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JD Vance erklärt Iran-Krieg für bald beendet – Iran und die Realität wurden noch nicht informiert

OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay
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US-Vizepräsident JD Vance hat eine beruhigende Nachricht für die Welt: In einem Jahr werde man wahrscheinlich nicht mehr über die amerikanische Beteiligung am Iran-Krieg sprechen.

Das ist eine bemerkenswerte Prognose, denn dieselbe Beruhigungsformel wurde in den vergangenen Jahrzehnten bereits bei Afghanistan, Irak und diversen anderen „kurzen Einsätzen“ verwendet, die später nur zufällig länger dauerten als manche Dynastien.

Vance zeigte sich jedenfalls „äußerst zuversichtlich“, dass aus dem Konflikt kein Sumpf werde. Das dürfte insbesondere deshalb beruhigend wirken, weil die Kämpfe inzwischen die 100-Tage-Marke überschritten haben, die Friedensgespräche regelmäßig feststecken und beide Seiten zwischendurch immer wieder Raketen austauschen.

Aber keine Sorge: Diesmal ist alles anders.

Der Krieg begann Ende Februar mit einer gemeinsamen Bombenkampagne der USA und Israels gegen den Iran. Seit April herrscht offiziell Waffenruhe. Inoffiziell wird allerdings weiterhin geschossen, abgefangen, bombardiert und verhandelt. Man könnte also von einer modernen Friedensphase sprechen.

Trump kündigt derweil gefühlt jede Woche an, dass ein Durchbruch unmittelbar bevorsteht. Der Durchbruch scheint allerdings ähnlich pünktlich zu sein wie ein deutscher Regionalzug nach einem Wintereinbruch.

Vance versicherte zudem, dass Präsident Trump noch weitere „Werkzeuge“ zur Verfügung habe, falls die Diplomatie scheitern sollte. In Washington bezeichnet man solche Werkzeuge traditionell als Flugzeugträger, Marschflugkörper und Sonderhaushalte.

Besonders passend: Die Aussagen fielen im Rahmen der Vorstellung von Vances neuem Buch „Communion: Finding My Way Back to Faith“ („Kommunion: Mein Weg zurück zum Glauben“).

Offenbar geht es dabei nicht nur um religiösen Glauben, sondern auch um den festen Glauben, dass jeder Krieg, den Amerika beginnt, diesmal ganz bestimmt kurz, überschaubar und problemlos endet.

Die Geschichte zeigt zwar regelmäßig das Gegenteil, aber Optimismus gehört bekanntlich zur amerikanischen Grundausstattung – direkt zwischen Verfassung und Flugzeugträger.

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