Die amtierende Bürgermeisterin von Los Angeles, Karen Bass, hat die erste Hürde bei der Wahl um das höchste Amt der Millionenmetropole genommen. Nach aktuellen Auszählungen zieht die Demokratin in die Stichwahl im November ein, bei der über die politische Zukunft der zweitgrößten Stadt der USA entschieden wird.
Wer ihr letztlich gegenüberstehen wird, war zunächst noch offen. Als mögliche Gegner galten die demokratische Stadträtin Nithya Raman sowie der republikanische Reality-TV-Star Spencer Pratt. Mit rund 63 Prozent ausgezählter Stimmen lag Bass zuletzt bei etwa 35 Prozent, Pratt bei rund 30 Prozent und Raman bei rund 22 Prozent.
Die Wahl gilt als richtungsweisend für Los Angeles, das weiterhin mit massiven Problemen wie Obdachlosigkeit, steigenden Wohnkosten und Sicherheitsfragen kämpft. Hinzu kommen die Vorbereitungen auf die Olympischen Spiele 2028.
Karen Bass steht insbesondere wegen ihres Krisenmanagements während der schweren Waldbrände Anfang 2025 unter Druck. Die verheerenden Feuer hatten tausende Häuser zerstört und zahlreiche Todesopfer gefordert. Kritiker werfen der Stadtverwaltung erhebliche Versäumnisse vor.
Besonders scharfe Kritik kommt von Spencer Pratt, der selbst bei den Bränden sein Haus verloren hatte. Der frühere Reality-TV-Star nutzt den Wahlkampf für eine Generalabrechnung mit der Stadtpolitik und präsentiert sich als politischer Außenseiter, der das „kaputte Los Angeles“ wieder in Ordnung bringen wolle.
Auch die linke Kandidatin Nithya Raman attackiert Bass offen und wirft ihr vor, die Wohnungs- und Obdachlosenkrise nicht entschlossen genug anzugehen. Raman setzt auf einen deutlich sozialeren Kurs mit mehr bezahlbarem Wohnraum und staatlichen Investitionen.
Parallel dazu läuft auch die Vorwahl um das Gouverneursamt in Kalifornien. Dort kämpfen unter anderem der von Donald Trump unterstützte Unternehmer Steve Hilton, Ex-Gesundheitsminister Xavier Becerra und Milliardär Tom Steyer um den Einzug in die entscheidende Wahlrunde im November.
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