Start Allgemeines impuls Finanzmanagement AG – Eigenkapital sinkt innerhalb eines Jahres um 90 %

impuls Finanzmanagement AG – Eigenkapital sinkt innerhalb eines Jahres um 90 %

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Für das Unternehmen ist das möglicherweise eine Bilanz, die man intern auch als „Katastrophenbilanz“ ansehen könnte, denn ein Eigenkapitalverlust von über 90 % ist sicherlich kein Ruhmesblatt für die Geschäftsführung. Zudem kommt noch ein Jahresfehlbetrag von über 860.000 Euro hinzu, was dann den Gesamtverlust auf über 10 Millionen ansteigen lässt.

impuls Finanzmanagement AG

Gersthofen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017

Lagebericht

A. Grundlagen des Unternehmens

I. Geschäftsmodell

Seit 1984 ist die impuls Finanzmanagement AG (impuls) als unabhängiger Finanzdienstleister tätig. Die impuls Finanzmanagement AG steht für eine Rundum-Versorgung und vermittelt insbesondere private Krankenvoll- und –zusatzversicherungen, Lebensversicherungen (inklusive Arbeitskraftsicherung) sowie Sachversicherungen. Sie setzt dabei sowohl angestellte Vertriebsmitarbeiter als auch externe Vertriebspartner ein. Die Kernkompetenz liegt im Bereich der persönlichen Absicherung, der Absicherung der Sach- und Vermögenswerte und dem Vermögensaufbau. Die impuls Finanzmanagement AG positioniert sich als deutschlandweit tätiger, mittelständischer Versicherungsmakler. Von Vertragsbeginn an steht impuls den Kunden als starker Partner für alle Vertrags- und Leistungsfragen zur Seite.

II. Ziele und Strategien

Die Unternehmensstrategie von impuls basiert auf den Erfolgsfaktoren hohe Beratungsqualität, Unabhängigkeit sowie Innovation, um unseren Kunden jederzeit völlige Transparenz und optimales Preis-Leistungsverhältnis bieten zu können.

Als Leitlinien des Unternehmens werden eine vertrauensvolle Zusammenarbeit, Unternehmergeist, Handeln aus Überzeugung sowie zertifizierte Qualität gelebt.

B. Wirtschaftsbericht

I. Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Die deutsche Wirtschaft ist 2017 so kräftig gewachsen wie seit sechs Jahren nicht mehr. Das Bruttoinlandsprodukt stieg um 2,2%. Somit wurde das Wachstum im Jahr 2016 in Höhe von 1,9% noch übertroffen. Dafür sorgten der steigende Konsum, zunehmende Exporte, Bauboom und stärker investierende Unternehmen.

Zugleich sorgt die kräftige Erholung der Weltwirtschaft für steigende Nachfrage nach Waren „Made in Germany“. Deutschlands Exporteure steuerten 2017 auf das vierte Rekordjahr in Folge zu. In den ersten elf Monaten wurden Maschinen, Autos und andere Waren im Wert von 1,18 Billionen Euro ausgeführt (plus 6,5%). Auch die Unternehmen in Deutschland investierten zuletzt mehr in Ausrüstungen wie in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge.

Der Leitzins für die Eurozone blieb 2017 unverändert bei 0,00 % und befindet sich damit weiterhin auf einem Rekordtief. Das niedrige Zinsniveau bewirkt, dass es für die Versicherungswirtschaft unverändert schwer bleibt, gegenüber Kunden vertraglich garantierte Leistungen aus Kapitallebens- und Rentenversicherungen zu erwirtschaften.

Im Gesamtjahr 2017 waren im Schnitt 2,533 Millionen Menschen ohne Job – und damit 158.000 weniger als im Vorjahr. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote sank um 0,4 Punkte auf 5,7 Prozent. Dies entspricht der niedrigsten durchschnittlichen Jahresarbeitslosigkeit seit der deutschen Wiedervereinigung.

Für das Gesamtjahr 2018 wird eine Wachstumsrate der Wirtschaft zwischen 2,2% und 2,5% erwartet und bewegt sich damit auf einem vergleichbaren Niveau wie 2017.

II. Entwicklung der Versicherungswirtschaft

Die deutschen Erstversicherungsunternehmen hatten zum Jahresende 2017

ca. 433,6 Millionen Versicherungsverträge im Bestand – rund 2,6 Millionen mehr als zwölf Monate zuvor. In der Schaden- und Unfallversicherung stieg der Vertragsbestand auf ca. 310,8 Millionen (2016: 307,9 Millionen), in der privaten Krankenversicherung auf 34,5 Millionen (2016: 33,9 Millionen). Demgegenüber gab es in der Lebensversicherung einen Rückgang auf 88,3 Millionen Verträge (2016: 89,2 Millionen).

Die Versicherungsbeiträge erhöhten sich im Jahr 2017 insgesamt auf ca. 197,8 Milliarden € und lagen damit ca. 3,5 Milliarden € höher als im Vorjahresvergleich. Auf die private Krankenversicherung entfielen davon ca. 38,9 Milliarden € (2016: 37,3 Milliarden €), auf die Schaden- und Unfallversicherung 68,3 Milliarden € (2016: 66,3 Milliarden €). Lediglich in der Lebensversicherung reduzierten sich die Versicherungsbeiträge auf ca. 90,7 Milliarden € (2016: 90,8 Milliarden €).

Auf 2018 blickt die Versicherungswirtschaft verhalten optimistisch. Gemäß Einschätzung des Gesamtverbandes der deutschen Versicherungswirtschaft wird ein Beitragsplus über alle Sparten von 1,3 Prozent erwartet.

III. Analyse des Geschäftsverlaufs

1. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf

Der Rückgang der Umsatzerlöse in den Vorjahren setzte sich auch im Geschäftsjahr 2017 fort. Zurückzuführen ist dies im Wesentlichen auf eine deutliche Reduzierung der angestellten Vertriebsmitarbeiter und auf eine anhaltende Qualitätsverschlechterung der gekauften Kundendatensätze für den Außendienst.

Aufgrund der eingeleiteten Kostenreduzierungsmaßnahmen hat sich der Negativtrend im Geschäftsergebnis gegenüber 2016 reduziert. In 2017 wurde ein Jahresfehlbetrag i.H.v. T€ 860 erwirtschaftet, der u.a. durch neu gebildete Rückstellungen aus eventuellen Ansprüchen ehemaliger Führungskräfte geprägt ist. Für das Geschäftsjahr 2018 sind weitere, umfangreiche Maßnahmen zur Verbesserung des Geschäftsergebnisses geplant und bereits eingeleitet.

2. Ergebnis und Auftragsentwicklung

Entsprechend dem Geschäftsgegenstand der Gesellschaft erstreckte sich die Tätigkeit auch im Jahr 2017 schwerpunktmäßig auf den Bereich Versicherungsvermittlung. Das Rohergebnis im Jahr 2017 belief sich auf T€ 11.915 und lag damit um 14,9 % unter dem Rohergebnis des Jahres 2016 (T€ 14.006). Das negative Jahresergebnis beträgt T€ 860 und verbesserte sich somit um T€ 3.280 gegenüber dem Vorjahr.

Mit 744.823 € (Vorjahr: 985.245 €) vermitteltem Monatsbeitrag im Jahr 2017 reduzierten sich die Abschlüsse von privaten Krankenversicherungen deutlich. Im Lebensversicherungsbereich wurden 2017 102,42 Mio. € Bewertungssumme vermittelt (2016: 183,68 Mio. €). Im Bereich Sachversicherung konnten Verträge mit einer Jahresnettoprämie i.H.v. 4,78 Mio. € abgeschlossen werden (2016: 6,63 Mio. €).

3. Beschaffung

Die Kundendatenbeschaffung für die Handelsvertreter und Angestellten erfolgt zum Teil durch den Erwerb der Datensätze von der impuls Medien & Marketing GmbH. Soweit die Handelsvertreter mit der impuls Finanzmanagement AG einen Exklusivvertrag abgeschlossen haben, wird die Datensatzbeschaffung über die impuls Medien & Marketing GmbH ermöglicht und durch die impuls Finanzmanagement AG zum Teil bezuschusst.

Die Anzahl der gelieferten Datensätze betrug in 2017 insgesamt 36.765 (Vorjahr: 90.896). Auf die Krankenversicherung entfielen davon 6.171 Datensätze (2016: 18.934), auf die Sparte Lebensversicherung 12.043 (2016: 35.600) und auf die Schadenversicherung 18.551 (2016: 36.362) Stück. Der Rückgang der Leadbeschaffung resultiert im Wesentlichen aus einer verschärften Rentabilitätsbeurteilung beim Einkauf von Leads. Künftig wollen wir vermehrt interne Leads aus dem bestehenden Kunden- und Vertragsbestand generieren.

4. Investitionen

Investitionen in das Sachanlagevermögen und in immaterielle Vermögensgegenstände wurden in Höhe von insgesamt T€ 612 getätigt. Im Wesentlichen handelte es sich um Investitionen in die IT-Infrastruktur.

5. Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben

Eine bestehende Finanzierungszusage über insgesamt 4,5 Mio. €, die im Vorjahr i.H.v. 3,6 Mio. € valutierte, wurde 2017 zusätzlich in Höhe von T€ 900 zum Ausgleich eines operativen Liquiditätsbedarfs in Anspruch genommen. Die im Geschäftsjahr getätigten Investitionen wurden aus liquiden Mitteln der Gesellschaft finanziert.

6. Personalbereich

Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl belief sich im Geschäftsjahr 2017 auf 147 Angestellte (Vj. 201). Im Rahmen einer Rentabilitätsbetrachtung wurde insbesondere die Anzahl der angestellten Verkäufer (Direktvertrieb) reduziert. Die Zahl der im Außendienst tätigen freien Handelsvertreter betrug im Geschäftsjahr zum 31.12.2017 51 Mitarbeiter. Im Produktbereich Krankenversicherung wird zudem mit freien Maklern zusammengearbeitet.

Als Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen werden von Unternehmensseite Seminare zum Versicherungswesen angeboten.

7. Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres

Im Geschäftsjahr 2017 wurden 3 Niederlassungen und 1 Shop aus Rentabilitätsgründen geschlossen. Am Ende des Geschäftsjahres existierten insgesamt noch 8 Niederlassungen bzw. Shops. Insbesondere im Bereich Direktvertrieb erfolgt die Beratung der Kunden annähernd zu 100% online und telefonisch. Aus diesem Grund wird im kommenden Geschäftsjahr die Konsolidierung der Geschäftsstellen im Direktvertrieb fortgeführt. Die betroffenen Mitarbeiter werden ihre Tätigkeit künftig am Hauptsitz in Gersthofen fortführen.

Die in 2016 beauftragte Sonderprüfung wurde durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG durchgeführt. Aktuell werden der Bericht bzw. die getroffenen Feststellungen ausgewertet, es ergeben sich jedoch nach aktueller Einschätzung keine Auswirkungen auf den Jahresabschluss 2017.

Zum 28.08.2017 erfolgte ein Wechsel in der Geschäftsleitung. Der bisherige Vorstand, Herbert Nißel, nimmt seit dem vorgenannten Datum keine operativen Funktionen mehr wahr. Als Nachfolger wurde vom Aufsichtsrat Michael Böck zum Vorstand ernannt.

Im vierten Quartal 2017 wurden Geschäftstätigkeit und –prozesse sowie IT-Systeme einer Analyse unterzogen, aus der sich dringender Handlungs- und Restrukturierungsbedarf ergeben hat. Dementsprechend wurde das Projekt „Impuls 2.0“ zum Start in 2018 aufgesetzt.

Als erste Maßnahme zum Um- und Ausbau des Vertriebs und seiner Strukturen wurde im 4. Quartal eine Führungskraft gesucht. Im Dezember konnte ein Generalbevollmächtigter Vertrieb gewonnen werden, welcher im Januar 2018 seinen Dienst angetreten hat.

IV. Lage des Unternehmens

1. Vermögenslage

Die Bilanzsumme stieg im Jahr 2017 um T€ 374 auf T€ 18.849 (Vj. T€ 18.475).

Die Anlagenquote ist im Geschäftsjahr infolge der gesunkenen Bilanzsumme von 52,8 % auf 48,8% im Jahr 2017 gesunken.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich insbesondere aufgrund der Teilrückzahlung eines gewährten Darlehens und der Auflösung einer Lebensversicherung von T€ 1.528 auf T€ 858 reduziert. Die aktiven latenten Steuern wurden im Wesentlichen aufgrund in den nächsten fünf Jahren nutzbaren steuerlichen Verlustvorträgen um T€ 790 erhöht. Die Basis für die Aktivierung der latenten Steuern stellt die Unternehmensplanung für die nächsten fünf Jahre dar.

Aufgrund des Jahresfehlbetrages des Geschäftsjahres ergibt sich ein Eigenkapital i.H.v. T€ 85. Im Jahr 2016 wurde zur Überbrückung eines Liquiditätsengpasses ein Darlehensrahmen i.H.v. 4,5 Mio. € vereinbart. Ergänzend wurde in 2017 eine Rangrücktrittserklärung i.H.v. 1,0 Mio. € durch die Darlehensgeberin erteilt.

Im Bereich der Rückstellungen haben sich die Pensionsrückstellungen im Wesentlichen zinsbedingt um T€ 110 auf T€ 1.961 erhöht. Die sonstigen Rückstellungen sind von T€ 4.423 auf T€ 4.828 gestiegen. Die wesentlichen sonstigen Rückstellungen für Provisionsabrechnungen sind auf dem Niveau des Vorjahres, während die Rückstellungen für Stornohaftung gesunken sind. Erhöht wurden die Rückstellungen für Prozesskosten aufgrund anhängender Verfahren. Rückstellungen für mögliche ausstehende Gehälter von ehemaligen Führungskräften wurde in Höhe von T€ 665 neu gebildet. Rückstellungen aufgrund einer Schadensersatzforderung wurden auf Basis der Einschätzung unserer Rechtsanwälte nicht gebildet. In den Vorjahren wurden an Kunden der impuls Finanzmanagement AG Kapitalanlagen für diesen Sachverhalt i.H.v. über 3 Mio. € vermittelt. Bei Erstellung des Lageberichtes lag bereits eine weitere Schadensersatzforderung vor. Wir schätzen das Risiko einer Inanspruchnahme aktuell als gering ein, dennoch könnten dadurch zukünftige Ergebnisse negativ belastet werden.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich, bedingt durch die im Vergleich zum Vorjahr geringeren Umsatzerlöse, um T€ 330 auf T€ 5.618 reduziert. Ausgewiesen werden hauptsächlich Verbindlichkeiten gegenüber Vertriebspartnern aus laufenden Abrechnungen und über den Stornohaftungszeitraum einbehaltene Stornoreserven. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen aufgrund der erhöhten Inanspruchnahme einer Finanzierungszusage von T€ 4.629 auf T€ 5.339 gestiegen.

2. Finanzlage

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich um T€ 142 auf T€ 31 reduziert. Die vorhandenen liquiden Mittel sind mit T€ 1.965 um T€ 935 gestiegen.

Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich von T€ -1.930 auf T€ 742 verbessert.

Im Geschäftsjahr 2017 war die Liquidität im Unternehmen durch die gewährte Finanzierungszusage über insgesamt T€ 4.500 sichergestellt, welche durch Auszahlung eines weiteren Teilbetrags in Höhe von T€ 900 in 2017 vollständig in Anspruch genommen wurde.

Grundsätzlich steuert die Gesellschaft ihre Liquidität mit dem Ziel, zu jeder Zeit über genügend freie liquide Mittel verfügen zu können, um ihre Verbindlichkeiten fristgerecht bedienen zu können. Im Rahmen einer systematischen, wöchentlichen Liquiditätsplanung und Überwachung wird die Zahlungsfähigkeit fortlaufend gesteuert und überwacht. Aufgrund der im Geschäftsjahr 2016 erhaltenen Finanzierungszusage über insgesamt T€ 4.500 sowie der Planungen für die Jahre 2018 bis 2022, in denen wir von einer deutlichen Verbesserung der Ertragslage ausgehen, sieht sich die Gesellschaft trotz aktuell angespannter Liquiditätssituation auch künftig in der Lage, jederzeit fällige Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Es wurden und werden laufend verschiedene Maßnahmen konsequent umgesetzt, um die laufenden Ausgaben zu reduzieren sowie die fortlaufende Liquidität zu gewährleisten.

3. Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2017 sank das Rohergebnis gegenüber dem Vorjahr um T€ 2.091 auf T€ 11.915.

Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich auf T€ 169 von T€ 397 im Vorjahr reduziert.

Die Personalaufwendungen sind auf T€ 6.262 (Vorjahr: T€ 9.994) gesunken. Die Reduzierung der Personalkosten fand überwiegend im Bereich des Direktvertriebes statt, der in den Vorjahren nicht kostendeckend war. Enthalten ist erneut ein Sondereffekt aus Abfindungen.

Das Ergebnis nach Steuern hat sich von T€ -3.997 auf T€ -798 verbessert. Zur weiteren Erhöhung des Ergebnisses hat der Vorstand für die Jahre 2018 ff. umfangreiche Maßnahmen geplant.

Insgesamt ist die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage geprägt durch die negativen Jahresergebnisse des Geschäftsjahres und der Vorjahre sowie den Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten aufgrund der Inanspruchnahme einer Finanzierungszusage. Das Geschäftsjahr 2017 blieb damit hinter den Erwartungen des Vorstands zurück. Grund hierfür ist, dass die prognostizierten Umsatzergebnisse nicht vollständig erreicht werden konnten und die Kosten für Vertriebspartner deutlich über Plan waren.

C. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

I. Risikobericht

Planungs-, Steuerungs- und Überwachungssystem

Die impuls Finanzmanagement AG verfügt über ein grundlegendes Planungs-, Steuerungs- und Überwachungssystem. Die Überprüfung in Q4/2017 ergab, dass dieses System für die Zukunft einer Überarbeitung und Differenzierung bedarf, um Handlungsrelevanz sicherzustellen.

Das System besteht im Wesentlichen aus drei Komponenten:

Operative Erfolgsplanung

Überwachung der strategischen Zielwerte

Laufendes Tracking relevanter Unternehmensrisiken

Im kommenden Geschäftsjahr wird eine Controlling-Stelle unterhalb des Vorstands installiert, die laufend über Zielplan-Abweichungen, die darauf aufbauenden Hochrechnungen sowie die aktuelle Risikosituation berichten wird und sicherstellt, dass gegebenenfalls umgehend notwendige Maßnahmen seitens der Geschäftsführung beauftragt und im Unternehmen umgesetzt werden.

Gesetzliche Rahmenbedingungen

Als Ergebnis der Bundestagswahl 2017 wurde die Große Koalition bestätigt. Aus dem Koalitionsvertrag ergeben sich für die laufende Legislaturperiode keine Risiken eines grundlegenden Umbaus des zweigleisigen, deutschen Gesundheitsssystems.

Risiken für die Einnahmeseite der impuls Finanzmanagement AG könnten sich aus einer weiteren Begrenzung der Abschlussprovisionen im Rahmen eines LVRG2 ergeben.

Aus der IDD erwarten wir keine merklichen Beeinträchtigungen, da Ausbildung und Beratungsprotokollierung schon seit längerem feste Bestandteile im Vertriebsmanagement sind. Das bestehende Provisions- und Vergütungssystem wird im Rahmen des Projekts „impuls 2.0“ weiterentwickelt.

Die neue DSGVO bringt weitere Auflagen für eine geschäftliche Nutzung von Kunden- und Vertragsdaten mit sich. Die impuls Finanzmanagement AG hat sich bereits in 2017 auf die Einführung zum 25.05.2018 vorbereitet.

Gesamtwirtschaftliches Umfeld und resultierende Absatzrisiken

Die Risiken für die Versicherungswirtschaft bestehen weiterhin im niedrigen Kapitalmarktzins, der es den Lebensversicherern erschwert, bestehende Leistungsversprechen zu erwirtschaften und neue Leistungsgarantien zu vereinbaren. Als Vermittler von Lebensversicherungen sehen wir die Attraktivität des Produkts Altersvorsorge in der Beurteilung durch unsere Kunden gefährdet.

Organisationsrisiken

Prozesse sowie Führungs- und Organisationsstrukturen sollen sicherstellen, dass wirtschaftliches Handeln nachhaltig im Sinne von Rentabilität und Unternehmenszielsetzungen gewährleistet wird. Die Analyse im 4. Quartal hat hierzu deutliche Defizite aufgezeigt, die im Rahmen des Projekts „impuls 2.0“ zu beseitigen sind.

IT-Risiken

Die IT-Systeme der impuls Finanzmanagement AG befinden sich am Ende ihres Lebenszyklus und unterstützen effiziente Prozesse nicht im erforderlichem Umfang. Darüber hinaus ist festzustellen, dass die gesetzlichen Anforderungen an ein Business Continuity Management (BCM) in der Vergangenheit teilweise nicht erfüllt wurden. Es wurden bereits in 2017 erste Maßnahmen eingeleitet, die in 2018 fortgeführt und umgesetzt werden.

Stornorisiken

Betreffend der Zusammenarbeit mit externen Vertriebspartnern haftet die Gesellschaft für mögliche Stornierungen von Versicherungsverträgen. Für den Haftungsanteil der Vermittler bildet das Unternehmen eine Stornoreserve aus einbehaltenen Provisionsanteilen.

Für das bei der Gesellschaft verbleibende Risiko aus der Stornohaftung wurde eine Rückstellung auf Basis der Stornoquoten aus den Vorjahren sowie erwarteten Werten gebildet.

Eine Analyse und Bestandsaufnahme der aktuellen Stornorisiken in Q4/2017 hat deutliche Defizite sowohl im Vertrieb, als auch im Backoffice bei der Bearbeitung stornierter Versicherungsverträge ergeben. In 2018 sind deshalb umfangreiche Maßnamen zur Verbesserung der Stornosituation geplant.

Absatzrisiken

Ein weiterer signifikanter Rückgang der Vertriebsleistung würde den Bestand des Unternehmens gefährden. Es sind daher Maßnahmen zur Steigerung der Vermittlerproduktivität und zum Ausbau der Vertriebsorganisation geplant. Aufgrund dessen und der aktuellen Unternehmensplanung für die nächsten fünf Jahre gehen wir auch weiterhin von einem Fortbestand der Gesellschaft aus.

Liquiditätsrisiken

Das Unternehmen verfügt über eine wöchentliche Liquiditätsplanung zur Überwachung und Steuerung der aktuellen und zukünftigen Liquiditätssituation.

Die bestehende Liquiditätssituation ist weiterhin angespannt. Es wurden im 4. Quartal Maßnahmen zur Verbesserung und Stabilisierung der Liquiditätssituation ergriffen, die bereits zu einer leichten Entspannung geführt haben. Das Projekt „impuls 2.0“ wird in 2018 weitergehende Maßnahmen zu einer nachhaltig verbesserten Liquiditätslage umsetzen.

Risiken für die Liquiditätssituation könnten sich bei wider Erwarten negativen Ausgang der unter der Vermögenslage (siehe IV. 1.) genannten Schadensersatzforderungen ergeben.

Zum Bilanzstichtag standen der Gesellschaft Bankguthaben in Höhe von T€ 1.965 (Vj. T€ 1.030) zur Deckung ihres Refinanzierungs- und operativen Liquiditätsbedarfs zur Verfügung. Die im Vorjahr gewährte Finanzierungszusage über 4,5 Mio. € wurde durch die weitere Auszahlung von T€ 900 im Geschäftsjahr 2017 vollständig in Anspruch genommen.

Gesamtaussage zu den Risiken

Das Planungs-, Steuerungs- und Überwachungssystem zur Identifikation und Steuerung von Risiken der impuls Finanzmanagement AG ist weiterzuentwickeln, um genauere Analysen durchführen sowie verbesserte Planungsaussagen treffen zu können.

Sollten wider Erwarten die Ergebnisse sowie Cash Flows der Jahre 2018 fortfolgend aus der aktuellen Unternehmensplanung nicht erreicht werden, wäre die weitere Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft gefährdet.

Der Vorstand hat zur mittel- bis langfristigen Sicherung sowie Weiterentwicklung des Unternehmens das Projekt „impuls 2.0“ entwickelt und für 2018 aufgesetzt. Für dessen Umsetzung werden investive Mittel benötigt, die von außen zugeführt werden müssen.

II. Chancenbericht

Der Kundenbedarf nach unabhängiger und persönlicher Beratung in Vorsorge- und Versicherungsfragen ist ungeachtet des Aufkommens der Insuretechs nach wie vor sehr hoch. Die eingeführte Marke „impuls“ erleichtert uns auch in Zukunft die Kundenansprache. Signifikante Wachstumspotenziale können über verstärktes Cross Selling im Bestand und mit Rundum-Beratungskonzepten erschlossen werden.

Durch schlankere und automatisierte Prozesse können wesentliche Ertragsverbesserungen bei hoher Qualität für Vermittler und Kunden sichergestellt werden.

Das Projekt „impuls 2.0“ adressiert in 2018 sowohl Wachstums- wie auch Ertragsverbesserungen.

III. Prognosebericht

Insgesamt erwarten wir bei gleichbleibenden rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen einen leicht rückläufigen Absatz und, aufgrund der eingeleiteten Effizienzmaßnahmen, sowie dem Wegfall von Sondereffekten, eine deutliche Verbesserung der Ertragslage in 2018.

Für das Geschäftsjahr 2018 sind wesentliche Einsparungen, vor allem in den Bereichen Personal- und Raumkosten, geplant.

D. Forschung und Entwicklung

Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten werden von der Gesellschaft nicht betrieben.

 

Gersthofen, den 15. Juni 2018

gez. Michael Böck, Vorstand

Bilanz

Aktiva

31.12.2017
EUR
31.12.2016
EUR
A. Anlagevermögen 9.199.541,62 9.749.095,60
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 446.053,00 659.516,00
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 14,00 14,00
2. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 446.039,00 659.502,00
II. Sachanlagen 7.571.898,63 7.907.999,27
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.381.455,63 6.780.534,27
2. technische Anlagen und Maschinen 14.098,00 16.543,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.176.345,00 1.110.922,00
III. Finanzanlagen 1.181.589,99 1.181.580,33
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.156.291,26 1.156.291,26
2. sonstige Finanzanlagen 25.298,73 25.289,07
B. Umlaufvermögen 7.738.433,58 7.460.129,67
I. Vorräte 226.741,16 445.983,52
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.539.838,80 5.977.945,48
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.380.226,86 1.206.109,25
2. übrige Vermögensgegenstände 4.159.611,94 4.771.836,23
III. Wertpapiere 6.608,26 6.485,28
1. sonstige Wertpapiere 6.608,26 6.485,28
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.965.245,36 1.029.715,39
C. Rechnungsabgrenzungsposten 55.389,03 199.988,95
D. Aktive latente Steuern 1.855.420,75 1.065.370,00
Bilanzsumme, Summe Aktiva 18.848.784,98 18.474.584,22

Passiva

31.12.2017
EUR
31.12.2016
EUR
A. Eigenkapital 83.666,44 943.773,01
I. gezeichnetes Kapital 844.800,00 844.800,00
II. Kapitalrücklage 8.435.525,20 8.435.525,20
III. Gewinnrücklagen 1.326.800,00 1.326.800,00
IV. Bilanzverlust 10.523.458,76 9.663.352,19
B. Rückstellungen 7.069.327,35 6.549.390,57
C. Verbindlichkeiten 11.695.791,19 10.981.173,89
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 31.242,16 172.613,61
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 707.902,68 232.338,15
3. übrige Verbindlichkeiten 10.956.646,35 10.576.222,13
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 246,75
Bilanzsumme, Summe Passiva 18.848.784,98 18.474.584,22

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2017 – 31.12.2017
EUR
1.1.2016 – 31.12.2016
EUR
1. Rohergebnis 11.915.149,49 14.005.954,58
2. Personalaufwand 6.261.596,76 9.993.572,47
a) Löhne und Gehälter 5.476.503,35 8.577.249,22
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 785.093,41 1.416.323,25
davon für Altersversorgung 35.954,04 125.582,01
3. Abschreibungen 1.061.686,63 989.176,29
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.061.686,63 989.176,29
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 6.183.261,76 6.506.979,91
5. auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags erhaltene Gewinne 282.689,14 0,00
6. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 585,06 2.360,45
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 87.821,14 90.564,95
8. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 29,28 0,00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 341.913,05 269.364,35
10. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 294.130,22
11. Steuern vom Einkommen und Ertrag -764.653,09 42.694,48
12. Ergebnis nach Steuern -797.589,56 -3.997.037,74
13. sonstige Steuern 62.517,01 142.879,04
14. Jahresfehlbetrag 860.106,57 4.139.916,78

Ergebnisverwendung

1.1.2017 – 31.12.2017
EUR
1.1.2016 – 31.12.2016
EUR
14. Jahresfehlbetrag 860.106,57 4.139.916,78
15. Verlustvortrag aus dem Vorjahr 9.663.352,19 5.523.435,41
16. Bilanzverlust 10.523.458,76 9.663.352,19

Anhang

A. Allgemeine Angaben

Die impuls Finanzmanagement AG mit Sitz in Gersthofen (Amtsgericht Augsburg HRB 2058) ist gemäß den Größenkriterien des § 267 Abs. 2 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

B. Bilanzierung- und Bewertungsgrundsätze

Im vorliegenden Jahresabschluss 2017 werden die Regelungen des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) angewendet.

Der Bilanzierung und Bewertung liegen die Vorschriften des Handelsgesetzbuches über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften sowie den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes zugrunde. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Vergleich zum Vorjahr grundsätzlich unverändert.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren, 3 und 10 Jahren bei Lizenzen bzw. 15 Jahre bei gewerblichen Schutzrechten) bewertet.

Sachanlagevermögen

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden für Zugänge nach der linearen Methode vorgenommen.

Die Gebäude werden nach den steuerlichen Abschreibungssätzen über eine Nutzungsdauer von 25 bzw. 33 Jahren abgeschrieben. Dem restlichen Sachanlagevermögen werden Nutzungsdauern zwischen 3 und 15 Jahren zugrunde gelegt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter zwischen € 150,00 und € 1.000,00 werden als Sammelposten über 5 Jahre abgeschrieben.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bei dauerhafter Wertminderung am Bilanzstichtag bewertet.

Die Aufstellung des Anteilsbesitzes mit den Angaben nach § 285 Nr. 11 HGB wurde in einer gesonderten Aufstellung zusammengefasst.

Vorräte

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips gem. § 253 Abs. 4 HGB bewertet.

Die unfertigen Erzeugnisse wurden mit den Herstellkosten im Sinne des § 255 Abs. 2 HGB unter Beachtung der Grundsätze der verlustfreien Bewertung bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert angesetzt. Für das allgemeine Ausfallrisiko und Kreditrisiko wurde bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 0,5 % gebildet.

Für debitorische Kreditoren wurde eine Einzelwertberichtigung in Höhe des individuellen Ausfallrisikos vorgenommen.

Wertpapiere

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens wurden zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend des strengen Niederstwertprinzips zum Bilanzstichtag bewertet.

Kassen- und Bankbestände

Die Kassen- und Bankbestände werden zum Nennwert bilanziert.

Rechnungsabgrenzungsposten

Die Rechnungsabgrenzung betrifft Ein-/Auszahlungen vor dem Bilanzstichtag, welcher Ertrag/Aufwand nach dem Bilanzstichtag darstellt.

Latente Steuern

Die latenten Steuern beruhen auf Ansatz-/Bewertungsdifferenzen zwischen dem handels- und dem steuerrechtlichen Jahresabschluss sowie auf dem sich ergebenden steuerlichen Verlustvortrag. Es wurde vom Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 S. 2-4 HGB für den Ansatz von aktiven latenten Steuern Gebrauch gemacht.

Rückstellungen

Rückstellungen sind nach dem Grundsatz vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bewertet worden und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen sowie drohende Verluste.

Auf Grund gesetzlicher Änderungen hat sich der Zeitraum der Stornohaftung für die Vermittlung privater Krankenversicherungen ab 01.04.2012 von zuvor einem Jahr auf nunmehr fünf Jahre erhöht. Der verlängerte Stornohaftungszeitraum wurde auf Grundlage von Erwartungswerten und Schätzungen bei der Bewertung der Rückstellung berücksichtigt.

Die Pensionsrückstellung wurde nach einem versicherungsmathematischen Gutachten bewertet, dabei wurden folgende Bewertungsgrundsätze angewandt:

a. Teilwertverfahren

b. Richttafeln 2005 G von Klaus Heubeck

c. Rechnungszinssatz gem. Dt. Bundesbank 3,68 % p.a. per Stichtag 31. Dezember 2017

d. Erhöhung der Renten um jährlich 3 % nach Eintritt des Versorgungsfalles gem. BetrAVG

e. Der Betrag der nicht in der Bilanz ausgewiesenen Pensionsrückstellung gem. § 253 Abs. 6 HGB n.F. beträgt € 351.374 (Vj. € 278.642)

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

C. Erläuterungen und Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz

Anlagevermögen

Zur Entwicklung des Anlagevermögens vgl. Anlagespiegel.

Die Anteilsbesitzliste ist nachfolgend dargestellt:

Sitz Anteil
%
Eigenkapital
Jahresüberschuss des letzten Geschäftsjahres
impuls Medien & Marketing GmbH * Gersthofen 100,00% 56.888,23 0
impuls Vertriebsservice GmbH Gersthofen 100,00% 86.923,08 133.096,33
impuls Versicherungsvermittlung GmbH Gersthofen 100,00% 312.777,57 12.620,19
impuls systems GmbH Gersthofen 100,00% 8.628,20 39.813,93
EPA-Connect GmbH Gersthofen 100,00% -371.902,75 8.559,68
Gesamt 93.314,33 194.090,13

* es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der impuls Finanzmanagement AG

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen ergeben sich folgende Laufzeiten:

31.12.2017
T€
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
T€
31.12.2016
T€
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
T€
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.302 443 3.244 429
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.380 0 1.206 0
Sonstige Vermögensgegenstände 858 500 1.528 917
5.540 943 5.978 1.346

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus Liefer- und Leistungsbeziehungen.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital setzt sich zum Bilanzstichtag 31.12.2017 wie folgt zusammen:

Auf den Inhaber lautende Stammaktien:

844.800 Stück á € 1,00 € 844.800,00

In der Satzung wurde keine Ermächtigung des Vorstandes zur Erhöhung des Grundkapitals (genehmigtes Kapital) aufgenommen.

Im Bilanzverlust des Berichtsjahres ist ein Verlustvortrag von € – 9.663.352,19 enthalten.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus Liefer- und Leistungsbeziehungen.

Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betragen T€ 2.705 (Vj. 2.294) und die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr betragen T€ 8.990 (Vj. 8.687).

Mit Pfandrechte gesicherte Verbindlichkeiten betragen T€ 4.500 und sind vollständig mit einer Buchgrundschuld besichert.

D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Personalaufwand

Der Personalaufwand enthält Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von T€ 36 (Vj. T€ 126).

Zinserträge und -aufwendungen

In dem Posten sonstige Zinsen und ähnliche Erträge sind Zinserträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 57 (Vj. T€ 61) enthalten. Der Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen beinhaltet Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 23 (Vj. T€ 24).

Zinsaufwendungen in Höhe von T€ 74 (Vj. T€ 71) betreffen die Aufzinsung der Pensionsrückstellung.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag beinhalten Erträge aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern in Höhe von T€ 790 (Vj. T€ 20).

Beträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung

Rückstellungen in Höhe von T€ 665 wurden für mögliche ausstehende Gehälter an ehemalige Führungskräfte gebildet.

Zudem sind T€ 86 in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen für eine Sonderprüfung durch die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft enthalten, die im Geschäftsjahr 2016 von einem Aktionär beantragt wurde. Im Vorjahr wurden bereits T€ 150 in den sonstigen Rückstellungen berücksichtigt.

E. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB

Die Haftungsverhältnisse stellen sich wie folgt dar:

Verbindlichkeiten aus Bürgschaften, Wechsel und Scheckbürgschaften € 5.283,97
(davon gegenüber verbundenen Unternehmen) € 5.823,97

Die Inanspruchnahme aus Bürgschaften wird aufgrund der positiven Planungen für die Folgejahre und der damit möglichen Erfüllung aller Verpflichtungen als gering eingeschätzt.

Zudem bestehen Eventualverbindlichkeiten aus möglichen Schadensersatzansprüchen in Höhe von max. 3,3 Mio. € für von der Gesellschaft vermittelte Kaufverträge bzw. bei denen die Gesellschaft als Tippgeberin für den Abschluss von Kaufverträgen tätig war. Aktuell schätzen wir das Risiko einer Inanspruchnahme, auf Basis der Einschätzung unserer Rechtsanwälte, als gering ein, da eine systematisch falsche Information der Anleger nicht stattgefunden hat.

Ausschüttungssperre gem. § 268 Abs. 8 HGB

Gesamtbetrag € 2.206.794,75
davon wg. aktiven latenten Steuern € 1.855.420,75
davon wg. Unterschiedsbetrag Pensionsrückstellung € 351.374,00

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die finanziellen Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen stellen sich wie folgt dar:

Restlaufzeiten
31.12.2017
< 1 Jahr
1 – 5 Jahre
>5 Jahre
Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen 1.149.935 787.057 358.874 4.004

Art, Zweck, Risiken und Vorteile nicht in der Bilanz enthaltener Geschäfte

Die nicht in der Bilanz ausgewiesenen Geschäfte betreffen ausschließlich Miet- und Leasingvereinbarungen, wodurch die Kapitalbindung reduziert wird.

Mitglieder des Vorstandes

Dem Vorstand gehören an:

Herr Herbert Nißel, Kaufmann, Vorstand (bis 28.08.2017)

Herr Michael Böck, Kaufmann, Vorstand (ab 28.08.2017)

Es wird die Schutzklausel im Sinne des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen und auf die Angaben gem. § 285 Nr. 9 Buchstabe a und b HGB verzichtet.

Mitglieder des Aufsichtsrates

Dem Aufsichtsrat gehören folgende Personen an:

Herr Peter Ludwig, Versicherungskaufmann (bis 28.08.2017)

Herr Jörg Freiesleben, Kaufmann (Vorsitzender ab 28.08.2017)

Herr Albert Fendt, Versicherungskaufmann (stellvertretender Vorsitzender)

Herr Holger Ehses, Dipl.-Mathematiker, Dipl.-Kaufmann, Vorstand

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrates betragen T€ 6.

Mitarbeiter

Die Zahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter belief sich im Geschäftsjahr 2017 auf 147 Angestellte (Vj. 201 Angestellte).

Kredite an Aufsichtsratsmitglieder

Im Berichtszeitraum wurden keine Kredite an Aufsichtsratsmitglieder gewährt.

Konzernzugehörigkeit

Die impuls Finanzmanagement AG stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und den größten Konzernkreis auf.

 

Gersthofen, den 15. Juni 2018

gez. Michael Böck, Vorstand

Anlagespiegel

Anschaffungs-/ Herstellungskosten 01.01.2017
Euro
Zugänge (+)
Euro
Abgänge (-)
Euro
Stand am 31.12.2017
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.305.367,00 0,00 0,00 3.305.367,00
2. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 2.337.424,49 44.616,66 -457.279,51 1.924.761,64
5.642.791,49 44.616,66 -457.279,51 5.230.128,64
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 10.413.884,61 0,00 -45.802,12 10.368.082,49
2. technische Anlagen und Maschinen 105.488,81 0,00 0,00 105.488,81
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.449.846,03 567.220,97 -4.363.597,34 4.653.469,66
18.969.219,45 567.220,97 -4.409.399,46 15.127.040,96
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.156.291,26 0,00 0,00 1.156.291,26
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 73.840,60 0,00 0,00 73.840,60
1.230.131,86 0,00 0,00 1.230.131,86
25.842.142,80 611.837,63 -4.866.678,97 21.587.301,46
Abschreibungen 01.01.2017
Euro
Zugänge (+)
Euro
Zuschreibungen
Euro
Abgänge (-)
Euro
Stand am 31.12.017
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.305.353,00 0,00 0,00 0,00 3.305.353,00
2. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 1.677.922,49 258.051,66 0,00 -457.251,51 1.478.722,64
4.983.275,49 258.051,66 0,00 -457.251,51 4.784.075,64
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 3.633.350,34 360.529,00 0,00 -7.252,48 3.986.626,86
2. technische Anlagen und Maschinen 88.945,81 2.445,00 0,00 0,00 91.390,81
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.338.924,03 440.660,97 0,00 -4.302.460,34 3.477.124,66
11.061.220,18 803.634,97 0,00 -4.309.712,82 7.555.142,33
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 48.551,53 29,28 -38,94 0,00 48.541,87
48.551,53 29,28 -38,94 0,00 48.541,87
16.093.047,20 1.061.715,91 -38,94 -4.766.964,33 12.387.759,84
Buchwerte 31.12.2017
Euro
Buchwerte 31.12.2016
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 14,00 14,00
2. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 446.039,00 659.502,00
446.053,00 659.516,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 6.381.455,63 6.780.534,27
2. technische Anlagen und Maschinen
14.098,00 16.543,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.176.345,00 1.110.922,00
7.571.898,63 7.907.999,27
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.156.291,26 1.156.291,26
2. Beteiligungen 25.298,73 25.289,07
1.181.589,99 1.181.580,33
9.199.541,62 9.749.095,60

Bericht des Aufsichtsrats

Herr Albert Fendt und Herr Holger Ehses waren während des gesamten Geschäftsjahres 2017 Mitglieder des Aufsichtsrats. Der vormalige Aufsichtsratsvorsitzende, Herr Peter Ludwig, schied mit Ablauf der Hauptversammlung vom 28.08.2017 aus dem Aufsichtsrat in Folge Amtsniederlegung aus. Herr Jörg Freiesleben wurde in selbiger Hauptversammlung zum Mitglied des Aufsichtsrats gewählt.

Herr Michael Böck wurde durch Beschluss des Aufsichtsrats zum neuen Vorstand bestellt. Dem vormaligen Vorstand Herrn Herbert Nißel wurde durch die Hauptversammlung vom 28.08.2017 das Vertrauen entzogen. Nach Prüfung und Beratung durch den Aufsichtsrat wurde er am 29.08.2017 abberufen.

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2017 die durch Gesetz und Satzung vorgesehenen Aufgaben wahrgenommen und sich in Sitzungen wie auch in Einzelbesprechungen durch den Vorstand über die Lage der Gesellschaft unterrichten lassen und die erforderlichen Beschlüsse gefasst. Darüber hinaus fanden zahlreiche Einzelgespräche von Aufsichtsratsmitgliedern mit dem Vorstand statt. Über das Ergebnis dieser Gespräche wurde der Aufsichtsrat jeweils unterrichtet.

Auf Grund der wirtschaftlichen Lage, in der die Gesellschaft sich seit dem Geschäftsjahr 2016 befindet, wurde durch den Vorstand Michael Böck ein Risikomanagementsystem nebst umfassender Liquiditätsplanung eingerichtet. Hierüber, über die Gesamtlage des Unternehmens sowie wichtige Einzelfragen hat der Vorstand dem Aufsichtsrat vor allem ab September 2017 regelmäßig berichtet.

lm Geschäftsjahr 2017 fanden 14 Aufsichtsratssitzungen statt, an denen sämtliche Aufsichtsratsmitglieder teilgenommen haben. Darüber hinaus erfolgten 4 Beschlussfassungen im Umlaufverfahren.

Eine besondere Belastung für den Aufsichtsrat und die Gesellschaft ergab sich aus einer Reihe von überwiegend noch anhängigen Rechtsstreitigkeiten mit und zwischen Aktionären, insbesondere auch wegen Anfechtung von Hauptversammlungsbeschlüssen, sowie mit dem ausgeschiedenen Vorstandsmitglied Herbert Nißel.

Neben diesen rechtlichen Auseinandersetzungen waren insbesondere die Vermögens-, Liquiditäts- und Ertragslage der Gesellschaft Schwerpunkte der Beratungen des Aufsichtsrats. Die Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Unternehmensleitung durch den Vorstand wurde durch regelmäßige Untersuchung der Organisation der Gesellschaft sowie des Risikomanagementsystems geprüft. Hierzu wurden Gespräche mit dem Vorstand, dem Abschlussprüfer und rechtlichen sowie steuerlichen Beratern geführt und entsprechende Unterlagen eingesehen.

Besondere Schwerpunkte der Tätigkeit des Aufsichtsrats waren außerdem die Mitwirkung bei der Analyse der Geschäftsprozesse, die Beratung bei Restrukturierungsmaßnahmen und der Personalplanung sowie die Erstellung eines Business Case.

Der vom Verstand aufgestellte Jahresabschluss zum 31.12.2017 und der Lagebericht der impuls Finanzmanagement AG ebenso wie der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht sind unter Einbeziehung der Buchführung von der S&P GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Augsburg, geprüft worden. Der Abschlussprüfer hat keine Einwendungen erhoben und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.

Für das Geschäftsjahr 2017 sind dem Aufsichtsrat gem. § 170 AktG der Jahresabschluss, der Lagebericht des Vorstandes, der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht vorgelegt worden. Darüber hinaus lagen dem Aufsichtsrat die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers über die Prüfung des Jahres- und des Konzernabschlusses vor. Der Aufsichtsrat hat den Jahres- und den Konzernabschluss für die impuls Finanzmanagement AG in der Sitzung vom 04.07.2018 in Anwesenheit des Abschlussprüfers beraten. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen. Er hat den Jahres— und Konzernjahresabschluss zum 31.12.2017 gebilligt. Der Jahresabschluss ist somit gem. § 172 AktG festgestellt.

Der Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag des Vorstands an, den im festgestellten Jahresabschluss zum 31.12.2017 ausgewiesenen Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 860.106,57 und damit den Bilanzverlust in Höhe von insgesamt EUR 10.523.458,76 auf neue Rechnung vorzutragen. Der Aufsichtsrat dankt dem Verstand, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Beteiligungsunternehmen und der impuls Finanzmanagement AG für ihr außerordentliches Engagement im vergangenen Geschäftsjahr.

 

Hamburg, den 19.07.2018

Für den Aufsichtsrat

gez. Jörg Freiesleben, Vorsitzender

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 04.07.2018 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

In dem vorstehenden zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt.

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der impuls Finanzmanagement AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht hin. Dort ist im Abschnitt Risikobericht ausgeführt, dass der Fortbestand der Gesellschaft aufgrund angespannter Liquidität bedroht ist.

 

Augsburg, den 15. Juni 2018

S & P GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Kanus, Wirtschaftsprüfer

gez. Layher, Wirtschaftsprüfer

 

 

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