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Großes Kino: Kolumbien holt seine „geliebten“ Staatsbürger mit eigenen Militärjets ab

Clker-Free-Vector-Images (CC0), Pixabay
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Und wieder einmal zeigt die hohe Politik, wie herzliche Diplomatie im 21. Jahrhundert funktioniert. Zwei kolumbianische Militärflugzeuge mit rund 200 frisch aus den USA abgeschobenen Kolumbianern an Bord landeten heute in Bogotá. Präsident Gustavo Petro ließ es sich nicht nehmen, auf X triumphierend Bilder der Ankömmlinge zu teilen – selbstverständlich ohne Handschellen. Denn wenn eines klar ist, dann dass eine erzwungene Abschiebung erst durch das Fehlen von Handschellen zu einer würde- und respektvollen Heimkehr wird.

Petro ließ sich weiter auf X zitieren: „Sie sind Kolumbianer, frei und würdevoll.“ Man könnte fast glauben, sie wären nach einer erfolgreichen Mars-Mission zurückgekehrt und nicht gerade unfreiwillig aus einem anderen Land hinausgeworfen worden. Aber gut, Diplomatie lebt ja bekanntlich von schönen Worten.

Trump vs. Petro: Der übliche Schlagabtausch

Vorher hatte sich Petro mit US-Präsident Donald Trump – bekannt für seine subtile und feinfühlige Außenpolitik – angelegt. Nachdem Kolumbien am Sonntag zwei US-Militärflugzeuge mit abgeschobenen Bürgern einfach wieder nach Hause schickte, platzte Trump der Kragen. Und was macht ein Trump in so einer Situation? Natürlich das, was er am besten kann: mit Zöllen drohen.

25 Prozent auf kolumbianische Produkte? Zack, fertig.
50 Prozent nach einer Woche? Noch besser.
Weil das Leben aber kein Wunschkonzert ist, drohte Petro erst einmal mit eigenen Zöllen auf US-Produkte. Doch siehe da: Nach kurzem Säbelrasseln besann sich Kolumbien dann doch auf die Kunst der pragmatischen Selbsterniedrigung. Statt die Abschiebungen zu verhindern, schickte Bogotá einfach eigene Militärflugzeuge. Clever! So kann man sich die Demütigung wenigstens selbst zufügen, statt sie von den USA aufs Auge gedrückt zu bekommen.

Am Ende bleibt also festzuhalten: Alle sind zufrieden. Die USA haben ihre unerwünschten Migranten los, Kolumbien hat sie mit „Liebe“ empfangen – und Trump hat mal wieder bewiesen, dass Zölle sein liebstes Spielzeug sind. Win-win? Na ja, für jemanden sicher.

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