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Iran bei der WM 2026: Team reist nach Mexiko aus – Streit um US-Visa eskaliert

FarkhodVakhob9TJK9 (CC0), Pixabay
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Die iranische Fußball-Nationalmannschaft ist wenige Tage vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in Mexiko angekommen. Das Team landete am Sonntag in Tijuana, nachdem es seinen ursprünglich geplanten Trainingsstandort in den USA kurzfristig verlegt hatte. Hintergrund ist ein diplomatischer Streit mit den Vereinigten Staaten über Visa für iranische Funktionäre und Betreuer.

Besonders brisant: Alle drei Gruppenspiele des Iran finden auf amerikanischem Boden statt. Dennoch dürfen die Spieler und das zugelassene Betreuerteam laut US-Vorgaben nur an den jeweiligen Spieltagen in die Vereinigten Staaten einreisen und müssen anschließend wieder nach Mexiko zurückkehren.

Nach Angaben iranischer Medien wurden rund 15 Offiziellen, darunter hochrangige Verbandsvertreter und Medienverantwortliche, Visa verweigert. Die iranische Seite spricht von politischer Einflussnahme auf den Sport und wirft den USA Diskriminierung vor.

Die US-Regierung weist die Vorwürfe zurück. Man habe allen Spielern sowie notwendigem Begleitpersonal Visa erteilt. Gleichzeitig betonten amerikanische Behörden, dass niemand mit Verbindungen zu den iranischen Revolutionsgarden unter dem Deckmantel einer Sportdelegation in die USA einreisen dürfe.

Die Spannungen sind vor dem Hintergrund des anhaltenden Konflikts zwischen den USA, Israel und dem Iran besonders hoch. Iran hatte sich bereits im März 2025 für die Weltmeisterschaft qualifiziert – lange bevor der aktuelle Krieg begann.

Damit erlebt die Fußball-WM 2026 eine historische Premiere: Erstmals nimmt eine Mannschaft an einem Turnier teil, dessen Gastgeberland sich gleichzeitig im Krieg mit ihrem Heimatstaat befindet.

Der Iran bestreitet sein erstes Gruppenspiel am 15. Juni in Los Angeles gegen Neuseeland. Weitere Vorrundenspiele folgen gegen Belgien in Kalifornien und gegen Ägypten in Seattle.

Die iranische Botschaft forderte inzwischen den Weltfußballverband FIFA zum Eingreifen auf. Ob der Visa-Streit bis zum Turnierbeginn beigelegt werden kann, bleibt offen. Fest steht jedoch: Die politischen Spannungen begleiten die iranische Mannschaft bereits vor dem ersten Anpfiff.

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