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Grönland? Einfach mitnehmen. Sagt Trump.

jorono (CC0), Pixabay
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In den USA ist man sich einig: Grönland gehört bald zu Amerika – ob die Dänen das nun wissen wollen oder nicht.

Stephen Miller, oberster Trump-Flüsterer und bekannt für seinen Hang zur alternativen Realität, stellte in einem CNN-Interview klar: „Niemand wird wegen Grönland gegen die USA kämpfen. Das ergibt keinen Sinn.“
Stimmt – zumindest, wenn man das Konzept souveräner Nationalstaaten eh nie so richtig verstanden hat.

Die offizielle Linie der US-Regierung: Grönland ist strategisch wichtig, arktisch schön und reich an Bodenschätzen – also amerikanisch. Punkt.
Trump selbst sagte kürzlich beim Mittagessen in der Air Force One:
„Wir brauchen Grönland. Unbedingt. Für die Verteidigung. Und überhaupt.“

Während Europa sich noch die Augen reibt, ob das alles Satire oder Ernst ist, plant man im Weißen Haus schon eifrig: Der Gouverneur von Louisiana wurde zum Sondergesandten für Grönland ernannt. Logisch – wer Sümpfe regiert, kann auch Eis.

Derweil bleibt man in Grönland erstaunlich höflich. Regierungschef Jens Frederik Nielsen beruhigt:
„Wir gehen nicht davon aus, dass die USA uns über Nacht übernehmen.“
Womit er unausgesprochen zu verstehen gibt: Tagsüber wär’s okay?

Auch Dänemarks Premierministerin Mette Frederiksen wirkt zunehmend genervt.
„Genug ist genug. Keine Fantasien mehr über eine Annexion!“
Doch wer Trump kennt, weiß: Genau das ist sein Lieblingsgenre.

Für Miller ist ohnehin fraglich, warum Dänemark überhaupt Ansprüche auf Grönland erhebt.
„Was ist die rechtliche Grundlage?“, fragte er CNN – was ungefähr so ist, als würde ein Einbrecher nach dem Mietvertrag fragen, während er die Tür eintritt.

Grönland, mit seinen 57.000 Einwohnern, wird damit zum Symbol einer neuen Geopolitik: Laut denken, laut fordern, laut ignorieren, was andere wollen.
Dass Grönland demokratisch verwaltet wird? Ein Detail. Dass es zur NATO gehört? Ein Umstand, der – laut Dänemark – „alles beendet“, sollte ein Mitglied ein anderes angreifen.
Klingt wie ein Drehbuch – oder eine Drohung.

Trump jedenfalls will in „einigen Wochen“ das Thema Grönland wieder aufgreifen. Wahrscheinlich zwischen einem neuen Angriff und der nächsten Reality-TV-Folge aus dem Weißen Haus.

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