Startseite Allgemeines Karstadt Leipzig soll schließen- nur weil ein Vermieter den Hals nicht voll bekommt stehen 400 Arbeitsplätze auf dem Spiel!
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Karstadt Leipzig soll schließen- nur weil ein Vermieter den Hals nicht voll bekommt stehen 400 Arbeitsplätze auf dem Spiel!

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Das war dann wirklich ein Paukenschlag, den man gestern in den Medien hören und lesen konnte. Die Karstadt-Filiale Leipzig soll im Jahre 2019 dichtmachen, allerdings nicht weil Karstadt seine Mieten nicht ordentlich bezahlt hat, sondern weil die aktuelle Vermietungsgesellschaft den Hals nicht voll bekommt. Um fast 70% will man die Miete für das  Objekt in Leipzig erhöhen. Eine solche Mieterhöhung würde sicherlich jedes Unternehmen vor existenzielle Probleme stellen können. Das ist sicherlich auch bei Karstadt in Leipzig so.Hier geht es aber nicht nur um den Mieter, sondern auch um rund 400 Arbeitsplätze von Mitarbeitern, vor allem von Frauen. Mitarbeiter, die in den letzten Jahren viele finanzielle Zugeständnis gemacht haben, um sich ihren eigenen Arbeitsplatz zu erhalten und um ihr Unternehmen in Leipzig weiterleben zu lassen. Alle diese Zugeständnisse, die diese Belegschaft gemacht hat, könnten nun „umsonst“ gewesen sein, wenn es keine Einigung zwischen dem Vermieter und dem Unternehmen Karstadt gibt.

Eine Vorstellung für die Mitarbeiter, bei der man sich im Moment noch denkt: „Morgen werden wir wach und es war nur ein böser Traum“.  Es ist wohl leider traurige Realität, dass hier aus Profitgier eines Immobilieneigentümers 400 Arbeitsplätze vernichtet werden könnten.

Eine unglaubliche Vorstellung. Nun regiert natürlich das Prinzip „Hoffnung“ bei den Mitarbeitern der Filiale Leipzig, dass sich das Alles noch „einrenken“ möge. Natürlich hat jeder Eigentümer einer Immobilie auch das Recht, den Mietpreis einzufordern, der angemessen ist und den er dann am Markt auch durchsetzen kann. Trotzdem, wie heißt es so schön: „Eigentum verpflichtet“. Und das bedeutet aus unserer Sicht natürlich auch, dass bei allen Verhandlungen zwischen dem Unternehmen Karstadt und dem aktuellen Vermieter der Immobilie natürlich auch die Schicksale von 400 Menschen in Arbeit sicherlich bedacht werden sollten.

Hier geht es eben nicht um eine „leblose“ Immobilie, sondern um einen funktionierenden Geschäftsbetrieb mit sicheren Arbeitsplätzen in der Leipziger Innenstadt. Der Vermieter geht natürlich auch das Risiko ein, dass es hier nicht einfach sein wird, einen bonitätsstarken Nachmieter zu finden für den Standort. Man kann sich natürlich auch schnell einmal „verzocken“ bei solch einer Mietvertragspokerei.

Karstadt ist ein wichtiger Teil von Leipzig, der aus unserer Sicht dann auch bleiben sollte, denn eine Schließung hätte dann sicherlich auch Auswirkungen auf die gesamte Fußgängerzone. Karstadt kann man sicherlich als „Schlüsselmieter und Frequenzbringer“ in der Leipziger Fußgängerzone ansehen. Macht Karstadt dicht, dann werden das auch die anderen Geschäfte am Standort zu spüren bekommen vom Umsatz her.

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