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Iran meldet Angriff auf US-Stützpunkt nach neuen amerikanischen Luftschlägen

FarkhodVakhob9TJK9 (CC0), Pixabay
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Teheran/Washington. Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran verschärfen sich erneut. Nach neuen amerikanischen Luftangriffen auf Ziele im Süden Irans hat die iranische Revolutionsgarde eigenen Angaben zufolge einen US-Militärstützpunkt in der Region angegriffen.

Wo sich der angegriffene Stützpunkt befindet, teilte die iranische Seite zunächst nicht mit. Kuwait, in dem sich ein amerikanischer Militärstützpunkt befindet, erklärte jedoch, mehrere feindliche Raketen- und Drohnenangriffe abgefangen zu haben. Das US-Militär bestätigte den Abschuss einer ballistischen Rakete, die in Richtung Kuwait abgefeuert worden sei.

Zuvor hatten die USA nach eigenen Angaben iranische Drohnen über der Straße von Hormus abgeschossen und zudem einen militärischen Standort in der südiranischen Hafenstadt Bandar Abbas angegriffen. Washington bezeichnete die Einsätze als Maßnahmen zur Selbstverteidigung.

Die erneuten Kampfhandlungen belasten die ohnehin fragile Waffenruhe zwischen beiden Staaten erheblich. Bereits Anfang der Woche hatten die USA Ziele im Süden Irans bombardiert. Nach Angaben des US-Zentralkommandos richteten sich die Angriffe gegen iranische Raketenstellungen sowie Boote, die Minen in der Straße von Hormus platzieren sollten.

Die iranische Revolutionsgarde erklärte, der Angriff auf den amerikanischen Stützpunkt sei eine Reaktion auf die vorherigen US-Luftschläge gewesen. Die Anlage sei als Ausgangspunkt der amerikanischen Angriffe identifiziert worden.

Das US-Zentralkommando sprach dagegen von einem „schwerwiegenden Verstoß gegen die Waffenruhe“ durch den Iran. Man habe mehrere Drohnen abgefangen, die eine Bedrohung für die Schifffahrt in der Straße von Hormus dargestellt hätten. Die amerikanischen Maßnahmen seien „rein defensiv“ gewesen.

Auch diplomatisch verschärft sich der Konflikt weiter. Die iranische Regierung verurteilte die amerikanischen Luftschläge als Verletzung der Waffenruhe und kündigte an, die nationale Souveränität mit allen notwendigen Mitteln verteidigen zu wollen.

Die strategisch wichtige Straße von Hormus bleibt weiterhin ein zentraler Konfliktherd. Über die Meerenge wird ein erheblicher Teil des weltweiten Öl- und Flüssiggasexports transportiert. Durch die anhaltenden Spannungen sind zahlreiche Handelsschiffe in der Region blockiert.

Parallel dazu laufen weiterhin schwierige Verhandlungen über ein mögliches Ende des seit Monaten andauernden Konflikts. US-Präsident Donald Trump erklärte zuletzt, Washington sei mit den bisherigen Fortschritten noch nicht zufrieden. Gleichzeitig betonte er erneut die Bereitschaft der USA, weitere Militärschläge durchzuführen, sollte keine Einigung erzielt werden.

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