Prinz Harry wird seine kommende Reise nach Großbritannien ohne Ehefrau Meghan sowie die gemeinsamen Kinder Archie und Lilibet antreten. Der Grund ist wenig überraschend: Der seit Jahren schwelende Streit um seinen Personenschutz entwickelt sich immer mehr zur königlichen Endlosserie.
Eigentlich hatte Harry gehofft, seine Familie mit nach London nehmen zu können. Doch weil ihm für den Aufenthalt keine vom britischen Steuerzahler finanzierte Polizeibegleitung zugesichert wurde, zog der Herzog von Sussex offenbar die Reißleine. Sicherheit gehe schließlich vor – zumindest, wenn es nach Harry geht.
Ganz ausgeschlossen ist ein Familienauftritt auf britischem Boden allerdings noch nicht. Außerhalb Londons könnten Meghan und die Kinder möglicherweise später hinzustoßen. Eine endgültige Entscheidung scheint jedoch noch genauso auszustehen wie die nächste Runde im Dauerstreit mit den britischen Behörden.
Dabei steht Harrys Reise eigentlich unter einem erfreulichen Vorzeichen. In Birmingham beginnt der Countdown für die Invictus Games 2027 – jenes internationale Sportereignis für verwundete Soldatinnen und Soldaten, das Harry vor über zehn Jahren selbst ins Leben gerufen hat. Doch erneut droht die Debatte um seine persönliche Absicherung den eigentlichen Anlass in den Hintergrund zu drängen.
Seit seinem Rückzug aus dem engeren Kreis der Royals im Jahr 2020 kämpft Harry erbittert gegen die Entscheidung, ihm den automatischen Polizeischutz zu entziehen. Mehrere Gerichtsverfahren später hat sich an der Lage wenig geändert. Auch eine von ihm eingeforderte unabhängige Neubewertung der Gefahrenlage lässt weiterhin auf sich warten.
Harrys Sprecher betont, es gehe nie um eine bestimmte Unterkunft, sondern um einen lückenlosen Schutz während der gesamten Reise. Risiken würden schließlich der Person folgen – und nicht der Adresse. Die britische Regierung hält dagegen unbeirrt an ihrer Linie fest und bezeichnet das bestehende Sicherheitskonzept als „streng und angemessen“. Über Einzelheiten werde aus verständlichen Gründen grundsätzlich nicht gesprochen.
Für zusätzliche Verwirrung sorgte zuletzt die Frage nach Harrys Unterkunft. Zunächst hieß es, die Sussexes würden teilweise auf einem königlichen Anwesen wohnen – dort wäre der Polizeischutz automatisch gewährleistet gewesen. Der Buckingham-Palast stellte jedoch kühl klar, man wisse bislang gar nicht, ob Harry und Meghan die Einladung von König Charles überhaupt angenommen hätten.
Die frostigen Beziehungen innerhalb der königlichen Familie bleiben damit ein ebenso großes Thema wie Harrys Sicherheitsbedenken. Zwar trafen sich Vater und Sohn im vergangenen Jahr erstmals seit langer Zeit wieder zu einem privaten Gespräch bei Tee in Clarence House, was Hoffnungen auf eine Annäherung weckte. Doch von einer echten Familienharmonie ist man offenbar noch immer weit entfernt. Besonders das Verhältnis zu Prinz William gilt weiterhin als tief belastet.
So bleibt festzuhalten: Während König Charles auf diplomatischen Reisen rund um den Globus unterwegs ist und die Monarchie ihren gewohnten Pflichten nachgeht, sorgt Prinz Harry weiterhin dafür, dass die Schlagzeilen weniger von seinen Projekten als vielmehr von Sicherheitsfragen, Familienstreitigkeiten und organisatorischen Turbulenzen bestimmt werden. Die Invictus Games hätten eigentlich die Hauptrolle verdient – doch einmal mehr scheint das königliche Drama den besseren Sendeplatz zu haben.
Kommentar hinterlassen