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„Killerbienen“ breiten sich in den USA weiter aus – Gefahr für Mensch und Tier

xiSerge (CC0), Pixabay
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Afrikanisierte Honigbienen – umgangssprachlich „Killerbienen“ genannt – sind inzwischen in mindestens 13 US-Bundesstaaten heimisch und breiten sich weiter nach Norden aus. Besonders betroffen sind der Südwesten, Texas, Kalifornien und Teile Floridas. Die aggressiven Bienen stammen ursprünglich aus Brasilien, wo sie in den 1950er-Jahren durch die Kreuzung afrikanischer und europäischer Honigbienen entstanden. In den 1990er-Jahren erreichten sie die USA.

Im Gegensatz zu westlichen Honigbienen zeigen sich afrikanisierte Bienen deutlich aggressiver. Sie verteidigen ihre Nester äußerst heftig, reagieren schon auf entfernte Vibrationen – etwa durch Rasenmäher – und können Menschen und Tiere über eine Meile verfolgen. In den letzten drei Monaten wurden mehrere schwere Zwischenfälle gemeldet, darunter Todesfälle bei Menschen und Haustieren. Besonders tragisch war der Tod von drei Pferden in Texas nach tausenden Stichen.

Trotz ihrer Gefährlichkeit besitzen die Bienen nicht mehr oder stärkeres Gift – entscheidend ist die Anzahl der angreifenden Tiere. Während eine europäische Bienenkolonie bei Störung fünf bis zehn Bienen aussendet, können es bei afrikanisierten Völkern 50 bis 100 oder mehr sein.

Kälte, Regen und feuchtes Klima begrenzen ihre Ausbreitung – doch mit dem Klimawandel könnte sich ihr Verbreitungsgebiet weiter nach Norden verschieben. Forscher erwarten bis 2050 eine Ausbreitung in Teile Oregons, der Appalachen und der Great Plains.

Begegnungen mit den Bienen erfolgen meist zufällig: bei Gartenarbeiten, Baumfällungen oder Landschaftspflege. Experten raten im Ernstfall: nicht ins Wasser springen, nicht um sich schlagen – sondern so schnell wie möglich fliehen und Atemwege schützen. Danach sollte professionelle Hilfe gerufen werden.

Trotz aller Gefahren sehen Wissenschaftler auch Vorteile: Afrikanisierte Bienen sind robuster gegenüber Krankheiten und Schädlingen. Mit gezielter Zucht könnten ihre positiven Eigenschaften in Zukunft genutzt werden.

Insgesamt warnen Fachleute: Niemand sollte versuchen, ein aggressives Bienenvolk eigenständig zu entfernen. Die Gefahr ist real – für Menschen wie für Tiere.

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