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Kanadische Brauerei verkauft XXL-Bierpaket, um die nächsten vier Jahre zu überstehen

geralt (CC0), Pixabay
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Die politische Lage in den USA sorgt in Kanada für Kopfschütteln – und nun auch für eine ungewöhnliche Geschäftsidee: Moosehead Breweries, Kanadas älteste Brauerei, bringt eine gigantische Bierkiste mit 1.461 Dosen Lagerbier auf den Markt. Die Idee dahinter? Ein Bier pro Tag – gerade genug, um die gesamte Amtszeit von US-Präsident Donald Trump durchzuhalten.

„Wenn uns der Beginn des Jahres 2025 etwas gelehrt hat, dann, dass es Durchhaltevermögen braucht, um vier Jahre politischer Unsicherheit zu überstehen – und was könnte da besser helfen als ein echtes kanadisches Bier?“ sagte Karen Grigg, Marketingleiterin von Moosehead, in einer Pressemitteilung.

Das „Präsidenten-Paket“ für den Krisenfall

Das „Presidential Pack“ wird exklusiv über die Website von Moosehead verkauft und ist für Bewohner der Provinzen Ontario, New Brunswick und Nova Scotia erhältlich. Der Preis? 3.500 kanadische Dollar (ca. 2.400 USD) inklusive Lieferung.

Die unabhängige Brauerei, die 1867 – im selben Jahr wie Kanada selbst – gegründet wurde, betont: „Wir haben in den letzten 158 Jahren viel durchgemacht. Und auch wenn wir nicht vorhersagen können, wie die nächsten vier Jahre verlaufen werden, haben wir das Gefühl, dass dieses große Bierpaket ziemlich nützlich sein wird.“

Protest gegen US-Zölle – und eine kreative Reaktion

Hinter der Aktion steckt mehr als nur ein Marketing-Gag. Wie viele andere kanadische Unternehmen ist Moosehead unzufrieden mit den neuen US-Zöllen, die Präsident Trump angekündigt hat. Besonders betroffen sind die Aluminiumdeckel der Bierdosen, für die es in Kanada keine einheimischen Lieferanten gibt. Sie müssen aus den USA importiert werden – und werden nun mit einem 10-Prozent-Zoll belegt.

Andrew Oland, CEO von Moosehead, zeigte sich enttäuscht: „Es ist wirklich traurig zu sehen, dass sich die Beziehung zwischen Kanada und den USA in diese Richtung entwickelt.“ Besonders bitter: 20 % des Moosehead-Biers wird in die USA exportiert – und auch diese Exporte könnten durch die neuen Handelsbarrieren leiden.

Handelskrieg: Alkohol als politisches Druckmittel?

Moosehead ist nicht die einzige Brauerei, die von den neuen US-Zöllen betroffen ist. In Kanada haben einige Provinzen bereits US-amerikanische Spirituosen und Weine aus den Regalen verbannt. Lawson Whiting, CEO des US-Getränkekonzerns Brown-Forman, bezeichnete das als noch schlimmer als Zölle: „Es nimmt einem wortwörtlich den Verkauf weg.“

Beim Bier ist die Lage allerdings etwas komplizierter. Große US-Brauereien wie Anheuser-Busch (Bud Light) produzieren viele ihrer Marken direkt in Kanada, wodurch sie von den Zöllen nicht betroffen sind. Doch Moosehead hofft, dass kanadische Verbraucher patriotisch reagieren und bewusst auf heimisches Bier setzen.

„Diese Situation bietet eine echte Chance für kanadische Brauereien“, sagt Oland. Der „Buy Canadian“-Trend könnte durch die Zölle einen Aufschwung erleben – und mit dem „Präsidenten-Paket“ liefert Moosehead gleich das passende Angebot dazu.

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