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Handelsblatt Artikel zum Thema TGI AG

TheDigitalArtist (CC0), Pixabay
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Handelsblatt-Bericht zu TGI: Ermittler prüfen Verdacht auf Schneeballsystem und Pyramidenspiel

Die Vorwürfe gegen die TGI AG aus Liechtenstein wiegen schwer. Nach einem Bericht des Handelsblatts verdächtigt die Liechtensteiner Staatsanwaltschaft den Goldhändler Helmut Kaltenegger und weitere Personen, im Zusammenhang mit der TGI AG ein Schneeballsystem und Pyramidenspiel betrieben zu haben. Grundlage der Ermittlungen ist demnach unter anderem ein Beschluss des Fürstlichen Landgerichts, auf dessen Basis im Juni Firmenräume in Vaduz durchsucht wurden.

Zum Handelsblatt-Bericht über die Razzia bei TGI

Im Mittelpunkt steht offenbar die Frage, ob tatsächlich in dem Umfang Kundengelder an Investmentpartner weitergeleitet wurden, wie es das Geschäftsmodell der TGI nahelegte. Nach Darstellung des Handelsblatts sollen Ermittler vor der Durchsuchung gezielt Finanzströme ausgewertet und dabei auf zahlreiche Ungereimtheiten gestoßen sein. Den Strafverfolgern lägen konkrete Verdachtsgründe vor. Das Handelsblatt hatte bereits im Juni über den Verdacht auf Betrug und Geldwäsche sowie die Razzia bei TGI berichtet.

Die TGI weist die Vorwürfe zurück. Ein von dem Unternehmen beauftragter Wiener Jurist erklärte gegenüber dem Handelsblatt, das angedeutete Vorliegen eines betrügerischen Schneeballsystems beziehungsweise illegalen Pyramidenspiels werde „auf das Schärfste“ zurückgewiesen. Die Vorwürfe seien ungerechtfertigt und würden nach Auffassung der TGI in naher Zukunft ausgeräumt.

Bekannt geworden war die TGI AG durch außergewöhnlich hohe Rabatte auf Gold. Kunden zahlten nach dem Modell im Voraus und sollten teilweise bis zu drei Jahre auf die Lieferung des Feingolds warten. In dieser Zeit wurden ihnen monatliche Rabatte in Aussicht gestellt. Je nach Modell war von möglichen Gewinnen zwischen 72 und 144 Prozent die Rede.

Gerade diese Konstruktion steht nun im Zentrum der kritischen Fragen. Denn bei einem Schneeball- oder Pyramidensystem werden vermeintliche Gewinne früherer Teilnehmer nicht aus echten wirtschaftlichen Erträgen bezahlt, sondern aus Einzahlungen neuer Teilnehmer. Genau diesen Verdacht sollen die Ermittler anhand der Zahlungsflüsse prüfen.

Nach den im Handelsblatt wiedergegebenen Erkenntnissen sollen über mehrere Konten erhebliche Summen von mutmaßlichen Investoren eingegangen sein. Zugleich sollen nur vergleichsweise geringe Beträge an die angeblichen Zielinvestments in Afrika geflossen sein. Auf einem Konto seien beispielsweise rund 31,3 Millionen Euro vermutlich von Investoren eingegangen; davon sollen nur drei Millionen Euro an eine Gold Crest Trading GmbH geflossen sein, allerdings nach Wien und nicht nach Afrika. Rund 18,3 Millionen Euro sollen hingegen an Investoren überwiesen worden sein.

Auch weitere Konten werfen dem Bericht zufolge Fragen auf. Auf einem Konto sollen rund 8,8 Millionen Euro von mutmaßlichen Investoren eingegangen sein, ohne dass Zahlungen an afrikanische Zielinvestments erkennbar gewesen seien. Auf einem dritten Konto sollen Anfang 2026 rund 20 Millionen Euro gelegen haben; im Januar 2026 habe es dort fast 12.000 Transaktionen gegeben, jedoch keine an die vermeintlichen Partnerfirmen in Afrika.

Die TGI erklärt demgegenüber, Auszahlungen, Rabatte oder Rückzahlungen nicht aus Einzahlungen neuer Kunden finanziert zu haben. Zahlungsflüsse und Gegenverrechnungen wolle man den Behörden lückenlos und transparent erklären.

Brisant ist auch die Frage, wo das angebliche Kundengold tatsächlich lagert und ob es einzelnen Kunden eindeutig zugeordnet werden kann. Die TGI hatte zur Bestätigung eines Goldbestandes auf ein Gutachten des Beratungsnetzwerks Grant Thornton verwiesen. Darin soll es um mehr als zwei Tonnen Doré-Barren bei einem Partner in Sierra Leone gegangen sein. Die Ermittler sollen dieses Gutachten jedoch kritisch bewerten, unter anderem weil eine eindeutige Zuordnung der Barren zu einzelnen Kunden offenbar nicht möglich gewesen sei.

Hinzu kommt ein weiterer Punkt: Warum soll das Gold plötzlich in Sierra Leone gelagert worden sein, nachdem zuvor überwiegend von Partnern in Ghana die Rede war? Auch diesen Wechsel des angeblichen Lagerortes sehen die Ermittler laut Bericht kritisch. weiterlesen

https://www.handelsblatt.com/finanzen/maerkte/devisen-rohstoffe/goldhandel-ermittler-verdaechtigen-tgi-ein-schneeballsystem-zu-betreiben/100242709.html

39 Kommentare

  • Klaus K. verhöhnt soeben auf Trustpilot Handelblatt.
    Die Bewertung sowieso.
    Mit GGMT Freispruch alles geklärt – wird wieder so sein!!
    Klaus K. scheint auch ein Oberstruki zu sein.

  • Passender Hinweis! Der junge Mann bekommt jetzt vielleicht soviel Geld von Kaltenegger das er sich mal Duschgel kaufen kann, und mal ordentlich anziehen kann. Solche Typen kann man nicht ernstnehmen. Bezahlte Agitatoren wie einst Josef G. im Dritten Reich

  • Wie nennt man die Damen die für Geld alles tun? Da gibt es dann auch Männer, oder Persoinen die sich für Männer halten, aber nichts anderes sind als bezahlte männliche N……

  • Und die Doré Goldbarren hatten alle 23,5 Karat Goldgehalt, was Blattgold auch hat😉. Die Prüfmaschinen wurden ja vor der Goldprüfung nicht überprüft 😆😈⚠️…..steht geschrieben.

    • Zitat Grad Thornton aus Prüfbericht: „Da unser Bericht ausschließlich im Auftrag und im Interesse des Auftraggebers erstellt wird, bildet er keine Grundlage für ein allfälliges Vertrauen anderer dritter Personen auf seinen Inhalt.”

      Ich denke mehr muss man dazu nicht sagen, daher hat man den auch niemandem gezeigt.

      • Ich habe schon sehr viele Wirtschaftsprüfberichte gelesen und auch schon welche mitverfasst, auch von Grant Thornton, aber den Spruch „bildet er keine Grundlage für ein allfälliges Vertrauen anderer dritter Personen auf seinen Inhalt“ habe ich wirklich noch nie gelesen.

    • Das sind ja Feinheiten.

      Ich wäre ich als Kunde schon froh, wenn’s auch nur 70% Reinheit hätte, es dafür aber existent wäre.

      Aber danach sieht’s ja nicht aus, wenn nur 9% der Einnahmen in die Zielinvestition gingen, und selbst dann weiß man ja nicht, ob die TGI dafür Gold bekommen hat.

      Dem Treuhänder Baki Wahsh würde ich nicht mal einen alten Socken anvertrauen.

    • Und der Raschauer hat, habe ich zumindest gelesen, schon eine Vorstrafe wegen Steuerhinterziehung (ich weiß schon, die TGI-Anwälte wollen nicht, dass das bekannt wird), das wirkt natürlich strafverschärfend, ohne der Justiz vorgreifen zu wollen.

      Mohrenschild wird nicht namentlich erwähnt, aber der gehört zum bei NEWS namentlich genannten „Institut für Vermögenssicherung“.

  • Nur eine Randnotiz, aber dass der Aktienprospekt kostenpflichtig zurückgeschmissen wurde, haben die uns auch im TGI TV noch nicht verraten, oder hat das jemand mitbekommen?

    Aber das ist vielleicht das Thema nächsten Donnerstag, zusammen mit der Bilanzpräsentation.

    • Hustlerbiz wir da noch nicht dabei sein, Überraschung, Überraschung sein Besuch in Wien verschiebt sich um eine Woche. Bis dahin sieht erdie neueste Berichterstattung eher entspannt. Alles nur Indizien. Ein Schuft…..

        • Der gute Hustlerbiz kann auch keine Neuigkeiten in dem Artikel finden die nicht längst diskutiert würden, ausser den Zahlungsströmen. Macht Liebe womöglich doch blind?

          • Im neuesten Short greift er Thomas Bremer persönlich an und droht, mehr oder weniger direkt mit einer Verleumdungsklage. Die beschäftigung mit der TGI fällt weiterhin eher mau aus.

      • Vielleicht kann der kleine Gunni seinen “ ich zahle Cash“ Kumpel Helmi am 4. Oder 5.8 schon an seiner neuen Adresse (Landesgerxxxxxstrasse) besuchen.

      • Aber der Podkast „Grantler und Piefke“ findet doch hoffentlich trotzdem statt, das kann man ja auch wunderbar online machen. Ich habe mich schon so darauf gefreut!

      • Also Kontoöffnungen von 68 Bankkonten und auswerten der Geldflüsse als die üblichen Indizien zu Werten, da brauchts auch ein fettes Brett aus Geldbündeln vor der Stirn.

        Im übrigen hasse ich nichts mehr als gekaufte Ex-Kritiker. Aufregen muss man sich nicht wirklich, da der Typ keine Reichweite hat.

        • Drum verstehe ich’s auch gar nicht, warum der hier so thematisiert wird, wenn er eh keine Reichweite hat.

          Auch wenn man nicht nach dem Äußeren urteilen sollte, der wirkt doch wie einer, dem man an der U-Bahn-Station aus dem Weg gehen würde, weil man damit rechnen muss, gefragt zu werden, ob man mal ’nen Euro hat.

          Wäre ich Finanzbeamter, würde ich auch mal schauen, ob die reale Geschäftsführung seines Unternehmens wirklich in Litauen stattfindet oder das ein sehr schlecht getarntes Steuerhinterziehungsmodell ist. E. g. d. UV.

          • Da ich eigentlich „Hustler“ nur als Namen eines Herrenmagazins kannte, habe ich mal die KI gefragt, was das Wort eigentlich bedeutet.

            „Die traditionelle, negative Bedeutung: Der Trickser / Gauner. Das ist die ältere, klassische Bedeutung, die man oft in Kriminalfilmen hört. Bedeutung: Ein Betrüger, Taschendieb, Zuhälter oder jemand, der andere mit illegalen oder halblegalen Tricks übers Ohr haut.“

          • Ist ja meist in Berlin – das wäre sicher zu klären.
            Zudem auch ob die Versteuerung von Helmis Gold (Silber) münzen durch den Judas erfolgt.Masseverwalter wird auch diese Zahlungen rückfordern.
            Das zumindest sollte ihm bewusst sein.Das war meine letzte Meldung zu dem mit Kundengeld bezahltem Schwätzer.Einfach grauslich.

          • In der Geldwäsche ist er natürlich auch drin, wenn er Zahlungen für grundsätzlich legale Tätigkeiten entgegennimmt, von denen er weiß oder wissen müsste, dass sie aus kriminellen Quellen stammen.

            Das gilt natürlich auch für seine Rechtsanwälte. Und für den Vermieter in der Naaffgasse. (Der in Vaduz hat ja angeblich so oder so schon gekündigt.)

  • Der NEWS-Artikel geht deutlich tiefer als jener des Handelsblatts.

    Dass die TGI AG selbst nach Auswertung sämtlicher Bankkonten des gesamten Konstrukts weiterhin alle Vorwürfe bestreiten wird, ist absehbar. Meine Befürchtungen hinsichtlich des geheim gehaltenen Gutachtens wurden durch die nun bekannt gewordenen Details sogar noch übertroffen.

    Auch die Darstellung zum Doré-Gold ist nicht plausibel. Doré-Gold aus verschiedenen Minen – und selbst Gold aus unterschiedlichen Bereichen ein und derselben Mine – weist nicht durchgehend exakt 23,5 Karat auf. Der Feingehalt und die Verunreinigungen variieren bereits innerhalb einer Goldader. Eine durchgängig identische Reinheit wäre daher zumindest äußerst erklärungsbedürftig.

    Für mich bleibt der entscheidende Punkt unverändert: Das Geschäftsmodell der TGI ist unter realistischen wirtschaftlichen Bedingungen nicht darstellbar. Ich habe das anhand mehrerer Varianten ausführlich durchgerechnet. Mit den behaupteten Rabatten, Provisionen, Förderkosten und sonstigen Ausgaben geht sich das Modell rechnerisch nicht aus – schon gar nicht mit einer derart kostenintensiven Geschäftsführung.

      • Wenn das so doof ist warum hat dann die TGI genau dieses 24- Karat Gold ihren Kunden versprochen? Kaltenegger hätte ja auch ehrlich sein könen. Theoretisch.

        • Das liegt vermutlich daran, dass die TGI nicht so weit vorausschauend agiert. Als sie dann einen Beweis für das Kundengold benötigt haben, hat sich kurzfristig nichts besseres auftreiben lassen. Und wie man sieht war das auch völlig egal, weil die TGI Jünger sowieso alles glauben was man ihnen serviert.

  • Heißt der Treuhänder so wie eine beliebte Blumenart, die auch als Liebessymbol angesehen wird?

    Das wäre der einzige, den ich im Verzeichnis der RAK Niederösterreich gefunden hätte.

    Nun, ich war nicht dabei. Aber wenn die Staatsanwaltschaft so konkrete Zahlen an die Presse rausgibt, wieviel wohin gegangen ist, gilt die Vermutung, dass die Geschichte einen wahren Kern hat.

    Gleich mal auf Trustpilot schauen, ob da neue Jubelperser schreiben….

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