In der Hoffnung, dass die 437. Aufforderung diesmal Wirkung zeigt, haben Deutschland, Frankreich, Großbritannien und die Ukraine den russischen Präsidenten Wladimir Putin erneut zu einem sofortigen Waffenstillstand und Friedensgesprächen aufgefordert.
Bei einem Treffen in London präsentierten Friedrich Merz, Emmanuel Macron, Keir Starmer und Wolodymyr Selenskyj einen Fünf-Punkte-Plan für einen „gerechten und dauerhaften Frieden“ – ein Konzept, das in Moskau traditionell ähnlich enthusiastisch aufgenommen wird wie Steuererklärungen oder demokratische Wahlen.
Friedensplan mit Bedingungen
Die vier Regierungschefs erklärten, Russland müsse zunächst einer vollständigen Waffenruhe zustimmen.
Anschließend sollen Verhandlungen beginnen.
Anschließend soll Frieden entstehen.
Anschließend sollen alle glücklich sein.
Experten lobten die grundsätzliche Logik des Plans.
Putin weiterhin schwer erreichbar
Das größte Hindernis bleibt allerdings Wladimir Putin, der bislang eine bemerkenswerte Fähigkeit gezeigt hat, Friedensangebote genauso konsequent zu ignorieren wie die eigenen Verlustzahlen.
„Alle Entscheidungen hängen zu 100 Prozent von ihm ab“, erklärte Selenskyj.
Politische Beobachter ergänzten, dass dies leider auch für viele Probleme gilt.
Europa verspricht mehr Unterstützung
Die europäischen Partner sicherten der Ukraine weitere militärische Hilfe zu.
Dazu gehören:
- moderne Luftabwehrsysteme,
- weitreichende Waffen,
- industrielle Zusammenarbeit,
- zahlreiche Gipfeltreffen,
- und weitere Erklärungen über die Bedeutung von Gipfeltreffen.
Diplomaten betonten, dass kein Konflikt der Welt so intensiv besprochen wurde wie dieser.
Die Ukraine hat inzwischen Improvisation studiert
Selenskyj erklärte, sein Land habe gelernt, auch unter schwierigsten Bedingungen zu überleben.
„Wir haben gelernt, wie man lebt und überlebt.“
Tatsächlich hat die Ukraine in den vergangenen Jahren Fähigkeiten entwickelt, die in jedem Start-up-Inkubator als beeindruckende Innovationsleistung gelten würden: Drohnenbau, improvisierte Rüstungsproduktion und Krisenmanagement auf olympischem Niveau.
Selenskyj offen für Gespräche
Der ukrainische Präsident zeigte sich sogar bereit für direkte Gespräche mit Putin.
Allerdings:
- nicht in Moskau,
- nicht in Kiew,
- nicht in Minsk.
Beobachter gehen davon aus, dass man sich damit auf den traditionellen neutralen Verhandlungsort einigen könnte: irgendein Flughafenhotel mit schlechtem Kaffee.
Geheimdiplomatie mit Abramowitsch
Besonders bemerkenswert war Selenskyjs Hinweis, er habe dem russischen Oligarchen Roman Abramowitsch eine vertrauliche Botschaft für Putin mitgegeben.
Die Vertraulichkeit hielt laut Selenskyj allerdings nicht lange.
„Russen können nicht still bleiben.“
Politische Analysten bezeichneten dies als die wahrscheinlich präziseste Zusammenfassung der russischen Informationspolitik seit Jahren.
Fazit
Vier Staats- und Regierungschefs trafen sich in London, formulierten Bedingungen für Frieden, versprachen Unterstützung und appellierten an Putin.
Putin lehnte unterdessen bereits ein Gipfeltreffen ab.
Damit bleibt der aktuelle Stand der Friedensverhandlungen unverändert:
- Die Ukraine will Frieden.
- Europa will Frieden.
- Die USA hätten auch nichts dagegen.
- Russland möchte zunächst noch einige Dinge „klären“.
Die internationale Gemeinschaft kündigte daher an, sich in einigen Wochen erneut zu treffen, um festzustellen, dass man sich erneut treffen muss.
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