Eine Gruppe von 13 Frauen und Kindern mit Verbindungen zur Terrormiliz „Islamischer Staat“ hat Flüge gebucht, um aus einem Lager in Syrien nach Australien zurückzukehren. Das bestätigte die australische Regierung. Unterstützung bei der Rückreise habe der Staat jedoch nicht geleistet.
Bei den Rückkehrern handelt es sich um vier Frauen und neun Kinder, die Teil einer größeren Gruppe von insgesamt 34 Personen sind. Viele von ihnen lebten seit Jahren im Lager al-Roj im Norden Syriens, nachdem der IS dort 2019 besiegt worden war.
Die Behörden bereiten sich seit Langem auf eine mögliche Rückkehr vor. Laut Polizei könnten einige der Ankommenden direkt nach ihrer Einreise festgenommen und angeklagt werden. Ermittler haben über Jahre hinweg Beweise gesammelt, unter anderem zu möglichen Terrorvergehen oder Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
Für die Kinder sind spezielle Programme zur Wiedereingliederung geplant, darunter psychologische Betreuung und Maßnahmen zur Deradikalisierung.
Innenminister Tony Burke betonte, dass es rechtlich nur begrenzte Möglichkeiten gebe, australische Staatsbürger an der Rückkehr zu hindern. Gleichzeitig stellte er klar, dass mögliche Straftaten konsequent verfolgt würden.
Auch der Inlandsgeheimdienst beobachtet die Situation genau, sieht aber zunächst keine akute Gefahr. Andere Länder wie Großbritannien oder Frankreich haben sich bislang weitgehend geweigert, ihre Staatsbürger aus solchen Lagern zurückzuholen.
Kommentar hinterlassen