit ihrem Rückzug aus dem engeren Kreis der arbeitenden Royals im Jahr 2020 gilt.
Die Botschaft des Palastes ist damit eindeutig:
Harry und Meghan sind zwar weiterhin Mitglieder der königlichen Familie, besitzen aber keine offizielle Arbeitsrolle innerhalb der Monarchie.
Ihre Rückkehr nach Großbritannien ändert daran nichts.
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