Die Finanzmarktaufsicht Liechtenstein (FMA) greift gegen die umstrittene TGI AG durch. Wie die Behörde am Donnerstag bekanntgab, wurde dem Goldhändler mit sofortiger Wirkung untersagt, die Produkte „Customer Basic 2 %“, „Sales Premium“ und „Sofortrabatt“ weiterhin öffentlich anzubieten oder zu vertreiben.
Nach Einschätzung der FMA betreibt die TGI AG mit diesen Angeboten unerlaubt Einlagengeschäfte. Für entsprechende Finanzdienstleistungen fehle dem Unternehmen die notwendige Bewilligung der Aufsichtsbehörde.
Die TGI AG weist die Vorwürfe hingegen entschieden zurück. In einer Stellungnahme auf der Unternehmenswebseite erklärte der Goldhändler, es handle sich bei den angebotenen Modellen nicht um Einlagengeschäfte, sondern um reguläre Kaufverträge über physisches Feingold.
Zugleich betonte das Unternehmen, die Verfügung der FMA betreffe lediglich „drei der vier angebotenen Produkte“. Kunden, die ihr Gold bereits erhalten hätten, seien nach Darstellung der Behörde nicht von der Maßnahme betroffen.
Der von dem österreichischen Unternehmer Helmut Kaltenegger geführte Goldhändler hatte in den vergangenen Monaten mit ungewöhnlich hohen Rabatten auf Goldkäufe Aufmerksamkeit erregt. Kunden, die bereit waren, mehrere Jahre auf die Auslieferung ihres Goldes zu warten, wurden Preisnachlässe von bis zu zwei Prozent in Aussicht gestellt. Nach Angaben des Unternehmens sollte das Edelmetall während der Wartezeit bereits sicher hinterlegt sein.
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