Griechenland verschärft die Regeln für Tourismus und Hotelbau. Die Regierung in Athen kündigte neue Maßnahmen an, um überfüllte Ferienorte zu entlasten und Natur sowie Küsten besser zu schützen.
Hintergrund sind die Rekordzahlen im Tourismus. Nach Angaben der griechischen Zentralbank reisten 2025 fast 38 Millionen Urlauber ins Land – mehr als jemals zuvor.
Vor allem beliebte Inseln wie Santorini, Mykonos, Rhodos oder Kos stoßen in der Hauptsaison zunehmend an ihre Grenzen. Bewohner klagen seit Jahren über Verkehrsprobleme, Wassermangel, steigende Mieten und eine überlastete Infrastruktur.
Tourismusministerin Olga Kefalogianni erklärte, Griechenland wolle künftig stärker auf nachhaltigen Tourismus setzen. Ziel sei ein Modell mit weniger Belastung für Umwelt, Strände und Städte.
Besonders stark frequentierte Inseln sollen deshalb strengere Bauvorschriften erhalten. Neue Hotels dürfen dort künftig maximal 100 Betten haben.
Außerdem will die Regierung ungeordnete Neubauten außerhalb offizieller Bauzonen eindämmen. Hotels dürfen dort nur noch auf größeren Grundstücken errichtet werden.
Auch die Küsten sollen besser geschützt werden. In einem Streifen von bis zu 25 Metern entlang des Meeres sollen grundsätzlich keine neuen Gebäude mehr erlaubt sein. Ausnahmen sind lediglich für Zugänge oder Rettungswege vorgesehen.
Umweltminister Stavros Papastavrou sprach von einer „historischen Reform“ für Griechenland. Die neuen Regeln sollen Ende Juni in Kraft treten.
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