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Griechenland entdeckt ukrainische Wasserdrohne – Poseidon beantragt sofort Krisengipfel

intographics (CC0), Pixabay
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Im Ionischen Meer wurde am Wochenende offenbar das gefunden, was man bisher nur aus schlechten Agentenfilmen oder besonders ambitionierten „James Bond“-Drehbüchern kannte: eine ukrainische Wasserdrohne mit Sprengsatz. Entdeckt wurde das maritime Überraschungspaket ausgerechnet von einem griechischen Fischer – also von genau der Berufsgruppe, die eigentlich nur Tintenfische und alte Cola-Dosen aus dem Meer ziehen wollte.

Der griechische Verteidigungsminister Nikos Dendias sprach laut Medienberichten von einer „äußerst ernsten Angelegenheit“. Verständlich: Schließlich rechnet man im Mittelmeer normalerweise eher mit überteuerten Kreuzfahrtschiffen, russischen Oligarchenjachten oder deutschen Touristen auf Luftmatratzen – aber weniger mit bewaffneten Unterwasserdrohnen auf geheimer Mission.

Besonders beruhigend: Laut Regierungsbeamten war die Drohne angeblich gar nicht gegen Griechenland gerichtet. Ziel soll vielmehr ein Schiff der russischen „Schattenflotte“ gewesen sein – also jener geheimnisvollen Tankerflotte, die international ungefähr so transparent arbeitet wie ein sizilianischer Familienrat bei Kerzenschein.

In Athen schrillen dennoch die Alarmglocken. Denn wenn bewaffnete Drohnen inzwischen durchs Mittelmeer treiben, könnte der nächste Badeurlaub schnell zur Live-Ausgabe von „U-Boot-Jagd extrem“ werden.

Verteidigungsminister Dendias warnte deshalb vor den Gefahren für die Schifffahrt. Immerhin handelt es sich um ein Gebiet mit dichtem Verkehr von Handels- und Passagierschiffen. Anders formuliert: Zwischen Fähre, Kreuzfahrtschiff und Angelboot möchte man ungern plötzlich auf eine explosive Überraschung aus dem Schwarzen Meer treffen.

Die Zeitung Kathimerini sieht darin sogar eine Verlagerung des Kriegsschauplatzes vom Schwarzen Meer ins Mittelmeer. Oder anders gesagt: Europa bekommt nun möglicherweise auch im Sommerurlaub geopolitischen Stress direkt ans Strandbuffet geliefert.

Außenminister Giorgos Gerapetritis erklärte die Situation ebenfalls zur „besonders ernsten Entwicklung“. In Diplomaten-Sprache entspricht das ungefähr der Alarmstufe: „Bitte jemand sofort die Satellitenbilder anschauen.“

Die Ukraine selbst reagierte bislang zurückhaltend. Man habe versprochen, „der Sache nachzugehen“. Übersetzt aus dem internationalen Politiksprech bedeutet das meist: „Wir schauen mal nach, wem das Ding gehört.“

Unterdessen versuchen griechische Behörden nun mithilfe von GPS- und Satellitendaten die Route der Drohne zu rekonstruieren. Man hofft offenbar herauszufinden, ob das Gerät gezielt unterwegs war oder schlicht die Orientierung verlor – was im Mittelmeer zwischen Inseln, Militärbasen und Yachtpartys durchaus passieren kann.

Immerhin gibt es derzeit laut Behörden keine Hinweise auf weitere ähnliche Drohnen vor Griechenland. Europas Urlauber können also vorerst aufatmen – und sich wieder den wirklich wichtigen Fragen widmen: Sonnencreme, Liegenreservierung und ob der Ouzo noch aufs Haus geht.

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