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Große Aufregung in Washington: Jetzt sollen die Israelis die Amerikaner belauschen

OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay
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Jahrzehntelang galt in Washington eine einfache Regel: Die USA hören alle ab. Punkt.

Nun sorgt eine neue Entwicklung für leichte Verwirrung in den Fluren des Pentagons. Medienberichten zufolge haben die amerikanischen Geheimdienste die Bedrohung durch israelische Spionage auf die höchste Alarmstufe angehoben. Offenbar herrscht in Washington die Sorge, dass ausgerechnet der engste Verbündete im Nahen Osten etwas tut, was sonst nur die Amerikaner selbst machen: zuhören.

Nach Angaben verschiedener US-Medien sollen israelische Dienste versucht haben, Informationen über interne Beratungen der Trump-Regierung zu sammeln. Im Fokus standen demnach hochrangige Regierungsvertreter und deren Einschätzungen zu den Konflikten im Nahen Osten.

Mit anderen Worten: Man wollte offenbar wissen, was die Amerikaner denken. Ein Vorgang, der in Washington traditionell als besonders unhöflich gilt, wenn ihn andere tun.

Pentagon entdeckt das Konzept der Gegenspionage

Besonders beunruhigt sollen amerikanische Sicherheitsbehörden darüber sein, dass Israel über hochentwickelte Fähigkeiten zur Informationsbeschaffung verfügt.

Eine schockierende Erkenntnis.

Denn bislang war man in Washington offenbar davon ausgegangen, dass modernste Überwachungstechnik ausschließlich in den Vereinigten Staaten existiert und alle anderen Staaten ihre Informationen per Brieftaube oder Rauchzeichen austauschen.

Nun mussten einige Beamte feststellen, dass auch Verbündete gelegentlich neugierig werden.

Wer belauscht hier eigentlich wen?

Die eigentliche Frage lautet inzwischen nicht mehr, ob spioniert wird, sondern wer gerade wen abhört.

Die Amerikaner vermuten israelische Aktivitäten.

Die Israelis vermuten vermutlich amerikanische Aktivitäten.

Und irgendwo dazwischen sitzen Geheimdienstmitarbeiter und hören vermutlich gegenseitig ihre Abhörprotokolle ab.

Ein Insider soll die Situation treffend beschrieben haben:

„Es wird immer schwieriger herauszufinden, wer die Gesprächspartner und wer die Zuhörer sind.“

Trump und Netanjahu: Die große Freundschaft bekommt Kratzer

Für zusätzliche Spannung sorgt die Tatsache, dass das Verhältnis zwischen US-Präsident Donald Trump und Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu zuletzt nicht mehr ganz so harmonisch verlaufen sein soll.

Nach Medienberichten kam es zu einem hitzigen Telefonat zwischen beiden Politikern.

Beobachter vermuten, dass es dabei weniger um Diplomatie ging als um die Frage:

„Woher wusstest du das eigentlich?“

Die wahre Tragödie

Am Ende bleibt vor allem eine bittere Erkenntnis für Washington:

Man hat Jahrzehnte lang die ganze Welt überwacht und muss nun feststellen, dass andere Länder ebenfalls auf die Idee gekommen sind.

Für manche Strategen im Pentagon dürfte das ungefähr so überraschend sein, als würde ein Fischhändler feststellen, dass auch andere Menschen Fisch essen.

Die größte Bedrohung ist daher möglicherweise gar nicht die israelische Spionage.

Sondern die Erkenntnis, dass im internationalen Politikbetrieb offenbar jeder jeden belauscht – und sich anschließend darüber empört.

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