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KI-Blase auf Steroiden: Anthropic will jetzt auch an die Börse

Pexels (CC0), Pixabay
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Die nächste KI-Firma steht bereit, um sich an der Wall Street vergolden zu lassen:
Anthropic, Entwickler des Chatbots „Claude“, hat vertraulich einen Börsengang in den USA vorbereitet.

Natürlich vertraulich.
So vertraulich, dass inzwischen praktisch jeder darüber berichtet.

Details zum Börsenwert gibt es zwar noch nicht, aber man darf davon ausgehen, dass wieder irgendwo zwischen „absurd teuer“ und „komplett entkoppelt von jeder Realität“ kalkuliert wird.

Denn wir befinden uns weiterhin mitten im großen KI-Goldrausch:
Alles mit künstlicher Intelligenz im Namen bekommt aktuell Investorenherzrasen.

Anthropic wurde 2021 von ehemaligen OpenAI-Mitarbeitern gegründet.
Oder anders formuliert:
Selbst die Leute, die ChatGPT mitentwickelt haben, dachten offenbar:
„Da geht finanziell noch mehr.“

Unterstützt wird das Unternehmen inzwischen von Google, Amazon und bald wohl auch von Microsoft und Nvidia, die zusammen bis zu 15 Milliarden Dollar investieren wollen.

15 Milliarden.

Für einen Chatbot.

Vor zehn Jahren hätte man für solche Summen vermutlich ganze Staaten kaufen können.
Heute finanziert man damit Maschinen, die einem erklären, wie man eine E-Mail höflicher formuliert.

Die Wall Street spricht bereits von einem „Meilenstein für den KI-Boom“.
Das klingt natürlich beeindruckend.
Man könnte es aber auch nennen:
„Die nächste Phase der globalen Tech-Euphorie mit eingebautem Realitätsverlust.“

Denn inzwischen investieren Konzerne gegenseitig Milliarden in KI-Firmen, die wiederum KI entwickeln, die irgendwann möglicherweise die Jobs der Menschen ersetzt, die diese Investitionen überhaupt erst verwalten.

Ein wunderschöner Wirtschaftskreislauf.

Die eigentliche Ironie:
Noch vor wenigen Jahren erklärten Tech-Konzerne der Welt, soziale Netzwerke würden die Menschheit verbinden.
Dann hieß es plötzlich, Metaverse-Brillen seien die Zukunft.
Jetzt retten natürlich KI-Modelle alles.

Bis zur nächsten Technologie-Offenbarung vermutlich.

Und trotzdem fließt weiter Geld wie Wasser.
Warum?
Weil aktuell niemand der Investor sein will, der den „nächsten großen KI-Moment“ verpasst.

Das Problem:
An der Börse klingt „revolutionäre Zukunftstechnologie“ oft solange fantastisch, bis irgendwann jemand fragt:
„Und womit verdient ihr eigentlich dauerhaft Geld?“

Aber bis dahin gilt:
Wer heute keine Milliardenbewertung hat, obwohl er mit KI arbeitet, macht vermutlich irgendwas falsch.

Oder anders gesagt:
Willkommen 2026.
Wo Maschinen immer intelligenter werden – und Anleger gleichzeitig immer panischer investieren.

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