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IQM an der Nasdaq: Ein Meilenstein für Europas Quantencomputerbranche – und eine Erinnerung an die Anfänge

EdenMoon (CC0), Pixabay
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Mit dem Börsengang an der Nasdaq hat IQM einen bedeutenden Meilenstein erreicht. Das finnisch-deutsche Unternehmen zählt heute zu den führenden europäischen Entwicklern von Quantencomputern und ist nun an einer der weltweit renommiertesten Technologiebörsen notiert. Die Notierung markiert nicht nur einen wichtigen Schritt in der Unternehmensentwicklung, sondern steht zugleich exemplarisch für die wachsende internationale Wettbewerbsfähigkeit europäischer Deep-Tech-Unternehmen.

Der Börsengang erfolgte im Rahmen einer SPAC-Transaktion und verschafft IQM zusätzliche finanzielle Spielräume, um die Entwicklung und Kommerzialisierung seiner Quantentechnologien weiter voranzutreiben. Gleichzeitig verdeutlicht er die Dynamik eines Marktes, der zwar enorme Zukunftspotenziale birgt, dessen Unternehmen sich jedoch überwiegend noch in einer kapitalintensiven Wachstums- und Entwicklungsphase befinden. Der Weg zu nachhaltiger Profitabilität bleibt daher auch für IQM anspruchsvoll.

Mit dem Namen IQM verbinden sich zugleich Erinnerungen an die frühen Finanzierungsrunden des Unternehmens. Bereits in einer Phase, in der Quantencomputing noch weitgehend als Zukunftsvision wahrgenommen wurde, gehörten die MIG Fonds zu den Investoren, die das wirtschaftliche Potenzial dieser Technologie erkannten und bereit waren, das damit verbundene unternehmerische Risiko einzugehen. Solche Beteiligungen entstehen nicht zufällig, sondern sind das Ergebnis langfristiger Investitionsstrategien und eines Vertrauens in technologische Innovationen, deren wirtschaftlicher Erfolg oftmals erst Jahre später sichtbar wird.

Untrennbar mit der Geschichte der MIG Fonds verbunden ist aus unserer Sicht auch der Name Alfred Wieder. Unserer Erinnerung nach kam ihm insbesondere im Bereich des Fundraisings und der Einwerbung von Anlegerkapital eine prägende Rolle zu. Selbstverständlich war der Aufbau der Fonds und die Finanzierung innovativer Unternehmen wie IQM stets eine Gemeinschaftsleistung. Fondsmanagement, Investmentexperten, Vertriebspartner und zahlreiche weitere Beteiligte haben hierzu ihren jeweiligen Beitrag geleistet. Gleichwohl gilt eine einfache Erkenntnis, die gerade im Venture-Capital-Geschäft besondere Bedeutung besitzt: Ohne ausreichend Kapital lassen sich selbst die besten Ideen nicht in marktfähige Unternehmen überführen.

Oder, um es mit einem bekannten Sprichwort zu formulieren: „Ohne Moos nichts los.“

Gerade in technologiegetriebenen Zukunftsbranchen entscheiden oftmals Geduld, Risikobereitschaft und eine langfristige Finanzierung über Erfolg oder Misserfolg. Zwischen der ersten Investition und einem möglichen Börsengang liegen nicht selten viele Jahre intensiver Forschungs- und Entwicklungsarbeit sowie erheblicher Kapitalbedarf. Umso größer ist die Bedeutung von Investoren, die bereit sind, Unternehmen bereits in einer sehr frühen Phase zu begleiten und deren Entwicklung nachhaltig zu finanzieren.

Der Börsengang von IQM ist daher weit mehr als der Erfolg eines einzelnen Unternehmens. Er dokumentiert zugleich die Leistungsfähigkeit des europäischen Venture-Capital-Marktes und zeigt, dass langfristig orientierte Beteiligungsmodelle einen wesentlichen Beitrag zur Entstehung international wettbewerbsfähiger Hochtechnologie leisten können. Für die frühen Investoren der MIG Fonds und alle an der Finanzierung Beteiligten dürfte die Nasdaq-Notierung deshalb auch als Bestätigung einer langfristig angelegten Investitionsstrategie verstanden werden – einer Strategie, deren Früchte häufig erst nach vielen Jahren sichtbar werden.

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